Kemmathen (fränkisch: KämmadnE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 112. Dort folgendermaßen transkribiert: „kémədn“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Flachslanden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Kemmathen liegt in der Gemarkung Virnsberg.

Geografie Durch den Weiler fließt der Kemmathbach, ein rechter Zufluss der Zenn, und südlich des Weilers mündet der Weihergraben als rechter Zufluss in den Kemmathbach. Unmittelbar nordwestlich des Ortes liegt der Schneidmühlweiher. 0,75 km südwestlich liegt das Waldgebiet Neuwiesenschlag, 1 km nordöstlich erhebt sich der Brachberg (). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Virnsberg zur Kreisstraße AN 21 (1 km südöstlich) bzw. nach Sondernohe ebenfalls zur AN 21 (1,5 km nordöstlich).

Geschichte Der Ort wurde 1275 als „Kemenaten“ erstmals urkundlich erwähnt. Dieser Ortsname ist besonders im süddeutschen Raum weit verbreitet.Siehe dazu: Kemnat, Kemnath, Kemnaten, Kemnathen, daneben auch als Kompositum, z. B. Dorfkemmathen. Er leitet sich von dem lateinischen Wort „calminata“ ab und bezeichnete ursprünglich ein mit einer Feuerstätte versehenes Gemach.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 112.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Kemmathen zur Realgemeinde Virnsberg. In Kemmathen gab es 4 Anwesen (1 Achtelhof, 1 Zehntelhof, 1 Tropfhaus, 1 Haus). Das Hochgericht übte die Obervogteiamt Virnsberg aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte die Deutschordenskommende Virnsberg.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 106.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Kemmathen dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Virnsberg und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Virnsberg zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Am 1. Mai 1978 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde in den Markt Flachslanden eingegliedert.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1013.

Ehemalige Baudenkmäler abgegangenes Nonnenkloster auf dem BrachfeldG. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, S. 117. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. ehemaliges Forsthaus des Deutschen Ordens, unter der Landeskomtur der Freiherren von Eyb (bis 1764) errichtet; zweigeschossiger Bau mit Walmdach und Resten von Außenbemalung (Jagdbilder); Bruchsteinmauer mit barocken Torpfosten

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2011 2017 2022Einwohner 18 23 25 29 29 34 28 32 41 44 35 31 29 28HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 4 5 4 5 5 5 7 9 Quelle Kemmathen: 18 Einwohner, 4 Häuser; Schneitmühle: 5 E., 1 H. Kemmathen: 20 Einwohner; Schneitmühle: 9 E. Kemmathen: 21 Einwohner, 3 Wohngebäude; Schneidmühle: 8 E., 1 Wgb.

Religion Kemmathen ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Laurentius (Flachslanden) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Flachslanden) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1275