mini|Katholische Pfarrkirche St. Severinus mini|Ansicht von Südwesten mini|Inneres Richtung Chor Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Severinus ist ein Bruchstein-Kirchengebäude in der Frongasse in Erpel, einer Stadt im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz. Sie ist ein geschütztes Kulturdenkmal.

Geschichte Von dem im 11. oder frühen 12. Jahrhundert errichteten Vorgängerbau ist das Turmuntergeschoss erhalten. Das Gebäude wurde Mitte des 13. Jahrhunderts abgebrochen und neu errichtet. Die zwei östlichen Joche der Seitenschiffe und Emporen wurden 1751 entfernt, um das Gebäude heller und geräumiger zu machen. Es entstand so ein Querschiff, ähnlich dem Trierer Dom. Das Langhaus wurde bis zum Turm verlängert, die Chorfenster erweitert.

Ursprünglich hatte die dreischiffige, im rheinischen Übergangsstil gebaute Emporenbasilika zwei Doppeljoche und einen rechteckigen Chor. abgerufen am 30. August 2014

Ausstattung Figur des Erzengels Michael um 1475 Kanzel von 1736 (auf dem Schalldeckel steht der Erzengel Michael) Kirchenfenster im Chor aus der Zeit um das 15. Jahrhundert Nischenkreuz, datiert 1667, Sockel und Korpus von 1870 und 1956Reclams Kunstführer, Band III, Rheinlande und Westfalen, Baudenkmäler, 1975, ISBN 3-15-008401-6, S. 193 und 194

Glocken Zurzeit befinden sich vier Glocken im Turm der Pfarrkirche. Die kleine Donatusglocke wird solistisch geläutet. Nr. Name Nominal16tel Gewichtin kg Durchmesserin mm Gussjahr Gießer Inschrift 1 Osanna des1 +8 2.250 1.420 1388 Heinrich von Gerresheim "OSANNA: HEIS ICH: XLV: ZINT(ner): VVIGEN. ICH: GOT: VVAL(t)S: JHESUS: MARIA: ANNO: D(omi)NI: M°: CCC°: LXXXVIII°: EDITA: SUM: • MEISTER: IIEINR(ich) VAN + GERESHEIM +" 2 Severinus es1 −3 1.200 1.240 1531 Peter von Echternach "SANT SEVERIN HEIS ICH IN GODES ERE LUDE(n) ICH BOES VED VERFRIVE(n) ICH PETER VA(n) ECHTERNACH GOS MIC 1531" 3 Maria f1 +0 1.000 1.150 1768 Martin Legros, Malmedy "VOX PRIMA ERPELY EDITA SUM BAPTIZATA MARIA VIVENTES AD OPUS CLAMANS, FUNCTOSQUE SEPULCHRUM FUSA ANNO 1 6 4 1, REFUSA 1 7 6 8 PER MARTINUM LEGROS, MALMUNDANIENSEM" (Als erste Stimme in Erpel bin ich entstanden, getauft auf Maria, die Lebenden rufe ich zur Arbeit, die Toten zur Beerdigung. Ich wurde im Jahr 1641 gegossen, erneuert 1768 durch Martin Legros, Malmedy.) 4 Donatus e2 +2 120 600 1768 Martin Legros, Malmedy "ALL TAG ZU DEINER EHAR O DONATE DEN ENGLISCHEN GRUSS USBREITE! MARTINUS LEGROS FECIT" Quelle: Gerhard Hoffs: Glocken im Dekanat Königswinter.

Pfarrgemeinde Die Pfarrgemeinde St. Severinus Erpel bildet mit St. Pantaleon (Unkel), St. Maria Magdalena (Rheinbreitbach) und St. Johannes Baptist (Bruchhausen) den Katholischen Seelsorgebereich Verbandsgemeinde Unkel im 2018 errichteten Sendungsraum Bad Honnef/Unkel („Katholisch am Siebengebirge“) im Erzbistum Köln.

Trivia mini|hochkant=0.5|Ortswappen mit den drei Kronen Als der Legende zufolge Erzbischof Reinald von Dassel bei der Übertragung der Gebeine der Heiligen drei Könige 1164 von Mailand nach Köln im Ort Station machte, nahm das ältere Kirchengebäude die Reliquien auf. Aus diesem Grund führt das Ortswappen im oberen Feld drei Kronen.

Literatur Reclams Kunstführer, Band III, Rheinlande und Westfalen, Baudenkmäler, Stuttgart 1975, ISBN 3-15-008401-6. Heinrich Neu, Hans Weigert: Die Kunstdenkmäler des Kreises Neuwied (= Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, Band 16, Abt. II). Schwann, Düsseldorf 1940, S. 130–139.

Weblinks

Seelsorgebereich Verbandsgemeinde Unkel auf gemeinden.erzbistum-koeln.de.

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