Mormo (), auch Mormolyke oder Mormolykia, ist in der griechischen Mythologie ein weibliches Gespenst, das Ähnlichkeiten mit der Lamia und Gello aufweist.Suda M 1252, s. v. (online); Scholien zu Theokrit 15,40
Mit dieser dämonischen Gestalt drohte man kleinen Kindern;Xenophon, Hellenika 4,4,17 Mormo soll nämlich wie die Lamia Kindern nachgestellt und diese verschlungen haben. Das Aition, warum Mormo derartig bösartig handelte, ist mit jenem Lamias verwandt. Demnach war Mormo angeblich ursprünglich die Königin der Laistrygonen, eines bei Homer und Ovid erwähnten Volkes von Riesen und Kannibalen, die, erbittert über den Tod ihrer Kinder, nun andere Kinder verfolgte.Scholien zu Theokrit 15,40 Anspielungen auf dieses Schreckgespenst sind nicht gerade häufig; zuerst finden sie sich beim griechischen Lustspieldichter AristophanesAristophanes, Die Acharner 582; Die Ritter 693; Frieden 474 und beim griechischen Historiker Xenophon.
Literatur Gerhard Fink: Who’s who in der antiken Mythologie. dtv, München 2002, S. 152.
Maria Patera: Comment effrayer les enfants: le cas de Mormô/Mormolukê et du › mormolukeion ‹. Kernos 18 (2005), S. 371–390.
Einzelnachweise
Kategorie:Kreatur der griechischen Mythologie Kategorie:Mythologischer Menschenfresser Kategorie:Geistwesen