Fladengreuth (fränkisch: Graid bzw. Flohdn-graidE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 76. Dort folgendermaßen transkribiert: „graid“ bzw. „flōdngraid“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Rügland im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Fladengreuth liegt in der Gemarkung Unternbibert.

Geografie Im Weiler entspringt der Fladengreuther Graben, ein linker Zufluss der Bibert. 0,5 km südöstlich liegt das Weinskershölzl, 0,5 km nördlich liegt das Bergholz. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2245 (0,5 km nordwestlich) bzw. nach Unternbibert zur Kreisstraße AN 24 (1,5 km südöstlich).

Geschichte Der Ort wurde 1340 als „Ruetlin“ erstmals urkundlich erwähnt. Es handelte sich also um eine Siedlung, die durch Rodung des Waldes ermöglicht wurde. Erst 1505 wurde die Form „Fladengerewt“ bezeugt, wahrscheinlich um den Ort von anderen ähnlich lautenden Orten – etwa die 8 km weiter nördlich gelegenen Orte Wilhelmsgreuth und Jobstgreuth – besser unterscheiden zu können. Das Bestimmungswort „Fladen-“ verweist auf die flache Ebene.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 76.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Fladengreuth aus zwei Höfen und einem Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht, die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über beide Anwesen übte das Obervogteiamt Virnsberg aus.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 855.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Fladengreuth dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Buch und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Buch zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Am 1. Oktober 1821 wurde Fladengreuth mit Daubersbach und Kräft nach Unternbibert umgemeindet. Am 1. Januar 1977 wurde die Gemeinde Unternbibert im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Rügland eingemeindet.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1011.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2014Einwohner 32 37 48 37 43 37 42 49 39 34 35 23HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 6 6 8 8 5 7 6 7 Quelle

Religion Fladengreuth ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Unternbibert) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Rügland) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1340