mini|Zenit-E mit Helios 44-2, je aus 1983 mini|Zenit 12, 1983–1994, etwa 95.000 Stück; Exportmodell 12xp über 1,5 Millionen Stück Zenit () ist eine Markenbezeichnung für Fotoapparate aus der Sowjetunion; sie wurden gefertigt in der Mechanischen Fabrik Krasnogorsk (Krasnogorski Mechanitscheski Sawod, KMZ) sowie in der Optisch-mechanischen Fabrik Belarus (Belorusskoe Optiko-Mechanitscheskoe Objedinenie, BelOMO), die aus einem Zusammenschluss der Minski Mechanitscheski Sawod (MMZ) und der Vilieka Belarus entstand.
Zenit stellt seit 1951 oder 1952 Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektiven, die von der Leica II abgeleitet wurden. Dazu wurde ein Spiegelkasten „angebaut“. Dementsprechend verfügten die ersten Zenit-Kameras auch über einen Objektivanschluss M39x1 wie die Leica. Die Objektive können aber wegen des unterschiedlichen Auflagemaßes nicht an der Leica verwendet werden.
Die Kameras der Zenit-E-Modellreihe gehören mittlerweile zu den am häufigsten verkauften Fotoapparaten der Welt.
BelOMO produziert heute in einem Gemeinschaftsunternehmen mit Carl Zeiss optische und mechanische Einzelteile, Baugruppen und Geräte.
Prototypen Zenit-L (Prototyp einer Spiegelreflexkamera, vermutlich 1955–1956) Zenit Kristall 2, 1961 und 1964: schon der erste Prototyp hatte einen Rückschwingspiegel, der erst 1967 bei der Zenit-E in Serie ging. Zenit-D-Automat, 1967–1970, Prototypen mit teillackiertem Gehäuse, technische Fortschritte, zum Beispiel die 1/1000 Sek als kürzeste Verschlusszeit, gingen in die Zenit-18/19 ein Zenit-T1, 1978, Vorserie der Zenit-19 Zenit-22 (Prototyp, 1984–1985)
Modellreihen mini|rechts|Eine klassische Zenit E, von der über 8,5 Millionen hergestellt wurden, mit Helios-44-2 -Objektiv, Baujahr 1971 miniatur|rechts|Zenit-TTL für den westlichen Markt, lateinische Beschriftung, 1977–1984 mini|Zenit Automat, 1984–1994 Zenit, 1952–1956, Spiegelreflexkamera, abgeleitet von der Schraub-Leica II D Zenit-C, 1955–1961: entspricht erstem Modell, aber zusätzlich Blitzsynchronisation Zenit-3, 1960–1962, Schnellspannhebel, Stückzahl etwa 82.000 Zenit Kristall, 1961–1962 Zenit-3M, 1962–1970, aufklappbare Rückwand Zenit-4, Zenit-5, Zenit-6 (1964–1968, Spiegelreflexkamera), Zenit-E (Produktion zwischen 1965 und 1986; ausgestattet zunächst mit zm39-Schraubgewinde, später mit M42-Gewinde; die KMZ fertigte rund 3,5 Millionen Zenit-E-Kameras, die MMZ stellte zwischen 1973 und 1986 zumindest weitere rund 5 Millionen her) (Gegebenenfalls Link Kameratyp Zenit E aufrufen), erstmals 1967 mit Rückschwingspiegel Untertypen E-Serie: ES, EM, ET, MTL, SLX Das seltenere Modell Zenit B, 1968–1977, über 888.000 Exemplare, entspricht dem Modell E, nur fehlt der Selen-Belichtungsmesser; weitere ähnliche waren die Zenit-B-Global, Zenit-BM, 1972–1973 und die Zenit-BE2 Zenit-7, 1967–1970, nur etwa 3.000 Stück Zenit-16, 1973–1977, 1/1000 Sekunde Zenit-TTL, 1976–1985, über 1,6 Millionen Exemplare Zenit-TTL MMZ Zenit-TL-E, 1977, Vor- oder Kleinserie etwa 200 Stück Zenit Surprise, 1979–1990, modifizierte Zenit 19 Zenit-18, Zenit-19 (1980 bzw. 1979–1987) M42-Anschluss; Zenit 19 fast 122.000 Stück Zenit-10, (1981–1982), Zenit-11 (1981–1990, M42-Anschluss; Stückzahl über 1,5 Millionen) Zenit-12, 1983–1994, verbesserte Zenit-TTL Zenit FS-12 Fotosnaiper (1982–1990, Kamera Zenit 12, Set) Zenit-12XP (1983–2000, Exportmodell, über 1,5 Millionen Stück), 12XL, 12XS, 12PRO, 12XSL, 12CD (ab 1983, Bauende unsicher) Zenit-15, 1984–1985, lediglich etwa 4.000 Stück, Zenit-15M, Zenit-15M Elite Zenit Automat, 1984–1994: Pentax K-Bajonett, sowjetischer Mikroprozessor für Export Motorola-Prozessor; etwa 68.000 Stück Zenit-14, 1987–1990, LED-Belichtungsanzeige, Pentax K-Bajonett, lediglich etwa 565 Stück Zenit-AM (1988–1995), Zenit-AM-2, Nachfolger des Automat Zenit-21XS, etwa 1990, kürzeste Verschlusszeit 1/500 Sekunde Zenit-130 (1998)
mini|Eine Zenit 122 Modelle ab 1990 (KMZ):
Zenit 122 (1990, Kunststoffgehäuse) 122b (ohne Selbstauslöser), 122k Pentax-K Anschluss; zwei Anniversary-Versionen 1992 und 1995 Zenit-212k, 1994 Zenit-312m, 1998 Zenit-412DX, 412LS (2002), Zenit-KM, KM2 (2001–2004), kürzeste Verschlusszeit 1/2000 Sek.sovietcams.com, Zenit, abgerufen am 27. November 2021. Zenit-KM plus (2005), ebenso 1/2000 Sek.
Panoramakameras der Marke „Horizon“ mini|Zenit „Horizon 202“ Panoramakamera für 35-mm-Kleinbildfilm verschiedene Kompaktkameras Zenit-510, 520, 610, 620 Objektive der Marke Zenitar
Einige Modelle aus der Zenit E-Modellreihe wurden in Deutschland von Foto Quelle unter dem Label Revueflex (1968–1971), Revueflex-E (1969–1976), Revueflex-EM (bis 1976) vermarktet. In den USA werden Kameras aus der Zenit EM-Modellreihe von Paul Klingenstein und Henry Froehlich importiert und als Cosmorex SE verkauft.
Literatur
Jean Loup Princelle: The Authentic Guide to Russian & Soviet Cameras. Hove Foto Books 2002. ISBN 1-874031-68-1 Yrrah Kesardnov: Russische Kameras 1930-1990, ein Nachschlagwerk. (Selbstverlag) 1993 – Vorstellung von 66 klassischen Kameras Isaak S. Maizenberg: First complete guide to 110 Russian cameras. Chicago, USA D. Bunimovitch: Russian cameras. Moskau 1950
Weblinks
Website der Krasnogorskyy Zavod (KMZ) Website für Sammler sowjetischer Kameras Zenit Fan Page: Zenit-E, The Classic SLR (von Tom A. H. Piel)
Zenit Cameras Zenit und weitere russische Kameras Fotosnaiper in der Sammlung des Deutschen Spionagemuseums
Quellen
Kategorie:Fotounternehmen Kategorie:Wirtschaft (Sowjetunion)