miniatur|Der kreuzfidele Kupferschmied: Trio-Einleitung miniatur|Kupferschmied: Trio, Strophe miniatur|Kupferschmied: Trio, Refrain Heinrich Friedmann (* 27. Juli 1866 in Posen; † 4. Oktober 1942 im Ghetto Theresienstadt) war ein deutscher Komponist und Musikverleger.

Zahlreiche Werke veröffentlichte Friedmann unter Pseudonymen. Zu diesen zählen Arthur (Artur) Melba, Heinrich Werner, Carl Peter (Peters) und Heinrich Mannfred (Manfred). Unter letzterem Namen lebte er auch in Berlin und taucht damit u. a. von 1899 bis 1934 in dortigen Adressbüchern auf.

Unter dem Pseudonym Carl Peter veröffentlichte Friedmann 1881 den populären Marsch Der kreuzfidele Kupferschmied. Neben den typischen Merkmalen von Marschmusik enthält das Stück im Trio Passagen, die gesungen, mit dem Amboss gespielt und gepfiffen werden sollen. Der Marsch erschien 1883 in einer BlasmusikausgabeBlasmusikausgabe erschienen bei Potschappel, Bellmann & Thümer. Hofmeisters Handbuch der Musikliteratur, Juni 1883, Seite 114. und 1888 für Bandoneon.Ausgabe für Bandoneon: Hofmeisters Handbuch der Musikliteratur, Oktober 1888, Seite 419 Er wurde international populär, in englischsprachigen Ländern unter dem Titel The Jolly Coppersmith,The jolly coppersmith, Allan & Co., Melbourne 1891 oder 1892. Digitalisierte Notenausgabe in der National Library Of Australia im Französischen als Le Joyeux Forgeron und auf Schwedisch Den glade kopparslagaren. Das Thema wurde mehrfach als Filmmusik eingesetzt, darunter in dem schwedischen Film Fräulein Julie.Svensk Filmdatabas: Der kreuzfidele Kupferschmied

Friedmann lebte in Berlin und wurde im April 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Dort ist er am 4. Oktober 1942 gestorben. Auf der Todesfallanzeige wurde, wie dort üblich, Enteritis Darmkatarrh vermerkt.

Werke (Auswahl) Der kreuzfidele Kupferschmied. Humoristischer Marsch für Pianoforte mit Gesang ad libitum, Op. 70.Der kreuzfidele Kupferschmied, Humorist. Marsch f. Pfte (m. Gesang ad lib.) Danzig, Lau: Hofmeisters Handbuch der Musikliteratur, November/Dezember 1881, Seite 297. Bei der frischen kühlen Blonde. Schnell-Polka f. Orch. Dresden, Seeling, Op. 86.Bei der frischen kühlen Blonde: Hofmeisters Handbuch der Musikliteratur, Februar 1887, Seite 74 Erinnerung an Franz Abt, Op. 115 Paraphrase über das Lied „Die Uhr“, Op.120 Paraphrase über das Lied „Noch sind die Tage der Rosen“, Op.116 Die schönste Erinnerung, Op.113 Du Allein, Op.112 Carmencita, Op.131

Weblinks

Heinrich Friedmann im Lexikon verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit Heinrich Friedmann im International Music Score Library Project Heinrich Friedmann im Gedenkportal des Gedenkstätte Theresienstadt Heinrich Friedmann im Gedenkbuch des Bundesarchivs Heinrich Friedmann im Répertoire International des Sources Musicales

Einzelnachweise

Kategorie:Todesopfer im Ghetto Theresienstadt Kategorie:Person (Judentum) Kategorie:Komponist (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1866 Kategorie:Gestorben 1942 Kategorie:Mann