mini|Jagdpanzer 38 am Stand von Wargaming.net auf der E3 2011
World of Tanks (WoT) ist ein 2010 erschienenes Massively Multiplayer Online Game des Spieleentwicklers Wargaming.net. Es enthält Elemente eines Third-Person- und Taktik-Shooters, dabei sind die Spielfiguren die namensgebenden Panzer. World of Tanks ist ein Free-to-play-Produkt, bei dem der Hersteller durch Mikrotransaktionen jährlich mehrere Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet (Stand 2016).
Spielaufbau Die Spielwelt ist in 3D-Grafik unter Verwendung der selbstentwickelten „Core-Engine“ gestaltet, und Spiele finden mit Panzern im Player-versus-Player-Modus statt. Als Vorlage dienen Panzerschlachten mit Modellen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, wobei auch Prototypen sowie Nachkriegsmodelle (bis Anfang der 1970er Jahre) genutzt werden. Die historische Grenze soll laut Hersteller bei Glattrohrkanonen und elektronischer Ausrüstung liegen.
Spielprinzip Im Spiel werden Gefechte durchgeführt, in denen zwei Spielergruppen mit in der Regel je 15 Panzern einander gegenüber stehen. Es gibt Panzer in den Kategorien „leichter Panzer“, „mittlerer Panzer“, „schwerer Panzer“, „Jagdpanzer“ und „Selbstfahrlafette“ (mobile Artillerie). Weiter sind die Panzer in 11 verschiedene Leistungsstufen von I bis XI und verschiedene Nationen eingeteilt. Die Zusammensetzung der Teams wird vor Spielbeginn serverseitig errechnet (sogenanntes Matchmaking), wobei Kategorien, Stufen und Nationen gemischt werden. Dadurch können beispielsweise britische, sowjetische und deutsche Panzer im selben Team stehen.
Für die Gefechte gibt es verschiedene Karten, auf denen gespielt wird. Die Aufgabenstellung in einer Schlacht lautet, entweder die gegnerische oder eine neutrale Basis auf der Karte einzunehmen oder sämtliche gegnerischen Panzer zu zerstören. Ein Gefecht dauert in der Regel einige Minuten, wobei nach Ablauf von 15 Minuten und Nichterfüllung der Ziele die Partie unentschieden ausgeht. Ab der Version 7.4 gibt es neben dem sog. Zufallsgefecht, in dem jedes Team die Basis des anderen zu erobern oder alle gegnerischen Panzer zu zerstören sucht, den Spielmodus Angriff, bei dem nur ein Team eine Basis besitzt, die es gegen das andere Team verteidigen muss. In diesem Modus beträgt die Zeitbegrenzung nur 10 Minuten. Zudem kam der Spielmodus Begegnungsgefecht hinzu, bei dem es eine neutrale Basis gibt, die es für beide Teams zu erobern gilt. Von Version 9.0 bis 9.3 gab es die Gefechtsart historische Gefechte, bei der die Teams aus Fahrzeugen derselben Nation bestehen. Die Anzahl und Ausrüstung der Fahrzeuge sollte die historischen Gegebenheiten nachempfinden.Version 9.0 wurde veröffentlicht!. Nachrichten des Entwicklers. Abgerufen am 25. April 2014. Dieser Modus wurde mangels Interesse wieder entfernt.
Am Ende eines Gefechts bekommt der Spieler Erfahrungspunkte, Spielgeld und Anleihen gutgeschrieben.
Spielfortschritt Pro im Spiel vertretener Nation aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, China, UdSSR, Tschechoslowakei, Japan, Schweden, Italien, USA und Polen steht ein Startpanzer zur Verfügung, von dem ausgehend man weitere Panzer der Nation erspielen kann. Zudem sind Panzer anderer Nationen spielbar; so befindet sich ein Panzer der Schweizer Armee, der Panzer 58 Mutz, oder ein Panzer der ungarischen Armee, ein Prototyp des Turan-Panzers, und auch der sowjetische T-55A mit NVA-Emblem im Spiel. Diese Panzer laufen dann unter der Flagge eines verbündeten oder nahestehenden Landes, etwa der schweizerische Mutz oder der ungarische Turan für Deutschland oder der T-55A, der als Panzer der DDR unter deutscher Flagge auftritt.
Ausgehend vom Startpanzer kann der Spieler durch die Investition von Erfahrungspunkten und Spielgeld Ausrüstungsgegenstände und weitere Panzer erforschen und erwerben. Module eines Panzers (Geschütztürme, Motoren, Kanonen, Funkgeräte, Kettenantriebe) sind einem Panzer zugeordnet. Die Panzer selbst sind innerhalb einer Nation hierarchisch in Stufen (im Spiel mit dem englischen Begriff Tier bezeichnet) von I bis X so gruppiert, dass (bis auf den Startpanzer) jeder Panzer einen untergeordneten Vorgänger und (bis auf die Panzer der Stufe X) mindestens einen übergeordneten Nachfolger hat. Auf diese Weise ergibt sich für jede Nation ein „Forschungsbaum“. Jeder neue Panzer muss unter Einsatz von Erfahrungspunkten erforscht werden, die mit dem direkt untergeordneten Panzer erspielt wurden. Ähnliches gilt für Module, die innerhalb des jeweiligen Panzers durch Erfahrungspunkte freigespielt werden müssen. Innerhalb einer Nation können jedoch einige Module auch in anderen Panzern eingesetzt werden. Zusätzlich müssen die Panzer und Module mit Spielgeld bezahlt werden, das im Spiel unabhängig von den nationalen Forschungsbäumen erworben wird. Zusätzlich zu der innerhalb eines Forschungsbaumes gewonnenen Erfahrung erhält der Spieler 5 % freie Erfahrung, die universell genutzt werden kann.
Durch besondere Leistungen im Gefecht oder durch Teilnahme an besonderen Aktionen und Wettkämpfen kann man ebenfalls Anleihen erspielen. Diese ermöglichen den Kauf besonderer Ausrüstungsgegenstände.
Jeder Panzer hat Besatzungsmitglieder, deren Leistung durch Erfahrungspunkte steigt. Wenn die Besatzung an Erfahrung gewinnt, beeinflusst dies die Leistung des Panzers, für die das jeweilige Besatzungsmitglied zuständig ist (Nachladetempo, Geschwindigkeit des Einzielens, Sichtweite, Beschleunigung, Wendegeschwindigkeit etc.). Nach Erreichen von 100 % kann der Spieler den Besatzungsmitgliedern eine besondere Fertigkeit zuweisen. Es besteht die Wahl zwischen den vier allgemeinen Fertigkeiten „verbesserte Tarnung“, „schnellere Reparatur“, „schnelleres Feuerlöschen“ und „Waffenbrüder“ (bewirkt gesteigerte Werte für alle Besatzungsmitglieder, sobald alle Besatzungsmitglieder 100 % „Waffenbrüder“ besitzen), und weiteren, für die jeweilige Aufgabe des Besatzungsmitgliedes spezifischen, Fertigkeiten.Auflistung der Fertigkeiten, abgerufen am 10. März 2016 Sollte ein Panzer nicht für jede Rolle ein Besatzungsmitglied haben, also zum Beispiel keinen Funker, kann ein anderes Besatzungsmitglied dessen spezifische Fertigkeit erlernen. Hat ein Besatzungsmitglied eine Fertigkeit zu 100 % erworben, kann der Spieler für dieses Mitglied eine weitere Fertigkeit auswählen, die dann auch erworben wird. Eine vollständig ausgebildete Besatzung würde demnach über 100 % Leistung bezüglich der Standardfunktionen und 100 % in allen Fertigkeiten verfügen. Da die hierfür benötigten Mengen an Erfahrungspunkten sich jedoch mit jeder 100-%-Grenze verdoppeln, sind dafür sehr viele Spiele vonnöten.
Die für einen Aufstieg benötigte Erfahrung steigt exponentiell an, ebenso wie die Anschaffungspreise der Panzer.
Spielablauf Die Panzer verfügen über bis zu sieben Steckplätze (Stufenabhängig) drei für zusätzliche Ausrüstung, drei für Verbrauchsgegenstände und einen für Direktiven. Verwendete Ausrüstung kann einige Werte des Gefährts, wie z. B. die Sichtweite, die Tarnung oder die Nachladegeschwindigkeit permanent erhöhen, aber auch gewisse Fähigkeiten der Besatzung erhöhen. Verbrauchsgegenstände dienen der Reparatur, zum Feuerlöschen oder dem Erhöhen bestimmter Fahrzeug- oder Besatzungswerte für ein einzelnes Gefecht. Direktiven steigern je nach Typ Werte des Fahrzeugs, bessern die erlernten Fertigkeiten und Vorteile der Besatzung auf oder schalten vorübergehend nicht erlernte frei. Zubehördirektiven steigern den Bonus des eingebauten Zubehörs.
Wenn der Spieler bei einem Panzermodell alle zur Verfügung stehenden Forschungsoptionen erforscht hat, also auch den direkt folgenden Panzer im Forschungsbaum, erhält der Panzer den Status „Elite“. Ab diesem Zeitpunkt kann der Spieler die mit diesem Panzer weiter erworbene Erfahrung entweder in die beschleunigte Ausbildung der Panzerbesatzung investieren oder, gegen Zahlung von Gold, in freie Erfahrung umwandeln, so dass man diese auch zur Erforschung bei anderen Panzern verwenden kann. Wenn man sich für das schnellere Besatzungstraining entscheidet, so beschleunigt sich dieses um Werte zwischen 17 % (bei sechs Mitgliedern) und 50 % (bei zwei Mitgliedern).
Fahrzeuge Die Fahrzeuge in WoT sind in fünf Kategorien eingeteilt: leichte, mittlere und schwere Panzer, Jagdpanzer und Selbstfahrlafetten (mobile Artillerie). Jede Kategorie hat bestimmte typische Vor- und Nachteile, die sich – vereinfacht gesagt – in den vier klassischen Eckpunkten Panzerschutz, Bewaffnung, Mobilität sowie dem Tarnwert niederschlagen. Allerdings sind nicht alle Panzer typisch für ihre Kategorie; so gibt es schwere Panzer, die Panzerung für Mobilität opfern, und mittlere Panzer, die besser gepanzert und weniger mobil sind usw. Die Balance zwischen den Klassen findet primär über das Kartendesign statt: je nach Karte ist eine Klasse mehr oder weniger nützlich; so ist z. B. Artillerie auf großen, offenen Karten am effektivsten, während sie in Städten schwer brauchbar ist. In Städten wiederum sind schwere Panzer am effektivsten. Zwar ist das Sortiment an Karten bekannt, jedoch kann man sich die Karte nicht aussuchen (Ausnahme: Clanwar und Übungsgefecht) und kennt sie vor Gefechtsbeginn auch nicht, sodass man bei der Auswahl eines Fahrzeugs nie weiß, in welchem Szenario man spielen wird. Auch verfügt nicht jede der elf spielbaren Nationen über jede Panzerklasse: Deutschland, Großbritannien, Frankreich, USA und die Sowjetunion haben als einzige Nationen Artilleriefahrzeuge. Wiederum haben die Tschechoslowakei und Polen keine Jagdpanzer im Forschungsbaum. Japan, Polen, die Tschechoslowakei und Italien sowie Schweden haben in den höheren Stufen keine leichten Panzer im Forschungsbaum. Deutschland und die Sowjetunion haben den umfangreichsten Forschungsbaum im Spiel. Mit dem Update 1.23.1 fanden neue japanische schwere Panzer den Weg in das Spiel.
Aufgaben der Panzerkategorien Die Aufgaben der leichten Panzer auf dem Schlachtfeld umfassen bis auf wenige Ausnahmen die Aufklärung des Feindes und Zerstörung der feindlichen Selbstfahrlafetten. Mittlere Panzer sind meist dazu geeignet, schwere Panzer zu umfahren oder feindliche Linien zu durchbrechen und die Rolle des Aufklärers zu übernehmen, ebenso sind Flankenangriffe mit ihnen sehr effektiv. Die meisten schweren Panzer fungieren als Frontpanzer, die sich im direkten Kampf duellieren, während die Jagdpanzer oft aus einer größeren Entfernung auf das Gefecht Einfluss nehmen. Die Selbstfahrlafetten decken den Feind aus sicherer Entfernung mit Fernbeschuss ein und können dank Schockeffekt die Mobilität und Effizienz der Fahrzeuge enorm einschränken.
Zusätzlich haben die fünf Fahrzeugkategorien innerhalb ihrer noch Subkategorien, welche den Einsatzbereich des jeweiligen Fahrzeuges innerhalb der Fahrzeugklasse spezifischer kategorisieren. So gibt es bei den Jagdpanzern Mehrzweck-, Unterstützungs-, Sturm-, und Scharfschützenjagdpanzer. Bei den leichten Panzern gibt es die leichten Mehrzweckpanzer und leichten Radpanzer. Die mittleren Panzer haben eine Unterteilung in mittlere Sturm-, Mehrzweck-, Unterstützungs- und Scharfschützenpanzer. Die schweren Panzer werden in schwere Mehrzweck-, Unterstützungs-, Durchbruchs- und Sturmpanzer unterteilt. Die Artillerieklasse wird nicht weiter unterteilt. Die Einteilung in Rollen findet ab der Stufe VI statt. Alle Panzer unter der Stufe VI haben keine Rollenklassifizierung.
Schadensmodell