Die SWD Powervolleys Düren sind eine Volleyball-Männermannschaft des Dürener Turnvereins, die in der Bundesliga spielt. Von 2001 bis Mai 2014 trat sie unter dem Namen evivo Düren an. Der nordrhein-westfälische Verein wurde dreimal deutscher Vizemeister und erreichte außerdem fünfmal das Endspiel des DVV-Pokals. Zudem vertraten die Dürener Deutschland international in der Champions League.

Team Spieler und Trainer Der Kader für die Saison 2026/27 besteht aus folgenden Spielern.

+ Kader – Saison 2026/27 Name Nr. Nation Größe Geburtsdatum im Verein seit Vertrag bisstyle="text-align:left;" 8 / 2,05 m AA 2023 2028style="text-align:left;" 7 1,97 m D 2025 2027style="text-align:left;" 9 1,90 m AA 2026 2027style="text-align:left;" 6 1,82 m L 2025 2027style="text-align:left;" 15 1,92 m Z 2026 2027style="text-align:left;" 13 1,96 m AA 2026 2027style="text-align:left;" 25 2,07 m D 2026 2027style="text-align:left;" 17 2,00 m MB 2025 2027style="text-align:left;" 22 2,10 m AA 2026 2027style="text-align:left;" 1 2,02 m AA 2025 2027style="text-align:left;" 5 2,08 m MB 2026 2027style="text-align:left;" 16 2,04 m Z 2026 2027style="text-align:left;" 10 1,96 m MB 2026 2027 : AA = Annahme/Außen, D = Diagonal, L = Libero, MB = Mittelblock, Z = Zuspiel, U = Universal

Neuzugänge 2026 Abgänge 2026 Spieler bisheriger Verein Spieler neuer Verein Marcin Ernastowicz Trinet Prata Joris Berkhout VfB Friedrichshafen Tobias Hosch WWK Volleys Herrsching Zac Hutcheson Karriereende Omar Hoyos Grupo Herce Soria Siebe Korenblek Alterna Stade Poitevin Andres Jefanov Selver x TalTech Gregor Pernuš Orion Doetinchem Paul Nusterer Union Volleyball Waldviertel Ryan Poole unbekannt Preslaw Petkow Folgore Massa Sjors Tijhuis Volley Haasrode Leuven Robert Viiber Centurions Narbonne Petteri Tyynismaa Fragolad Kagoshima Daniel Wetter Paris Volley Nico Wegner unbekannt

Cheftrainer ist seit 2024 der Belgier Christophe Achten. Er hat einen Vertrag bis 2029.

Team hinter dem Team Der ehemalige Spieler Goswin Caro fungiert als sportlicher Leiter der Bundesliga-Mannschaft. Für die medizinische Betreuung sind Dr. Jörn Hillekamp, der Chefarzt des St. Augustinus-Krankenhaus, die weiteren Ärzte Stefan Lukowsky, Manuela Schulz und Mike Melchert zuständig. Hinzu kommen die Physiotherapeuten Jonas Runge, Oliver Francke und Yannick Grainer.

Geschichte mini|Alte Trikots und Plakate, ausgestellt bei der Jubiläumsfeier „50 Jahre Volleyball in Düren“

1965–1980 – Von der Gründung bis zur Zweiten Liga mini|Logo des Stammvereins Dürener TV Die Geschichte des Dürener Volleyballs begann 1965 mit einer Schul-AG am Naturwissenschaftlichen Gymnasium (heutiges Wirteltor-Gymnasium). Volleyballer aus der Gruppe des Lehrers Bernd Malzbender gründeten damals die Volleyball-Abteilung beim Dürener Turnverein 1847. Zu dieser Gruppe gehörten u. a. der heutige sportliche Leiter Goswin Caro und Josef Kaulen, der heute in der Geschäftsstelle arbeitet. Mit dem Einstieg der Firma Peterhoff begann 1970 die wirtschaftliche Entwicklung. Das Unternehmen wurde zum Hauptsponsor, während der heutige Chef Erich Peterhoff junior und sein Bruder Andreas auch als Spieler für Düren aktiv waren. 1972 kamen Volleyballer der University of Calgary, die „Dinos“, zu einem Trainingsspiel nach Düren. Ein Jahr später erfolgte der Gegenbesuch in Kanada. Daraus entstand eine bis heute anhaltende Freundschaft, die mehrere kanadische Trainer und Spieler nach Düren brachte. Wenige Wochen nach der Reise schaffte der DTV erstmals den Aufstieg in die Zweite Bundesliga. Das entscheidende Spiel gewann die Mannschaft mit Trainer Jean Janssens vor 1200 Zuschauern in der Halle der Kaufmännischen Schulen.

1980–1996 – Zwischen Erster und Zweiter Liga 1980 stieg Düren zum ersten Mal in die Erste Bundesliga auf. Der Niederländer Leo Richardson spielte als erster Ausländer beim DTV. Trotz eines Sieges am letzten Spieltag verpasste die Mannschaft den Klassenerhalt. In den folgenden Jahren schafften die Dürener um Zuspieler Hans-Jörg Feltes noch mehrmals den Aufstieg. In der Saison 1992/93 unterlagen sie in der Relegation. 1994/95 erreichten sie zwar den vierten Platz im DVV-Pokal, aber in der Bundesliga mussten sie als Neunter nach der Hauptrunde wieder absteigen. Ein Jahr später gelang die sofortige Rückkehr in die erste Liga.

1996–1999 – Professionalisierung und erste Erfolge 1996 verpflichtete der Dürener TV Michael Mücke als neuen Trainer. Zugleich wurde das Personal erweitert und die Geschäftsstelle modernisiert, um den Verein professioneller zu organisieren. Außerdem wurde am 20. August 1996 auf Initiative von Helmut Schmitz und Hermann Notthoff der Fanclub „Moskitos“ gegründet. Spieler wie Jörg Ahmann, der erste deutsche Olympia-Medaillengewinner im Beachvolleyball, der aus Kasachstan stammende Franz Zacharias und Rüdiger Bauer prägten diese Zeit. Für besondere Aufmerksamkeit in den Medien sorgte der DTV als Gastgeber des Final-Four-Turnier im DVV-Pokal, das am 25./26. Januar 1997 in Birkesdorf ausgetragen wurde. Die Gastgeber belegten den vierten Platz. In der Bundesliga gelang ihnen mit zwei Siegen in der Relegation gegen den TV Biedenkopf und den USC Münster erstmals der Klassenerhalt. In den nächsten beiden Spielzeiten war der DTV ebenfalls in der Relegation erfolgreich und etablierte sich damit in der Bundesliga. Nach der Saison 1998/99 verkündete Michael Mücke seinen Abschied und wechselte nach Wuppertal.

1999–2004 – Pokalendspiele und Europapokal Die Dürener nutzten nun ihre in den 1970er Jahren entstandenen Kontakte nach Kanada. Mit Frank Enns, Keith Hansen und Brian Gavlas arbeiteten in den folgenden drei Jahren jeweils kanadische Trainer beim Bundesligisten. In der Saison 1999/2000 qualifizierte sich Düren erstmals für die Playoffs der Bundesliga. Dies ist dem Verein seitdem jedes Jahr gelungen. Beim ersten Mal erreichte der DTV dabei gleich das Spiel um den dritten Platz, das gegen den SV Bayer Wuppertal verloren ging. In der folgenden Saison 2000/01 durfte die Mannschaft erstmals im Europapokal starten. In der ersten Runde des CEV-Pokals verlor sie mit 2:3 und 1:3 gegen Innsbruck. Erfolgreicher war sie im DVV-Pokal, als sie erst im Finale dem Gastgeber VfB Friedrichshafen mit 1:3 unterlag. Die Bundesliga-Saison schloss Düren nach einer Niederlage im Spiel um den dritten Platz gegen den SCC Berlin erneut als Vierter ab. 2001 wurde die Mannschaft nach einem Energieprodukt des Hauptsponsors Stadtwerke Düren in evivo Düren umbenannt. Im CEV-Pokal 2001/02 nahm sie an einem Vorrundenturnier in Montpellier teil. Dort schaffte sie nach Niederlagen gegen die Gastgeber (0:3) und Gran Canaria (1:3) einen 3:1-Sieg gegen den portugiesischen Teilnehmer Funchal. Im DVV-Pokal erreichte evivo zum zweiten Mal in Folge das Finale gegen Friedrichshafen, das diesmal in Riesa ausgetragen wurde und wieder mit einem Sieg des VfB endete. 2002 kam Bernd Werscheck, der zuvor bereits als Co-Trainer in Düren gearbeitet hatte, als Cheftrainer zu evivo. In der Saison 2002/03 musste sich seine Mannschaft sowohl im Playoff-Viertelfinale als auch im Pokal-Achtelfinale dem Ligakonkurrenten aus Wuppertal geschlagen geben. Ein Jahr später gelang den Dürenern in den Playoff-Spielen um den dritten Platz die Revanche.

2004–2008 – Vizemeister und Champions League 2004 zogen die Dürener Volleyballer vom Burgau-Gymnasium in die neu errichtete Arena Kreis Düren um. Seitdem können rund 2500 Zuschauer die Heimspiele verfolgen. Im November 2004 war evivo Gastgeber des Vorrundenturniers im CEV-Pokal. Die Dürener konnten sich mit Siegen gegen den TSV Hartberg (Österreich) und Brčko (Bosnien) trotz einer Niederlage gegen Rivijera Budva (Serbien und Montenegro) durchsetzen und erreichten das Achtelfinale gegen Tourcoing Lille Métropole, in dem sie mit einem 3:2 und 0:3 unterlagen. Im Playoff-Halbfinale der Bundesliga setzte sich evivo nach einem 3:0-Sieg in Berlin auch vor heimischem Publikum mit 3:2 gegen den Titelverteidiger durch und qualifizierte sich somit erstmals für das Playoff-Finale, das Düren nach drei Niederlagen gegen Friedrichshafen als deutscher Vizemeister beendete.

Als Vizemeister nahmen die Dürener in der Saison 2005/06 erstmals an der Champions League teil. Im ersten Spiel fehlte dem Neuling beim Matchball im dritten Satz auswärts gegen Sisley Treviso nur ein Punkt zum Sieg. Gegen die hotVolleys Wien und Noliko Maaseik gab es anschließend jeweils einen Sieg und eine Niederlage für die Mannschaft um Sven Anton, Ilja Wiederschein und Till Lieber. Lediglich gegen AS Cannes gingen beide Partien verloren. Zum Abschluss gewann Düren in der Bonner Hardtberghalle mit 3:2 gegen Treviso. Heriberto Quero avancierte mit den 41 Punkten, die er in diesem Spiel erzielte, zum besten Angreifer der Champions-League-Vorrunde. Durch die Live-Übertragungen aller Spiele beim Pay-TV-Sender Premiere konnte der Verein außerdem seine mediale Präsenz verstärken. Im DVV-Pokal verpasste evivo mit einer Halbfinal-Niederlage gegen den Moerser SC das erstmals im Gerry-Weber-Stadion ausgetragene Endspiel. In der Bundesliga erreichten die Dürener hingegen erneut das Playoff-Finale, das sie erst nach fünf Spielen gegen Friedrichshafen verloren.

mini|Evivo Düren vor dem Champions-League-Spiel auf Mallorca 2006/07 spielte Düren mit dem neuen Trainer Mirko Culic zum zweiten Mal in der Champions League. Dem deutschen Vizemeister gelangen zwei Siege gegen Innsbruck und ein Erfolg gegen OK Budućnost Podgorica (Montenegro), während die anderen Spiele gegen Tours VB, VK Lokomotiv-Belogorje und Portol Palma Mallorca verloren gingen. Im DVV-Pokal scheiterte evivo wieder an Moers scheiterte. Hingegen schaffte die Mannschaft in der Bundesliga zum dritten Mal in Folge den Einzug ins Playoff-Finale, indem sie sich wieder im Halbfinale gegen Berlin durchsetzte. Der neue Champions-League-Sieger Friedrichshafen gewann diesmal alle drei Spiele zu null.

mini|Siegerehrung beim DVV-Pokalfinale 2008 In der Saison 2007/08 verzichteten die Dürener wegen des großen finanziellen Aufwands auf die Champions League und traten deshalb im CEV-Pokal an. Nachdem sie dort in der ersten Runde gegen Wkret-Met Domex Częstochowa ausgeschieden waren, durften sie noch die dritte Runde im Challenge Cup spielen, in der es ebenfalls zwei Niederlagen gegen Beauvais Oise UC gab. Während die Bundesliga-Saison diesmal bereits im Viertelfinale gegen Generali Haching endete, war evivo im DVV-Pokal erfolgreicher. Düren qualifizierte sich für das Finale in Halle und unterlag Friedrichshafen im Tie-Break.

Seit 2008 – Konsolidierung und neue Erfolge Da der Verein durch die Teilnahmen an der Champions League und die damit verbundenen Verpflichtungen (Fernsehzeiten etc.) Schulden hatte, musste evivo in den folgenden Jahren sparsamer agieren. Der bisherige Spieler Sven Anton wurde Cheftrainer. Die Saison 2008/09 endete für Düren in der Bundesliga (gegen Berlin) und im DVV-Pokal (gegen Haching) jeweils im Viertelfinale. Ein Jahr später kam die Mannschaft ins Playoff-Halbfinale, in dem sie Haching unterlag. Die Süddeutschen waren auch der Gegner beim DVV-Pokalfinale. Im Endspiel konnten die Dürener einen 2:0-Vorsprung nicht nutzen und verpassten den ersten Titel der Vereinsgeschichte.