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Ensembles

Ensemble Rosenstraße mini|Rosenstraße in Tegernsee Der rechten Uferseite des Alpbaches folgend, liegt die Rosenstraße zwischen dem ehemaligen Klosterbereich der Benediktinerabtei Tegernsee und der alten Gemarkung Hoffeld. Spätestens seit dem 18. Jahrhundert errichteten hier im Kloster beschäftigte Handwerker ihre Wohnstatt. Diese Tradition wurde auch nach der Säkularisation beibehalten, da sich die folgende, fremdenverkehrsbezogene Bauentwicklung Tegernsees im 19. Jahrhundert vorwiegend in Ufernähe bzw. in Sichtbeziehung zum See vollzog.

Vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden an der Nordseite der Rosenstraße, neben den bereits bestehenden Anwesen Rosenstraße 11/13, zumeist giebelseitig gestaffelte Wohn- und Geschäftshäuser, die auf der Südseite der Straße zum Alpbach kleine Gärten besaßen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden dann auch die Grundstücke auf der Südseite der Straße bebaut. Die um die Jahrhundertwende – zumeist von dem in Tegernsee ansässigen Baumeister Lorenz Hofmann – errichteten Gebäude wurden dabei sämtlich im Sinne eines Heimat- oder Gebirgsstils gestaltet. Der bis zu diesem Zeitpunkt nicht ortsübliche Haustyp des Wohn- und Geschäftshauses sollte durch dieses Stilmittel – hölzerne Balkenköpfe, Front- und Giebellaube, verbrettertes Giebelfeld, Standerker und Lüftlmalereien – an den Typus oberbairischer Bauernhäuser angeglichen werden. Selbst bereits bestehende Gebäude, wie die Anwesen Rosenstraße 11/13, wurden in diesem Sinne umgestaltet. Charakteristisches Beispiel hierfür sind die Versetzung eines Bildstockes aus dem 16. Jahrhundert in den Vorgarten eines Geschäftshauses sowie das Anpflanzen von Nadelbäumen.

Außerhalb der reinen Fremdenverkehrszone entlang der Uferstraße mit ihren Sommerfrisch- und Landhäusern, den Villen, Hotels und Fremdenpensionen entstand das kleine Geschäftszentrum in der Rosenstraße als neu geschaffener „alter Dorfkern“, der seine äußere Gestalt der umgebenden Fremdenverkehrswelt und ihrer vorgeprägten Vorstellung eines oberbayerischen Dorfes entsprechend abgestimmt hat.

Aktennummer: E-1-82-132-1

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Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Tegernsee

Anmerkungen

Literatur

Weblinks

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