mini|hochkant|Johann Gustav Grunewald mit Ehefrau Mathilde Josefine (um 1870/75) mini|hochkant|Winter Evening on a Lake Johann Gustav Grunewald, auch Gustav Grunewald bzw. Gustav Johann Grunewald (* 12. Oktober 1805 in Gnadau, heute Teil von Barby, Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt; † 1. August 1878 in Gnadenberg, heute Godnów in Niederschlesien) war ein deutsch-amerikanischer Maler.
Leben Grunewald wurde in eine Herrnhuter Brüdergemeine geboren. Schon früh zeigte sich seine künstlerische Begabung, so dass er bereits als 15-Jähriger die Dresdner Kunstakademie besuchte. Dort war der Maler Caspar David Friedrich sein Lehrer. Dieser bescheinigte ihm: „... zeigt viel Anlage zur Mahlerei“.
Nach abgeschlossener Ausbildung wanderte Grunewald mit seiner Ehefrau in die USA aus, kam 1831 in Philadelphia an und ließ sich 1833 in der Brüdergemeine in Bethlehem in Pennsylvania nieder, wo er als Kunstlehrer wirkte. Mit der in Dresden erlernten, romantischen Art der Malerei hatte er in seiner neuen Heimat Erfolg. Bekannt sind heute (2011) seine Darstellungen der Niagarafälle aus den Jahren 1832 bis 1834, der beginnenden Industrialisierung in Pennsylvania sowie seines neuen Wohnorts Bethlehem. Als Beobachter des Strukturwandels dort entwickelte sich Grunewald künstlerisch „zu einem bedeutsamen Realisten“.Gerd-Helge Vogel: Vortrag Johann Gustav Grunewald – Die Jahre der Reife in Amerika. Herrnhut, 18. Januar 2011. Zit. nach: . In: Kontakt – Amtsblatt für die gesamte Stadt Herrnhut. Nr. 1, 2011, S. 5.
1867 kehrte Grunewald mit seiner zweiten Ehefrau Mathilde Josefine nach Deutschland zurück. Das Paar zog in die Heimatgemeinde seiner Frau, nach Gnadenberg, heute Godnów, in Niederschlesien. Hier malte er weiterhin Landschaften und Porträts. Er starb 1878 in Gnadenberg.
Ausstellungen Eine erste große Retrospektive fand 1992 in Allentown in Pennsylvania im Allentown Art Museum statt.. In den Jahren vor 2011 gab es sowohl in Herrnhut in Sachsen als auch zum Beispiel im Sigal Museum in Easton in Pennsylvania Vorträge zu seinem Leben und seinen Arbeiten. 2011 zeigte das Vineta-Museum in Barth in Vorpommern eine kleine Ausstellung seiner Werke. Johann Gustav Grunewald – Ein Schüler Caspar David Friedrichs. Ausstellung im Vineta-Museum in Barth, 2011, abgerufen am 25. Februar 2025. Die Payne Gallery des Moravian College in Bethlehem, Pennsylvania, zeigte Ende 2017/Anfang 2018 eine Ausstellung von Grunewalds Werken.
Sammlungen Wichtige Sammlungen von Grunewalds Werken befinden sich im Unitätsarchiv in Herrnhut, Moravian College, und im Moravian Archives in Bethlehem, Pennsylvania. Die Grunewald Collection im Moravian Archives enthält Teile des Nachlasses des Künstlers.
Literatur Gerd-Helge Vogel: „... zeigt viel Anlage zur Mahlerei“. Johann Gustav Grunewald. Ein Schüler des Romantikers Caspar David Friedrich. Thomas Helms Verlag, Schwerin 2011, ISBN 978-3-940207-38-8. Peter F. Blume: Gustav Grunewald. 1805–1878. Allentown Art Museum, Allentown PA 1992, ISBN 1-882011-46-5.
Weblinks
Johann Gustav Grunewald beim Nationalmuseum Oslo Paintings by Johann Gustav Grunewald beim Public-Domain-Medienverzeichnis GetArchive Gustav Johann Grunewald. Beitrag der Payne Gallery, Moravian University Bethlehem, bei Google Arts & Culture Johann Gustav Grunewald - Ein Schüler Caspar David Friedrichs. Ausstellung im Vineta-Museum in Barth, 2011
Einzelnachweise
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