Als Telefonbild bezeichnet man eine Methode zum Erstellen von Bildern, die László Moholy-Nagy in den 1920er Jahren entwickelte.

Verfahren

Moholy-Nagy übermittelte 1922 – wie die Bezeichnung bereits andeutet – per Telefon ausgewählte Farbmuster und Formen mit Hilfe von Millimeterpapier; am anderen Ende der Leitung, in einer Schilderfabrik, wurden die „Bilddaten“ des Telefonbildes EM 2 wieder auf Millimeterpapier fixiert und anschließend in Porzellanemaille ausgeführt.

Moholy-Nagy beschreibt sein Verfahren folgendermaßen:

Eine weitere Beschreibung stammt von Sibyl Moholy-Nagy, der zweiten Frau des Künstlers:

Bedeutung

Es handelt sich bei Moholy-Nagys Telefonbildern um die ersten Medienkunstwerke der Kunstgeschichte.

Das Konzept wurde in der Ausstellung Art by Telefone im Museum of Contemporary Art in Chicago im Jahr 1969 wieder aufgegriffen.

Siehe auch

Errechnetes Bild Konzeptkunst Ready made

Literatur

László Moholy-Nagy: The New Vision and Abstract of an Artist. New York: Wittenborn 1947 László Moholy-Nagy: Malerei, Fotografie, Film. 1925 (engl. Ausg. Painting, Photography, Film). Massachusetts: MIT Press 1987 Sibyl Moholy-Nagy: Moholy-Nagy. Experiment in Totality. Massachusetts: MIT Press 1969

Weblinks

https://www.ekac.org/aspekte.html – Aspekte einer Ästhetik der Telekommunikation (von Eduardo Kac)

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