Käte Jöken-König, gebürtig Katharina König, auch Käthe Jöken-König (* 24. Oktober 1893 in Naumburg (Saale); † 27. September 1968 in Berlin-WilmersdorfStandesamt Berlin-Wilmersdorf, Sterbeurkunde Nr. 2350 vom 30. September 1968 (Landesarchiv Berlin)), war eine deutsche Schauspielerin, Operettensängerin und Hörspielsprecherin.

Leben Nach einer Gesangsausbildung bei Selma vom Scheidt und Schauspielunterricht folgten erste Rollen als Käthe König von 1913 bis 1915 am Stadttheater Erfurt, dann von 1915 bis 1918 am Stadttheater Hildesheim und 1918 als Soubrette am „Künstlertheater Apollo“ in Mannheim. Ab 1921 war sie am Stadttheater von Freiburg i. Br.Deutsches Bühnenjahrbuch. Jahrgänge 1914 bis 1922 und seit 1926 an verschiedenen Bühnen und Kabaretts in Berlin engagiert. Von 1957 bis 1958 erhielt Käte Jöken-König zudem ein Engagement an der Berliner Operettenbühne „Atrium“. Sie trat danach auch am Theater des Westens auf.Deutsches Bühnen-Jahrbuch. Bd. 78, 1970, S. 118.

Ab den 1930er Jahren wirkte sie in vielen Filmproduktionen als Darstellerin überwiegend in Nebenrollen mit. Darunter befanden sich die nationalsozialistischen Propagandafilme Jud Süß und Ohm Krüger, die heute in Deutschland als Vorbehaltsfilme nur unter bestimmten Voraussetzungen aufgeführt werden können. Jöken-König spielte aber auch 1942 in dem Historienfilm Der große König von Veit Harlan mit Otto Gebühr, Kristina Söderbaum und Gustav Fröhlich sowie in den DEFA-Filmen Irgendwo in Berlin aus dem Jahr 1946 von Gerhard Lamprecht mit Harry Hindemith, Hans Leibelt und Fritz Rasp und 1949 Die Kuckucks von Hans Deppe mit Rainer Penkert und Carsta Löck. Den letzten Auftritt in einem Spielfilm hatte sie 1968 in dem Edgar-Wallace-Film Der Gorilla von Soho unter der Regie von Alfred Vohrer mit Horst Tappert, Uschi Glas und Hubert von Meyerinck. Jöken-König stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Jöken-König, Käte. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten: Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Arndt, Kiel 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 386

Käte Jöken-König war auch in einigen Hörspielen als Sprecherin tätig. In der Hörspieladaption des Romans Das vierte Skalpell von Hans Gruhl in einer Koproduktion von Sender Freies Berlin (SFB) und Westdeutscher Rundfunk (WDR) aus dem Jahr 1968 sprach sie die Rolle der Frau Professor.Das vierte Skalpell auf ARD-Hörspieldatenbank online; abgerufen am 3. Februar 2016 Neben ihr spielten Martin Hirthe, Enzi Fuchs und Arnold Marquis.

Am 23. Januar 1923 heiratete sie den Tenor Carl Jöken, von dem sie später wieder geschieden wurde. Katharina Jöken starb 1968 im Alter von 74 Jahren in einem Berliner Krankenhaus.

Filmografie (Auswahl)

Hörspiele (Auswahl)

1948: Während der Stromsperre 1949: Meine Töchter 1949: Schneeflöckchen 1959: Recht gewünscht und schlecht gewünscht 1962: Unter die Räder 1963: Verräter 1963: Souvenirs 1964: Ein richtig dummes Kind 1968: Das vierte Skalpell – vier Teile als Frau Professor

Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 2: Hed–Peis. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 763. Herbert A. Frenzel, Hans Joachim Moser (Hrsg.): Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Schauspiel, Oper, Film, Rundfunk. Deutschland, Österreich, Schweiz. De Gruyter, Berlin 1956, , S. 327. Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 257.

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Einzelnachweise

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