Die ca. 800.000 Einwohner zählende Großstadt Culiacán, offiziell Culiacán Rosales, ist die Hauptstadt des Bundesstaates Sinaloa im Westen Mexikos. Seit dem Jahr 1883 ist die Stadt Sitz des Bistums Culiacán.

Lage und Klima Culiacán liegt in ca. 70 m Höhe am Zusammenfluss des Tamazula und des Humaya, die sich hier zum Río Culiacán vereinen. Die Stadt ist ca. 50 km (Luftlinie) von der Küste des Golfs von Kalifornien entfernt; die Küstenstädte Los Mochis und Mazatlán sind jeweils etwa 210 km (Fahrtstrecke) entfernt. Das Klima ist im Winter eher angenehm, im Sommer dagegen meist schwülwarm; Regen (ca. 700–850 mm/Jahr) fällt überwiegend im Sommerhalbjahr.

Bevölkerung Jahr 2000 2020Einwohner 540.823 808.416Culiacán – Karte + Fakten Die städtische Bevölkerung besteht zumeist aus Mestizen. Umgangssprache ist meist Spanisch.

Wirtschaft Culiacán ist das Wirtschafts- und Handelszentrum des Staates Sinaloa. Über den Flughafen und zahlreiche Fernbuslinien ist die Stadt sowohl international als auch national vernetzt.

Geschichte Die Gegend um die heutige Stadt war bereits in vorkolonialer Zeit vom Stamm der Colhua besiedelt. Im 15. Jahrhundert unterwarfen die Azteken die Region.

Culiacán wurde am 29. September 1531 von Nuño Beltrán de Guzmán unter dem Namen Villa de San Miguel gegründet. Hier trafen die beiden Konquistadoren Álvar Núñez Cabeza de Vaca und Melchior Diaz aufeinander.

Nach Erlangung der Unabhängigkeit Mexikos erhielt die Stadt die Stadtrechte (1823) und ab dem Jahr 1830 war sie Hauptstadt des Bundesstaats Sinaloa.Culiacán – Geschichte

Sehenswürdigkeiten Culiacán ist in erster Linie Verwaltungs-, Haupthandels- und Agrarzentrum und bietet wenig Attraktionen. Touristenattraktionen der Stadt sind unter anderem die Kathedrale von Culiacán aus dem 19. Jahrhundert, der Palacio Municipal (Rathaus) in der Calle Obregón y Escobedo, sowie der Malecón (Promenade).

Sonstiges In Culiacán spielen sich zahlreiche Szenen der TV-Serie La Reina del Sur ab.

Städtepartnerschaften Culiacán hat als Partnerstädte: Guadalajara (Mexiko), seit 2011 Torreón (Mexiko), seit 2007 Guangdong (Volksrepublik China), seit 2007

Söhne und Töchter der Stadt Jesús Malverde († 1909), Volksheld José Limón (1908–1972), Tänzer und Choreograph Inés Arredondo (1928–1989), Schriftstellerin Fausto Avendaño (* 1941), Dramatiker und Übersetzer Amparo Ochoa (1946–1994), Sängerin Benjamín Arellano Félix (* 1952), Drogenhändler Paul Rodriguez (* 1955), Schauspieler und Comedian Julio César Chávez (* 1962), Boxer Teresa Margolles (* 1963), Künstlerin Javier Valdez (1967–2017), Journalist Jordán Carrillo (* 2001), Fußballspieler

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Einzelnachweise

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