rahmenlos|rechts|hochkant=0.3|Wappen v. Spilcker. Burchard Christian von SpilckerEduard Maria Oettinger, Hugo Schramm-Macdonald: Spilcker (Burchhard Christian v.). In: Moniteur des Dates. Contenant un million de renseignements biographiques, généalogiques et historiques. Supplément, commencé par Édouard-Marie Oettinger, considerablement augementé et continué jusqu'à nos jours, rédigé et èdité par Dr. Hugo Schramm. 7. Teil des Gesamtwerkes, erster Teil der Ergänzungen, in Kommission bei dem Buchhändler Bernhard Hermann, Leipzig, S. 228. (auch: Burchard Wilhelm von Spilcker;Eef Overgaauw (Hrsg.): Kataloge der Handschriftenabteilung / Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz. Reihe 2: Nachlässe. Band 3: Der Nachlaß der Brüder Grimm. Katalog. Bearbeitet von Ralf Breslau, Teil 1, Harrassowitz, Wiesbaden , ISBN 3-447-03857-8, S. 564, S. 882. * 11. November 1770 in Stade; † 20. Juni 1838 Arolsen) war ein deutscher Topograf, Historiker und Autor sowie Hofrat.

Leben Die bürgerlichen Vorfahren, teils Bürgermeister,Joachim Lampe: Aristokratie, Hofadel und Staatspatriziat in Kurhannover. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1963, S. 81. auch Konsistorialrat,Otto von Dassel (Hrsg.): Familiengeschichtliche Blätter. Zeitschrift zur Förderung der Familiengeschichtsforschung für Adel und Bürgerstand. Band I/II (Jahrgänge/Hefte), Selbstverlag, Döbeln (Sachsen) 1906, S. 148 stammten aus Hameln, die Nobilitierung zu von Spilcker erfolgte für den Großvater Johann Heinrich von Spilcker (1675–1746). Die Bestätigung des Wappens in Wien ist von 1729. Sein Vater war ebenfalls Jurist und als solcher Präsident in Stade, über den Stand der Mutter ist nichts bekannt. Spilcker hatte Geschwister, die sämtlich vor ihm starben.

Von Spilcker studierte ab 1788 Rechtswissenschaften in Göttingen. Zwischen 1793 und 1796 war er Auditeur bei der Justizkanzlei Hannover, wo er 1796 Hof- und Kanzleirat wurde. 1805 wurde er Mitglied der preußischen Subdelegationskommission in Arolsen. Nach deren Auflösung 1806 wechselte er zurück nach Hannover. Nachdem das Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg 1810 dem Königreich Westphalen angegliedert wurde, trat er am 24. März 1810 als Geheimer Rat und Vizekammerpräsident in Arolsen in waldeckische DiensteIntelligenzblatt der Allgemeinen Literatur-Zeitung vom Jahre 1838. Band 5, ... die Intelligenzblätter dieses Jahrganges enthaltend. Intelligenzblatt Ausgabe 60, vom September 1838, Sp. 489. 1811 wurde er darüber hinaus Vorsitzender der Kommission zur Verbesserung der Verfassungen der Städte. In dieser Funktion erarbeitete er modernisierte Stadtverfassungen für Korbach (am 3. Februar 1811 durch fürstliches Dekret verabschiedet) und Arolsen (Dekret vom 20. April 1812). Er galt als Liberaler und regte in einer Denkschrift vom 8. April 1811 an die Landstände in direkter Wahl bestimmen zu lassen, konnte sich aber bei Fürst Friedrich nicht durchsetzen. Am 29. Januar 1813 reichte von Spilcker bei Fürst Georg einen Entwurf für eine „Politische Verfassung der Fürstenthümer Waldeck und Pyrmont“ ein, jedoch wurde nicht diese, sondern ein Gegenentwurf von Wilhelm Kreussler die Basis für das spätere Organisationsedikt.

Am 24. Januar 1814 wurde er zusätzlich zum Hofgerichtspräsidenten am Hofgericht Korbach ernannt.

1824 bis zu seinem Tod stand er der Regierung von Waldeck-Pyrmont als Regierungs- und Konsistorialpräsident mit dem Titel Regierungsdirektor vor. Er war Korrespondent der Königlichen Societät der Wissenschaften in Göttingen und Mitglied der naturhistorisch oekonomischen Gesellschaft in Hannover sowie des Vereins für vaterländische Geschichte in PaderbornSiehe Geschichte der Grafen von Wölpe. Buchinnentitel.Siehe Beiträge.... In: Johann Adolph Theodor Ludwig Varnhagen: Grundlage der Waldeckischen Landes- und Regentengeschichte. Vermächtniß für Vaterlandsfreunde und Deutsche Geschichtsforscher. Göttingen 1825: Buchinnentitel.Anm.: Die Deutsche Nationalbibliothek benennt von Spilker als „Hofrat“ und „Hofgerichtspräsident“ mit Wirkungsorten in Hannover und Arolsen. im Fürstentum Waldeck.

Von Spilcker war Ritter des Königlich Preußischer St. Johanniter-Ordens und des königlich hannoverschen Guelfen-Ordens.Siehe Beiträge.... Johann Adolph Theodor Ludwig Varnhagen 1825: Beiträge der Grafen von Everstein. Arolsen 1833: Buchinnentitel.

Seine handschriftliche Urkunden-Sammlung beinhaltete hauptsächlich das Material seiner später gedruckten Werke.Julius Graf von Oeynhausen: Geschichte des Geschlechts von Oeynhausen. Band (Theil) 1: Regesten und Urkunden von 1036 bis 1605., Ferdinand Schöningh, Paderborn 1870, S. VIII.

Werke Historisch-topographisch-statistische Beschreibung der königlichen Residenzstadt Hannover. Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1819.Siehe .digital, teils über: Google-Bücher: Fotomechanischer Nachdruck [d. Ausg.] v. Hirschheydt, Hannover-Döhren 1979, ISBN 3-7777-0022-3 Beiträge zur älteren deutschen Geschichte. Speyer’sche Buchhandlung, Arolsen: Geschichte der Grafen von Wölpe und ihrer Besitzungen aus Urkunden und anderen gleichzeitigen Quellen.... Speyer’sche Buchhandlung, Arolsen 1827, (Digitalisat, ) Geschichte der Grafen von Everstein und ihrer Besizungen [!] aus Urkunden u. a. gleichzeitigen Quellen. Bd. 1, 1833.Anm.: Möglicherweise ist dieser Bd. 1 lediglich ein Tippfehler der Deutschen Nationalbibliothek () Geschichte der Grafen von Everstein und ihrer Besizungen [!] aus Urkunden u. a. gleichzeitigen Quellen. Bd. 2, 1833; In der Sammlung des Reichstags 1896 als Urkundenbuch o. J. betitelt.Katalog der Bibliothek des Reichstages. 1896. Band 3, XXIII. Geschichte. 3. Geschichte Deutschlands. Trowitzsch & Sohn, Berlin 1896, S. 260. Beiträge zur Geschichte der edlen Herren von Adenoys. In: Vaterländisches Archiv für Hannoverisch-Braunschweigische Geschichte Jahrgang 1833, Bd. I, 1833. Vaterländischen Archiv des historischen Verein für Niedersachsen. (Fortsetzung v. o./ Mit: Ad(olph). K(arl). A(ug). Brönnenberg) Jahrgänge (a 4 Hefte) 1835–1837H. Nentwig: Bücherverzeichniß der Städtischen Bibliothek zu Hildesheim. Gebr. Gerstenberg, Hildesheim 1887, S. 47. IV d a..Oscar Wetzel: T. O. Weigel's Systematische Verzeichnisse der Hauptwerke der Deutschen Literatur. Aus den Jahren 1820–1880. T. O. Weigel, Leipzig 1887, S. 4.

Weitere Werke und Einzelschriften: Ueber den Hannöverschen Adel und die Hannöverschen Sekretarien. 1803. Patriotische Wünsche eines Hannoveraners. 1803 (1817).Norbert Steinau: Jagd in der Lüneburger Heide. Beiträge zur Jagdgeschichte. Begleitpublikation zur Ausstellung. Bormann Museum, Celle 2006, S. 146. Regesta Imperii. Nachrichten vom Kloster Weende bei Göttingen. 1824.Erhard Kühlhorn: Die mittelalterlichen Wüstungen in Südniedersachsen. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 1994, S. XXIX. Ludolf Graf von Hallermund, welcher etwa 1191 in Palästina starb, besaß Güter im Bremenschen. 1830. Beitrag zur Geschichte der Grafen von Hallermund. 1833 (1863).Katalog der Bibliothek. S. 36.

Literatur Jochen Lengemann: MdL Waldeck und Pyrmont 1814–1929. Biographisches Handbuch für die Mitglieder der Waldeckischen und Pyrmonter Landstände und Landtage. In: Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 24 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 16; Historische Kommission für Hessen, Marburg/Wiesbaden 2020, ISBN 978-3-923150-76-2, S. 18 f. Anm. 8. Leopold Freiherr von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 2, Exp- d. Adelslexicon-Ludwig Rauh, Berlin 1855, S. 464. Neuer Nekrolog der Deutschen. 16. Jg. 1838, Zweite Abt(h)lung. Kurze Anzeigen-Juni, Bernh. Friedr. Voigt, Weimar 1840, S. 1123. Nr. 977. v. Spilcker. 1607–1838. In: Wolff`sche Genealogische Sammlung in der Universitätsbibliothek zu Göttingen. Heft 19.E. Lehmann-Göttingen: Übersicht, In: Vgl. Register, In: Ad. M. Hildebrandt: Vierteljahrsschrift für Wappen-, Siegel- und Familienkunde. XXXVIII. Jahrgang, Hrsg. Herold (Verein), Carl Heymanns Verlag, Berlin 1910, S. 184. Nekrolog des Geheimen Raths Burchard Christian v. Spilcker (†). In: Verein für Geschichte und Alterthumskunde Westfalens / J. Meyer, H. A. Erhard (Hrsg.): Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Alterthumskunde. Band 2. V. Miszellen-1. Verlag von Friedrich Regensberg, Münster 1839, p. 348–351.Wilhelm Koner: Repertorium über die vom Jahre 1800 bis zum Jahre 1850 in Akademischen Abhandlungen, Gesellschaftschriften und wissenschaftlichen Journalen auf dem Gebiete der Geschichte und ihrer Hülfswissenschaften erschienen Aufsätze. Hefte 1, Abt. Biographie. Nicolai, Berlin 1852, S. 155.

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Einzelnachweise

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