Der 58. Psalm (nach griechischer Zählung der 57.) ist ein Psalm Davids ( mizmor ledavid) und einzuordnen in die Reihe der „Klagelieder des Volkes“.
Gliederung Hermann Gunkel gliedert den Psalm folgendermaßen:Hermann Gunkel: Die Psalmen. 61986, S. 249. Vers 2 f.: Anrede und Frage Vers 3: Vorwurf Vers 4–10: Die frevelnden Diener der „Götter“ Vers 4–6: Ihr ruchloses Gebaren Vers 7–10: Flüche auf dieselben Vers 11 f.: Wunsch des Gerechten
Textkritische Probleme Der Psalm wirft das Problem auf, welche mit der Anrede „Götter“, , gemeint sind.Claudia Süssenbach: Der elohistische Psalter. 2005, S. 145. Hier gibt es zwei verschiedene Deutungen: Entweder versteht der Psalmist hierunter wie im Psalm 82 tatsächlich Götter als Mitglieder des Pantheons, oder es sind Machthaber gemeint, die ironisch als „Götter“ bezeichnet werden. Letztere Variante legt ein Großteil der Übersetzungen nahe: Lutherbibel, Einheitsübersetzung, Neue Genfer Übersetzung, die Gute Nachricht und Neues Leben reden von „Mächtigen“, während allein die sehr texttreue Elberfelder Bibel mit „Götter“ übersetzt.
Stundengebet Wegen seiner Anstößigkeit als Fluchpsalm ist dieser Psalm ebenso wie die Psalmen 83 und 109 sowie einzelne weitere Verse 1970 aus dem Stundengebet der katholischen Kirche gestrichen worden.Allgemeine Einführung in das Stundengebet (AES). 1. November 1970, Nr. 131.Adolf Adam, Winfried Haunerland: Grundriss Liturgie. Herder, Freiburg u. a., 2012, ISBN (falsch) 978-3-451-31413-3, ISBN 978-3-451-31413-1 (korrekt), S. 387.
Weblinks Psalm 58 in der Einheitsübersetzung, der Lutherbibel und weiteren Übersetzungen aus bibleserver.com Psalm 58 in der Biblia Hebraica Stuttgartensia (BHS) auf bibelwissenschaft.de
Einzelnachweise
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