Alexander Sawczynski (* 15. Jänner 1924 in Wien; † 6. Dezember 1985 ebendaLebensdaten lt. Filmarchiv Kay Weniger) war ein österreichischer Filmarchitekt.
Leben Sawczynski hatte noch während seiner Ausbildung inmitten des Zweiten Weltkriegs als Maler und Bildhauer zu arbeiten begonnen und in diesem Zusammenhang auch erste Erfahrungen beim Film (so auch 1942 bei der Romanze „Sommerliebe“) gesammelt.
Erst ab 1953 begann er regelmäßig als Filmarchitekt zu arbeiten. Im Jahr darauf holte ihn der Regisseur Ernst Marischka zu sich und setzte ihn zunächst als Assistenten des erfahrenen Szenenbildners Fritz Jüptner-Jonstorff ein. Sawczynski assistierte diesem Kollegen bei einer Reihe von höchst aufwändigen, kostüm- wie kulissenträchtigen Ausstattungs- und Historienstoffen, darunter auch die Sissi-Trilogie. Seit 1955, einhergehend mit der Festeinstellung durch die bedeutendste Produktionsfirma Österreichs, die Sascha-Film, wurde Sawczynski als gleichberechtigter Filmarchitekt unter der Leitung seines Mentors Jüptner-Jonstorff genannt. In diesem Zusammenhang war er auch an der Ausstattung des letzten Sissi-Films Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin und diverser anderer Produktionen (bis 1958) mit Karlheinz Böhm und Romy Schneider beteiligt.
Mit Einstellung der Sascha-Filmproduktion 1965 endete Sawczynskis Kooperation mit Jüptner-Jonstorff weitgehend. Während sein Lehrmeister noch sporadisch Filmbauten für heimische und deutsche Kinoarbeiten entwarf, zog sich Alexander Sawczynski gegen Ende des Jahrzehnts aus der Branche zurück. Er starb kurz vor Vollendung seines 62. Geburtstags.
Filmografie (Auswahl) 1953: Einmal keine Sorgen haben 1953: Du bist die Welt für mich 1954: Mädchenjahre einer Königin (nur Assistenz) 1955: Die Deutschmeister (nur Assistenz) 1955: Sissi (nur Assistenz) 1955: Kronprinz Rudolfs letzte Liebe 1956: Wenn Poldi ins Manöver zieht (Manöverzwilling) 1956: Lügen haben hübsche Beine 1956: Sissi – Die junge Kaiserin (nur Assistenz) 1957: Scherben bringen Glück 1957: Und so was will erwachsen sein (Die Winzerin von Langenlois) 1957: Die liebe Familie 1957: Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin 1958: Das Dreimäderlhaus (nur Assistenz) 1958: Hoch klingt der Radetzkymarsch 1958: Wenn Mädchen ins Manöver zieh’n 1959: Ich bin kein Casanova 1959: Geliebte Bestie 1959: Zwölf Mädchen und ein Mann 1959: Wenn das mein großer Bruder wüßte 1960: Meine Nichte tut das nicht 1960: Kriminaltango 1960: Mit Himbeergeist geht alles besser 1961: Die Abenteuer des Grafen Bobby 1961: Junge Leute brauchen Liebe 1961: Mariandl 1961: Saison in Salzburg 1961: Die Fledermaus 1962: Das süße Leben des Grafen Bobby 1962: Die lustige Witwe 1962: Mariandls Heimkehr 1962: Hochzeitsnacht im Paradies 1963: Der Musterknabe 1963: Charleys Tante 1963: Ein Alibi zerbricht 1963: Schwejks Flegeljahre 1964: Hilfe, meine Braut klaut 1965: Das ist mein Wien 1968: Donnerwetter! Donnerwetter! Bonifatius Kiesewetter
Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 1472 (Nur Filmografie).
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Szenenbildner Kategorie:Künstler (Wien) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1924 Kategorie:Gestorben 1985 Kategorie:Mann