Adolf Ernst Gerstung (* 14. Mai 1909 in Kassel; † 21. Februar 1991) war ein deutscher Schauspieler.
Leben Gerstung absolvierte eine Schauspielausbildung 1928/29 an der Von Bodenhausenschen Schauspielschule. Er gab sein Bühnendebüt 1929 als „Melchthal“ in Friedrich von Schillers Wilhelm Tell am Stadttheater Greifswald. Es folgten Engagements Rudolstadt 1931/32, Glogau 1932/33, Ingolstadt 1933/34, an der Bayerischen Landesbühne 1934/35, in Koblenz 1935–1938, Gera 1938–1941, Essen 1941–1947, Hannover 1947–1949, Bochum 1949–1951, Aachen, Lübeck und Bonn. 1951 spielte er den „Götz von Berlichingen“ bei den Götz-Festspielen in Jagsthausen, 1954 den „Wilhelm Tell“ bei den Loreley-Festspielen.Kürschners biographisches Theater-Handbuch, S. 207.
Im Fernsehen spielte er mehrfach unter der Regie von Franz Peter Wirth: 1961 in dessen Hamlet-Adaption mit Maximilian Schell in der Titelrolle und 1964 in Die Geschichte von Joel Brand nach Heinar Kipphardt. Ab 1963 gehörte er als „Latzke“ neben Pit Krüger zur Stammbesetzung der Serie Fernfahrer.
Filmografie (Auswahl) 1960: Am grünen Strand der Spree (2. Folge: Der General) 1961: Hamlet, Prinz von Dänemark 1964: Die Geschichte von Joel Brand 1963–1967: Fernfahrer 1967: Das Attentat – Schleicher: General der letzten Stunde 1968: Meinungsverschiedenheiten
Hörspiele (Auswahl) 1961: Richard Brinsley Sheridan: Die Lästerschule (Sir Oliver Flynn) – Bearbeitung und Regie: Walter Knaus (Hörspielbearbeitung – SDR)ARD-Hörspieldatenbank (Die Lästerschule, SDR 1961)
Literatur Herbert A. Frenzel, Hans Joachim Moser (Hrsg.): Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Schauspiel, Oper, Film, Rundfunk. Deutschland, Österreich, Schweiz. De Gruyter, Berlin 1956, , S. 207f.
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