zentriert|350px|Das baierische Stammesherzogtum um 788 Karl der Große zerschlägt das Herzogtum Baiern, Herzog Tassilo III. wird von ihm abgesetzt. 788 in anderen Kalendern Armenischer Kalender 236/237 (Jahreswechsel Juli) Äthiopischer Kalender 780/781 Buddhistische Zeitrechnung 1331/32 (südlicher Buddhismus); 1330/31 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) Chinesischer Kalender 58. (59.) Zyklus Jahr des Erde-Drachen 龙辰 (am Beginn des Jahres Feuer-Hase 丁卯) Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 150/151 (Jahreswechsel April) Iranischer Kalender 166/167 (um den 21. März) Islamischer Kalender 171/172 (10./11. Juni) Jüdischer Kalender 4548/49 (5./6. September) Koptischer Kalender 504/505 Römischer Kalender ab urbe condita MDXLI (1541) Ära Diokletians: 504/505 (Jahreswechsel November) Seleukidische Ära Babylon: 1098/99 (Jahreswechsel April) Syrien: 1099/1100 (Jahreswechsel Oktober) Spanische Ära 826 Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 844/845 (Jahreswechsel April)
Ereignisse Politik und Weltgeschehen Fränkisches Reich miniatur|links|hochkant|Granusturm
Reichstag in Ingelheim: Karl der Große setzt Herzog Tassilo III. ab und hebt das Herzogtum Baiern auf. Tassilo wird in die Abtei Jumièges verbannt. Baiern wird durch fränkische Grafen verwaltet, das agilolfingische Herzogsgut eingezogen und in karolingisches Königsgut umgewandelt. Die Awaren, mit denen sich Tassilo verbündet hatte, reagieren auf dessen Absetzung mit einem Einfall ins östliche Frankenreich. Dies ist der Beginn einer mehrjährigen fränkisch-awarischen Auseinandersetzung. Karl der Jüngere, Sohn Karls des Großen, wird zum Unterkönig in Neustrien eingesetzt. In Aibling und in Ranshofen werden karolingische Pfalzen errichtet Karl der Große erobert das slowenische Fürstentum Karantanien. Im Rahmen der Sachsenkriege zerstören Sachsen das Kloster Kaiserswerth am Rhein. Der Granusturm, ein Teil der Aachener Kaiserpfalz, wird fertiggestellt.
Weitere Ereignisse in Europa
Anfang des Jahres: Nachdem er die Oberherrschaft Karls des Großen anerkannt und den Treueeid geschworen hat, wird Grimoald III. ein halbes Jahr nach dem Tod seines Vaters Arichis II. aus seiner Geiselhaft entlassen und zum langobardischen Herzog von Benevent und Salerno erhoben. Sein Schwager Adelchis versucht die Krone für sich zu erobern und landet mit Unterstützung eines byzantinischen Heeres in Kalabrien und beginnt das Benevent zu verwüsten. Mit fränkischer Hilfe kann Grimoald die Invasoren besiegen. 23. September: Ælfwald I., König von Northumbria, wird durch den Ealdorman Sicga bei Scythlecester (wahrscheinlich das heutige Chesters) ermordet. An der Stätte seines Todes wird später eine Kirche errichtet und er wird als Heiliger verehrt. Seine Söhne Ælf und Ælfwine sind zu diesem Zeitpunkt als Thronerben vermutlich noch zu jung, sodass ihm sein neua/nepos („Neffe“, auch allgemein für „Verwandter“) Osred II. auf den Thron folgt. Hischam I. tritt als zweiter Emir von Córdoba die Herrschaft an; er ist Nachfolger seines am 30. September gestorbenen Vaters Abd ar-Rahman I. und muss sich in der Thronfolge gegen seinen älteren Bruder Sulaiman sowie seinen jüngeren Bruder Abdallah durchsetzen. Bermudo I. „der Diakon“ wird König von Asturien; er löst Mauregato („der Usurpator“) ab.
Afrika und Asien miniatur|Kleinasien um 780 Das Kalifat der Abbasiden entsendet unter Hārūn ar-Raschīd ein Expeditionsheer durch die Kilikische Pforte in das byzantinische Thema Anatolikon in Kleinasien. Im September wird es von einem byzantinischen Heer unter Kaiserin Irene bei Kopidnadon gestellt. In der Schlacht von Kopidnadon trägt die abbasidische Seite den Sieg davon. Unter den byzantinischen Opfern der Schlacht ist ein gewisser Diogenis, der von einigen Wissenschaftlern als die historische Vorlage für den fiktiven Helden Digenis Akritas angesehen wird.
Nach dem Tod von Ibn Rustam wird Abdalwahab ibn Rustam zweiter Herrscher der Rustamiden-Dynastie in Algerien.
Urkundliche Ersterwähnungen miniatur|Erste urkundliche Erwähnung von Eschelbronn Erste urkundliche Erwähnung von Ainring, Ampfing, Büchold, Erding, Eschelbronn, Ettlingen, Glattburg, Hochhausen, Hügelsheim, Kirchweidach, Kleinbasel, Kufstein, Mehring, Murrhardt, Nußdorf am Inn, Oberrot, Oerlenbach, Ötigheim, Pülfringen, Palling, Raitenhaslach, Rettigheim, Riedering, Rödelheim, Schmie, Schwallungen, Seckach, Solms und Zainingen
Religion Buddhismus in Japan miniatur|Kompon-chūdō (根本中堂), das Hauptgebäude des Klosters Gründung des Tempelklosters Enryaku-ji bei Kyōto durch den Mönch Saichō
Christentum 14. Juli: Karl der Große errichtet nach altrömischer Sitte in Speyer das Bistum Bremen für den nördlichen Teil Sachsens und verleiht diese neue Diözese im Auftrag des Papstes Hadrian I. und nach Rat des Erzbischofs Lullus von Mainz und der anwesenden Bischöfe an Willehad. Tanko wird Bischof von Verden. Gisela, Schwester Karls des Großen, wird Äbtissin von Chelles. Anfertigung der Notitia Arnonis als Besitzverzeichnis der Diözese Salzburg; es ist nach Bischof Arno benannt. Durch die Absetzung Tassilos werden Niederalteich, Frauenchiemsee, Mondsee und Wessobrunn Reichsklöster.
Geboren Bonifatius II. von Lucca, Markgraf der Toskana († 847) um 788: Shankara, Philosoph des Hinduismus († um 820)
Gestorben 23. September: Ælfwald I., König von Northumbria 30. September: Abd ar-Rahman I., Emir von Córdoba (* 731) Mauregato, König von Asturien (* um 719) Mazu Daoyi, buddhistischer Mönch (* 709) nach 788: Adalgis, Sohn des letzten langobardischen Königs Desiderius
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