mini|Erlöserkirche vom Servatiiplatz aus gesehen mini|Seitenansicht
Die Erlöserkirche () ist die Kirche der evangelischen Erlöserkirchengemeinde in Münster.
Geschichte Das Kirchengebäude wurde in den Jahren 1949–1950 nach einem Entwurf des Architekten Otto Bartning als Notkirche erbaut. Bartning war nach dem Zweiten Weltkrieg Leiter der Bauabteilung des Evangelischen Hilfswerkes in Neckarsteinach. Unter seiner Leitung entstanden zwei Serienkirchenprogramme und drei Typenentwürfe als Vorlagen für zahlreiche sog. Bartning-Notkirchen in Deutschland. Die Typenvorlage wird auch in der Gestaltung der Erlöserkirche in Münster sichtbar.vgl. dazu die Website der Kirchengemeinde
Die Erlöserkirche steht auf den Fundamenten der neoromanischen Vorgängerkirche (die auch schon Erlöserkirche genannt wurdeGeschichte der Erlöserkirche), die in den Jahren 1898–1900 nach Plänen des Architekten Karl Siebold aus Bethel bei Bielefeld erbaut worden war und im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Von der Vorgängerkirche stammt nur ein ca. 15 m hoher „Stumpf“ des Glockenturms, der der Kirche seitlich vorgelagert ist. Er beherbergt drei recht große Gussstahlglocken, die auf das Te-Deum-Motiv h°-d′-e′ gestimmt sind.
Die Kirche ist inzwischen denkmalgeschützt. Es handelt sich um einen schlichten, einschiffigen Backsteinbau mit angedeuteten Seitenschiffen – für Notkirchen eher unüblich –, die dem Kircheninneren einen basilikalen Charakter verleihen.
Ausstattung Das Kircheninnere ist recht schlicht und weitgehend schmucklos gehalten. Es dominieren der terracotta-farbene Fußboden und die schlichte Holzdeckenkonstruktion.
Orgel Eine Besonderheit ist die große Orgel, die in den Jahren 1998–1999 von der Manufacture d’orgues de Bruxelles s. a. Patrick Collon erbaut worden ist, auf Betreiben des damaligen Kirchenmusikdirektors Winfried Berger. Das „europäisch zugeschnittene“ Schleifladen-Instrument enthält französische, süddeutsche, mitteldeutsche, italienische und spanische Register. Es hat insgesamt 38 Register auf zwei Manualen und Pedal. Die Trakturen sind mechanisch.Informationen zur (PDF-Datei; 166 kB)
I Manual C–g3 Nebenwerk 1. Offenflöte 8′ 2. TraversflöteC-f0 aus Offenflöte (Nr. 1) 8′ 3. Principal 4′ 4. Nasat ′ 5. Flageolet 2′ 6. Terz ′ 7. Mixtur III 8. Cromorne 8′ Echowerk 9. Salicional 8′ 10. Unda maris (ab fis0) 8′ 11. QuintadeC-H aus Salicional (Nr. 9) 8′ 12. Fugara 4′ 13. Hautbois (ab cis1) 8′ 14. Voix Humaine 8′ II Hauptwerk C–g3 15. PrinzipalC-f0 aus Bordun (Nr. 16) 16′ 16. Bordun 16′ 17. Principal 8′ 18. Voce umana (ab d1) 8′ 19. Copel 8′ 20. Octave 4′ 21. Flöte 4′ 22. Quinte ′ 23. Octave 2′ 24. Terz ′ 25. Quinte ′ 26. Mixtur IV–V 27. Cornet V (ab cis1) 8′ 28. Trompette 8′ 29. Bajoncillo 4′ 30. Clarin 8′ Pedal C–f1 31. Bordunbass 32′ 32. Contrabass 16′ 33. Subbass 16′ 34. Flötenbass 8′ 35. Violonbass 8′ 36. Oktavbass 4′ 37. Posaunenbass 16′ 38. Trompetenbass 8′ 39. Clarinbass 4′ Koppeln: Manualschiebekoppel I/II, Kurze Oktavkoppel (I), I/P, II/P Nebenregister: Tremulant, Nachtigall, Kuckuck, Donner Anmerkungen:
Von dieser Orgel existiert ein komplettes Sampleset.
Einzelnachweise
Weblinks Website der Erlöserkonzerte Erlöserkirchengemeinde
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