Netizen (seltener: Netcitizen) ist eine Bezeichnung für „Bewohner“ des Internets und setzt sich aus den englischen Begriffen als Kurzform für Internet und (Bürger) zusammen. Zunehmend wird auch der eingedeutschte Begriff Netzbürger verwendet. Der Begriff wird vor allem für hoch-engagierte Mitglieder des Internets verwendet, die diesen neuen Raum zu einer intellektuellen und sozialen Ressource aller machen und das Internet verbessern – zum Beispiel in Hinblick auf Open Access, Netzneutralität und freie Meinungsäußerung.

Entstehung und Verbreitung Der Begriff geht auf Michael Hauben zurück, der damit das verantwortungsvolle Mitwirken im gesellschaftlichen Raum des Internets verband.

Im asiatischen Raum ist der Begriff insbesondere in der Blogosphäre sehr verbreitet. Er drückt das Selbstverständnis von Internetnutzern als Mitglied einer weltweiten Gemeinde aus, die sich in einem gewissen Maße selbst reguliert und ihr eigenes Regelwerk vergibt. Eine Form davon ist beispielsweise die Netiquette.

Netizen Prize der Reporter ohne Grenzen Die international tätige Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen vergibt jährlich eine „Netizen“-Auszeichnung, die einen Internetnutzer, Blogger, Cyber-dissident oder eine Gruppe würdigt, die geholfen hat, die freie Meinungsäußerung im Internet zu verteidigen.

Siehe auch Netzkultur Netzpolitik Graswurzel-Journalismus Cybernaut Cyberspace

Literatur

Ronda und Jay Hauben: Back to the roots of journalism. In: Wer macht die Medien? München 2008, ISBN 978-3-9805604-4-3.

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Einzelnachweise

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