mini|Weiß-Ferdl-Brunnen auf dem Münchner Viktualienmarkt Josef Erber (* 30. März 1904 in München; † 20. Oktober 2000 ebenda) war ein deutscher Bildhauer und Karikaturist.
Leben Josef Erber wurde im Münchner Stadtteil Giesing geboren. Nach einer Steinmetz-Lehre studierte er an der Akademie der Bildenden Künste. Er gehörte zum Kreis der Künstler um die Flossmann-Villa im Münchner Vorort Obermenzing.
Zu seinen frühen Werken zählte ein großes steinernes Adlerrelief mit Löwen und einer Eule, das er 1932 zusammen mit Karl Killer für das Deutsche Museum anfertigte. Anders als die meisten seiner damaligen Kollegen war Erber aber nicht an der weiteren Ausgestaltung des Museums im konservativ-völkischen Stil beteiligt und stellte auch nicht auf der Großen Deutschen Kunstausstellung aus.
1934 heiratete er die Bildhauerin und Keramik-Künstlerin Marianne Flossmann, Tochter Josef Flossmanns. Beide wohnten bis an ihr Lebensende in dem Atelierhaus in der Marsopstraße.
Als Karikaturist zeichnete Erber ab Ende 1946 hin und wieder für den „Simpl“.
Werke Die großformatigen Skulpturen bzw. Brunnen aus dem harten, schwer zu bearbeitenden Granit hat Josef Erber nicht selbst gefertigt, sondern sie wurden nach seinen Entwürfen durch andere Firmen ausgeführt.Beispiele:
Brunnendenkmal für Weiß Ferdl, Bronze und Kalkstein, 1953, München, Viktualienmarkt Franziskusbrunnen, Muschelkalk, 1961 unter Verwendung von Überresten des im Krieg zerstörten Jonas-Brunnens von Hubert Netzer aus dem Jahr 1911, München-Maxvorstadt, Josephsplatz Brunnen am Grab von August Exter, Granit, 1962, München-Obermenzing, FriedhofBistritzki erwähnt keinen Bezug zu einem bestimmten Grab: Flügelrad, Eisen, datiert „1966“, München-Pasing, Ecke Lortzing-/Scapinellistraße Arbeiten für die Bauverwaltung der Oberpostdirektion München: Unbekanntes Werk, 1967, München-Fürstenried, PostamtErwähnung ohne nähere Angaben: Brunnenblock, Granit, 1968, früher in München-Moosach, Breslauer Straße 1, Postamt(?), Atrium (abgerissen, jetzt Neubau) Ohne Titel, ein Brunnenbecken mit anschließender 2,25 m hoher Trennmauer zur Abschirmung des nichtöffentlichen Bereichs zwischen Alt- und Neubau, Beton, 1969, Wasserburg am Inn, Postamt, Bahnhofsplatz 10 Brief, Technik, Bank, dreiteilige Steinskulptur, 1970, Dachau, ehemaliges Postgelände, heute Max-Mannheimer-PlatzTourist-Information der Stadt Dachau (Hrsg.): Dachau – Kultur & Tourismus. Spaziergänge und Rundwege, Dachau 2021, S. 45. Unbekannte Skulptur, 1971, ehemals in München-Berg am Laim, Piusplatz 16, Schulungshaus der Bundespost, später Fernmeldeamt, Innenhof (abgerissen) Ohne Titel, eine figurativ-abstrakte Skulptur, die Posthorn und Brieftaube mit den geometrischen Grundformen Kreis und Dreieck in einer „für eine Steinskulptur fast zart anmutenden Sprache“ kombiniert, Granit, 1973, Grassau im Chiemgau, ursprünglich vor dem damaligen Postamt, Bahnhofstraße 33, später auf die andere Straßenseite versetzt Ruhebank, die mit einer freistehenden Stütze eine Einheit bildete, Holz, 1979/80, ehemals in München-Neuperlach, Postamt (abgerissen), Hanns-Seidl-Platz 3 Bauplastik an den zwei Eingängen (in Zusammenarbeit mit Herbert Peters), Stein, ehemals in Rosenheim, Post- und Telegrafenamt (abgerissen), BahnhofstraßeErwähnung ohne nähere Angaben: ovb-online.de.
Auszeichnungen 1986 erhielt Erber den Pasinger Kunst- und Kulturpreis
Weblinks
Angela Scheibe-Jaeger: Die Bildhauer der Künstlerkolonie Obermenzing in Obermenzinger Hefte, Dez. 2010, Seite 13/14.
Einzelnachweise zum ersten Mal für die Dezember-Ausgabe 1946, vgl.
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