Chillán Viejo (span.: altes Chillán) ist eine Stadt in Chile in der Provinz Diguillín in der Región de Ñuble. Chillán Viejo hat 32.688 Einwohnern (Stand 2024) und liegt in Zentralchile auf einer Höhe von 124 m.ü.N.N. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 292 km². Der seit 2021 amtierende Bürgermeister ist Jorge del Pozo Pastene.

Geschichte Die Ursprünge der Stadt gehen auf eine spanische Festung zurück, die 1579 erbaut wurde. Die Stadt wurde 1589 von Martín Ruiz de Gamboa gegründet. Nachdem die Siedlung 1751 verlegt wurde, zerstörte ein Erdbeben am 20. Februar 1835 den Ort weitestgehend. Der Wiederaufbau erfolgte an einem neuen Standort, aus dem das heutige Chillán hervorging, während die verbliebene Altstadt den Namen Chillán Viejo erhielt.Francisco Solano Astaburuaga y Cienfuegos: Diccionario geográfico de la República de Chile, S. 235–236

Der Ort gilt als Geburtsstätte des chilenischen Unabhängigkeitskämpfers und späterer Staatsgründer Bernardo O’Higgins (1778–1842). Aufgrund dieser historischen Bedeutung bezeichnet sich die Gemeinde als „Cuna de la Patria“ (deutsch: Wiege des Vaterlandes).

Sehenswertes In Erinnerung an dieses historische Ereignis wurde 1973 der Parque Monumental Bernardo O'Higgins im Stadtzentrum angelegt. Dort befindet sich ein Mausoleum mit den sterblichen Überresten seiner Mutter und Schwester, ein Kulturzentrum sowie ein großflächiges Mosaik, welches Szenen aus O’Higgins Leben darstellt. Das Mosaik der Künstlerin María Martner wurde als chilenisches Nationaldenkmal eingestuft.

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