Die 82. Reserve-Division war ein Großverband der Preußischen Armee im Ersten Weltkrieg.

Gliederung Kriegsgliederung vom 29. Dezember 1914 82. Reserve-Infanterie-Brigade Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 270 Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 271 Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 272 Reserve-Radfahrer-Kompanie Nr. 82 Reserve-Kavallerie-Abteilung Nr. 82 82. Reserve-Feldartillerie-Brigade Reserve-Feldartillerie-Regiment Nr. 69 Reserve-Feldartillerie-Regiment Nr. 70 Reserve-Pionier-Kompanie Nr. 86

Kriegsgliederung vom 4. Januar 1918 82. Reserve-Infanterie-Brigade Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 270 Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 271 Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 272 3. Eskadron/1. Garde-Dragoner-Regiment „Königin Viktoria von Großbritannien und Irland“ Artillerie-Kommandeur Nr. 82 Reserve-Feldartillerie-Regiment Nr. 70 I. Bataillon/Thüringisches Fußartillerie-Regiment Nr. 18 Pionier-Bataillon Nr. 382 Divisions-Nachrichten-Kommandeur Nr. 482

Geschichte Die Division wurde im Dezember 1914 aufgestellt, über Belgien an die Westfront transportiert und im Januar 1915 bei Kortrijk ausgeladen. Im Februar 1915 kämpfte der Großverband im Raum Chaulnes westlich der Somme. Am 28. März erfolgte der Abtransport nach Galizien an die Ostfront zum XXXXI. Reserve-Korps. Sie nahm Anfang Mai an der Gorlice-Tarnow-Offensive teil, überquerte den San und beteiligte sich an den Kämpfen um Przemysl. Am 9. Mai kämpfte sie bei Jaslo, vom 12. bis 21. Mai im Süden von Radymno und Anfang Juni bei Medyka. Mitte Juni 1915 kämpfte die Division in der Schlacht von Lemberg und war im August 1915 an der Eroberung von Brest-Litowsk und Pinsk beteiligt, bevor sie im dortigen Sumpfgebiet zum Stellungskrieg überging.

Anfang Dezember 1917 wurde die Division an die Westfront zurückverlegt und zunächst nordwestlich von Conflans (Raum Verdun) eingesetzt. Im August 1918 lag sie in Stellung bei Arvillers und wurde am 18. aus den Raum nordwestlich von Roye zurückgezogen. Sie verteidigte zwischen 27. August und 2. September am Canal du Nord etwa an der Linie Chaulnes bis nördlich von Moyencourt. Zu Ende des Krieges im November 1918 kämpfte sie südlich von Guise.

Nach Kriegsende marschierte die Division in die Heimat zurück, wurde demobilisiert und am 2. Februar 1919 aufgelöst.

Gefechtskalender 1915 23. Januar bis 30. März --- Stellungskampf westlich der Somme 31. März bis 22. April --- Reserve der OHL und Transport nach Osten 23. bis 30. April --- Stellungskampf bei Gorlice-Tarnow 1. bis 3. Mai --- Schlacht bei Gorlice-Tarnow 4. bis 23. Mai --- Verfolgungskämpfe nach der Schlacht von Gorlice-Tarnow 16. bis 23. Mai --- Übergang über den San 24. bis 26. Mai --- Kämpfe bei Radymno und am San 27. Mai bis 7. Juni --- Kämpfe um Przemysl 17. bis 22. Juni --- Schlacht bei Lemberg 22. Juni bis 8. Juli --- Verfolgungskämpfe an der galizisch-polnischen Grenze 19. bis 30. Juli --- Schlacht bei Hrubieszow 1. bis 3. August --- Schlacht bei Cholm 7. bis 12. August --- Schlacht an der Ucherka 13. bis 17. August --- Schlacht bei Wlodawa 18. bis 24. August --- Angriff auf Brest-Litowsk 25. bis 26. August --- Einnahme von Brest-Litowsk 27. bis 28. August --- Verfolgung auf Kobryn 29. bis 31. August --- Verfolgung durch die Pripet-Sümpfe 31. August bis 1. September --- Schlacht bei Horodec 4. bis 6. September --- Schlacht bei Drohiczyn-Chomsk 8. bis 15. September --- Verfolgung nach Pinsk 16. September --- Einnahme von Pinsk 17. bis 18. September --- Gefechte bei Pinsk und Logischin ab 1. Oktober --- Stellungskampf in den Pripet-Sümpfen

1916 1. Januar bis 31. Dezember --- Stellungskampf in den Pripet-Sümpfen

1917 bis 1. Dezember --- Stellungskampf in den Pripet-Sümpfen 2. bis 7. Dezember --- Waffenruhe 8. bis 15. Dezember --- Transport nach Westen 16. bis 30. Dezember --- Reserve der OHL bei der Armeeabteilung C ab 30. Dezember --- Stellungskämpfe auf den Maashöhen bei Lamorvill-Spada und St. Mihiel

1918 bis 22. April --- Stellungskämpfe auf den Maashöhen bei Lamorvill-Spada und St. Mihiel 22. bis 28. April --- Reserve der OHL 29. April bis 7. Mai --- Reserve der 18. Armee 7. Mai bis 8. Juni --- Kämpfe an der Avre und bei Montdidier und Noyon 9. Juni bis 7. August --- Kämpfe an der Avre und an der Matz 8. bis 10. August --- Abwehrschlacht zwischen Somme und Avre (Teile der Division) 8. bis 9. August --- Tankschlacht zwischen Ancre und Avre (Teile der Division) 8. August bis 3. September --- Abwehrschlacht zwischen Somme und Oise 28. August bis 3. September --- Schlacht am Nordkanal und bei Nesle und Noyon 4. bis 18. September --- Kämpfe vor der Siegfriedfront 19. September bis 9. Oktober --- Abwehrschlacht zwischen Cambrai und St. Quentin 10. Oktober bis 4. November --- Kämpfe vor und in der Hermannstellung 17. bis 26. Oktober --- Kämpfe zwischen Oise und Serre 4. November --- Schlacht um Guise 5. bis 11. November --- Rückzugskämpfe vor der Antwerpen-Maas-Stellung ab 12. November --- Räumung des besetzten Gebietes und Marsch in die Heimat

Kommandeure Dienstgrad Name DatumDermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815-1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815-1939. Biblio Verlag. Osnabrück 1990. ISBN 3-7648-1780-1. S. 186.GeneralmajorKarl Friedrich Siegfried Fabarius24. Dezember 1914 bis 29. November 1915GeneralmajorDietrich Freiherr von Speßhardt30. November 1915 bis 12. August 1916GeneralmajorEberhard von Hofacker13. August bis 19. Dezember 1916GeneralmajorErich von Redern20. Dezember 1916 bis 1. November 1917GeneralmajorOskar Friedrich Alfred von Lorne de St. Ange2. November 1917 bis 2. Februar 1919

Literatur Ruhmeshalle unserer Alten Armee. Herausgegeben auf Grund amtlichen Materials des Reichsarchivs. Militär-Verlag. Berlin 1927. S. 72, 151. Histories of Two Hundred and Fifty-One Divisions of the German Army Which Participated in the War (1914–1918). United States War Office as War Department Document No. 905. Office of the Adjutant. 1920. S. 547–549.

Einzelnachweise

Reservedivision #::82 Kategorie:Gegründet 1914 Kategorie:Aufgelöst 1919