Am 8. Dezember 1999 wurde in Berlin eine Drogen- und Suchtkommission beim Bundesministerium für Gesundheit mit anerkannten Personen aus Wissenschaft und Forschung konstituiert. Die Kommission sollte Empfehlungen für die Regierung erarbeiten, um eine Verbesserung der Suchtprävention zu ermöglichen. Der Bericht wurde am 4. Juni 2002 vorgestellt.

Zusammensetzung

Alexa Franke (für Rehabilitationspsychologie an der Universität Dortmund) Horst Bossong (Professor für Verwaltungswissenschaften, insbesondere Sozialverwaltung, an der Universität Essen) Gundula Barsch (Professorin mit dem Schwerpunkt Drogen und soziale Arbeit an der Fachhochschule Merseburg, Privatdozentin am Institut für Sozialpädagogik der Technischen Universität Berlin) Thomas Feltes (Rechts- und Erziehungswissenschaftler, Rektor an der Hochschule für Polizei in Villingen-Schwenningen; Vertretung des Lehrstuhls für Kriminologie an der juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum) Felix Gutzwiller (Direktor des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich) Cornelia Helfferich (Professorin für Soziologie an der Evangelischen Fachhochschule – Hochschule für Soziale Arbeit, Diakonie und Religionspädagogik Freiburg) Harald Hans Körner (Leiter der Zentralstelle für die Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität (ZfB) bei der Generalstaatsanwaltschaft beim Oberlandesgericht Frankfurt am Main) Karl-Artur Kovar (Geschäftsführender Direktor des Pharmazeutischen Institutes an der Universität Tübingen) Karl Mann (Lehrstuhl für Suchtforschung Zentralinstitut für seelische Gesundheit Mannheim Universität Heidelberg) Karl-Heinz Reuband (Professor für Soziologie, Methoden der empirischen Sozialforschung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) Rainer K. Silbereisen (Professor für Entwicklungspsychologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena und Adjunct Professor of Human Development and Family Studies, The Pennsylvania State University, USA) Klaus Wanke (Hochschullehrer an der Universitätsnerven- und Poliklinik, Bereich Psychiatrie des Saarlandes in Homburg).

Bericht der Drogen- und Suchtkommission In ihrem Bericht übte diese Kommission mitunter heftige Kritik an der Vorgehensweise der politisch Verantwortlichen und forderte neue Wege in der Drogenpolitik und empfahl zudem die ersatzlose Streichung bestimmter Paragraphen aus dem Betäubungsmittelgesetz. Wie üblich bei solchen Berichten kam gleich am Beginn des Dokuments die „wichtigsten“ Empfehlungen der Kommission an die Adresse der Bundesregierung. Darin forderte die Kommission von der Bundesregierung mehr Neutralität in der drogenpolitischen Diskussion und eine Abkehr von der einseitigen Propagierung einer drogenfreien Gesellschaft. Wörtlich heißt es diesbezüglich im Bericht auf Seite drei:

Weiterhin formulierte die Kommission in der „Zusammenfassung der wichtigsten Empfehlungen“ die erste Empfehlung an die Bundesregierung und dem Bundesministerium für Gesundheit mit den unmissverständlichen Worten auf Seite 38:

Siehe auch Drogenbeauftragter der Bundesregierung Drogen- und Suchtrat War on Drugs Drogenpolitik

Weblinks Stellungnahme der Drogen- und Suchtkommission zur Verbesserung der Suchtprävention, Autoren: Die Drogen- und Suchtkommission beim Bundesministerium für Gesundheit, Juni 2002, Amtlicher Bericht der Drogen- und Suchtkommission für das Bundesministerium für Gesundheit.

Einzelnachweise

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