mini|TRIDEC Projektlogo TRIDEC – Collaborative, Complex and Critical Decision-support in Evolving Crisis ist ein gemeinsames Forschungs- und Entwicklungsprojekt von 10 europäischen Forschungsinstituten, Unternehmen und Universitäten. Im Rahmen von TRIDEC sollen innovative Technologien zur Unterstützung von Entscheidungsprozessen im Erdmanagement der Zukunft erforscht und entwickelt werden.
Das Projekt wird im 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union in der Förderlinie Kooperation/ICT unter dem Thema „Intelligentes Informationsmanagement“ mit 6,8 Millionen Euro gefördert.
Software In TRIDEC werden neue Architekturen und Werkzeuge entwickelt, um Krisensituationen zu überwinden und Schäden oder negative Einflüsse nach Möglichkeit durch angepasste Entscheidungen abzuwehren.
Zentrale Herausforderung ist die Konzeption und Entwicklung einer offenen Plattform für interoperable Dienste, die ein intelligentes, ereignisgesteuertes Management von sehr großen Datenmengen und vielfältigen Informationsflüssen in Krisensituationen ermöglicht. Darauf aufbauend wird in TRIDEC eine Software-Umgebung entwickelt, die eine effiziente Zusammenarbeit von Entscheidungsträgern bei komplexen, zeitkritischen Entscheidungsprozessen unterstützt. (PDF; 201 kB) In: ISESS 2011, June 2011, Czech Republic.
Anwendungsfelder Der technologische Ansatz wird in zwei Anwendungsfeldern demonstriert, die sich beide durch das Auftreten extrem großer Datenmengen auszeichnen. Im ersten Anwendungsszenario geht es um das Management von Krisen, die durch Naturkatastrophen hervorgerufen werden. Als Beispiel dient hier ein synthetisch erzeugtes Tsunami-Szenario für das Mittelmeer.Gefahr von Riesenwellen: Bürokraten vermasseln Europas Tsunami-Warnsystem. Spiegel online, 8. April 2011.
Das zweite Anwendungsszenario setzt den Fokus auf Krisensituationen, wie sie bei der Erschließung des Untergrundes durch Bohrungen auftreten können, einer für Geologen außerordentlich wichtigen, jedoch überaus teuren Aufschlussmethode. Bohrungen werden unter Verwendung von Sensornetzwerken permanent überwacht und Störungen im Bohrbetrieb frühzeitig ermittelt. Hierdurch werden Verluste und Schäden verhindert und die Sicherheit des Personals auf Bohranlagen sichergestellt.
Projektpartner Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ), Deutschland University of Southampton (IT-Innovation), Großbritannien Queen Mary and Westfield College, Großbritannien Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH (Joanneum), Österreich Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der Angewandten Forschung e.V. (IOSB), Deutschland Thonhauser Data Engineering GmbH, Österreich Q-Sphere Limited, Großbritannien Instituto de Meteorologia, Portugal Alma Mater Studiorum-Universita di Bologna (UNIBO), Italien Boğaziçi Üniversitesi, Kandilli Observatory and Earthquake Research Institute (KOERI), Türkei
Zahlen und Fakten Koordination: GFZ Fördernummer: 258723 Projekttyp: Collaborative project (Large scale Integrating Project) Projektstart: 1. September 2010 Laufzeit: 36 Monate Projektende: 31. August 2013 Budget: 9 Millionen Euro EU-Förderung: 6,8 Millionen Euro
Einzelnachweise
Weblinks tridec-online.eu ICT-Forschung im 7. Forschungsrahmenprogramm der EU Tsunami impact and Tsunami Early Warning Systems
Kategorie:Forschungsprojekt in FP7 Kategorie:Abkürzung