Schlegel ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Köditz im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Schlegel hat eine Fläche von 2,810 km². Sie ist in 292 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9623,50 m² haben.
Geografie Das Dorf liegt auf einem Höhenzug des Frankenwaldes. Gemeindeverbindungsstraßen führen 1,3 km nordöstlich zur Staatsstraße 2692 bei Brandstein, 1,3 km östlich ebenfalls zur St 2692 und 1,2 km südlich zur Bundesstraße 173 bei der Anschlussstelle 32 der Bundesautobahn 9.
Geschichte Im Dorf befindet sich ein ehemaliges Burggut, zugleich ein Vorwerk der Burg in Brandstein. Als Lehen der Vögte von Weida wurde „Schlegl“ 1335 im Besitz der Familie von Weißelsdorf erstmals urkundlich erwähnt. Später war es ein Besitz der Familien von Dobeneck, Kotzau und Waldenfels.O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 560. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schlegel aus einem Schloss und 23 Anwesen.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 93.
Von 1797 bis 1810 unterstand Schlegel dem Justiz- und Kammeramt Hof. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde der Ort bayerisch. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Schlegel dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Berg zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Schlegel. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Hof zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Hof (1919 in Finanzamt Hof umbenannt). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand es dem Patrimonialgericht Brandstein. Ab 1862 gehörte Schlegel zum Bezirksamt Hof (1939 in Landkreis Hof umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Hof (1879 in Amtsgericht Hof umgewandelt). 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 2,509 km². Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Schlegel am 1. Mai 1978 nach Köditz eingemeindet.
Baudenkmäler Scheibenweg 3: Ehemaliges Burggut
Einwohnerentwicklung Gemeinde Schlegel Jahr 1799 1819 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987Einwohner 149 229 177 189 186 212 223 222 235 241 240 227 233 225 225 217 246 274 293 289 372 333 321 274 313 265HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1799 werden diese als Häuser bezeichnet, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 25 37 40 40 40 45 47 52 76Quelle
Religion Schlegel ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakobus (Berg) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Köditz) Kategorie:Ort im Landkreis Hof Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Hof) Kategorie:Gemeindegründung 1812 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Hof Kategorie:Ersterwähnung 1335