Hainklingen (fränkisch: Hahn-glingaE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 91. Dort folgendermaßen transkribiert: „hānglinga“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Flachslanden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Hainklingen liegt in der Gemarkung Neustetten.
Geografie Durch das Dorf fließt der Hainklingengraben, ein linker Zufluss der Bibert. 0,5 km nordwestlich liegt die Plattenhöhe, 0,5 km südöstlich der Bibertgrund. Die Kreisstraße AN 24 führt nach Obernbibert (1,4 km südöstlich) bzw. zur Staatsstraße 2245 (0,3 km nordwestlich), die nach Großhabersdorf (18 km östlich) bzw. nach Oberdachstetten führt (9 km westlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Schmalnbühl (0,8 km südwestlich).
Geschichte 1294 wurde der Ort in einer Schenkungsurkunde, mit der Burggraf Friedrich III. von Nürnberg Besitzungen dem Deutschen Orden zu Virnsberg überließ, als „Hegninklingen“ erstmals erwähnt. Der Ortsname bedeutet Bei der Schlucht des Hegino, wobei Hegino ein Personenname ist. Im 17. Jahrhundert war der Personenname offensichtlich unbekannt und man meinte den Ortsnamen von Heim ableiten zu können, dementsprechend ist von da an die Form „Haimbklingen“ bezeugt.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 91.
Das Kloster Heilsbronn erwarb dort acht Anwesen, von denen drei im Dreißigjährigen Krieg bewohnt blieben.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 329.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildete Hainklingen mit Schmalnbühl eine Realgemeinde. In Hainklingen gab es 8 Anwesen. Das Hochgericht übte das Obervogteiamt Virnsberg des Deutschen Ordens aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Deutschordenskommende Nürnberg. Alle Anwesen hatten den Deutschen Orden als Grundherrn (Deutschordenskommende Nürnberg: 2 Höfe, 2 Halbhöfe, 1 Viertelhof, 1 Tropfgut, 1 Hirtenhaus; Deutschordenskommende Virnsberg: 1 Hof).H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 99.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hainklingen dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Virnsberg und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Virnsberg zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Am 12. Juni 1824 wurde Hainklingen in die neu gebildete Gemeinde Neustetten umgemeindet.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 949. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese Gemeinde mit Hainklingen am 1. Januar 1972 in den Markt Flachslanden eingegliedert.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1003 f.
Baudenkmal mittelalterliches Steinkreuz aus Blasensandstein an der Bibertbrücke am Weg nach Obernbibert
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2011 2017 2022Einwohner 67 57 69 62 60 68 64 80 57 55 38 42 40 42HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 10 9 10 14 12 11 11 11 Quelle
Religion Hainklingen ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Laurentius (Flachslanden) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Flachslanden) Kategorie:Ersterwähnung 1294