Die 46. Landwehr-Division (2. Königlich Sächsische) war ein Großverband der Sächsischen Armee im Ersten Weltkrieg.

Gefechtskalender Die Division wurde im Februar 1917 im Bereich des XII. (I. Königlich Sächsisches) Armee-Korps in Dresden aus Landwehr- und Ersatzeinheiten zusammengestellt. Sie kam dann Mitte März 1917 an die Ostfront, verblieb dort über das Kriegsende hinaus und fungierte als Polizei- und Besatzungsmacht in Litauen.

1917 13. März bis 5. Dezember – Stellungskämpfe zwischen Njemen-Beresina-Krewo-Smorgon-Narotsch-See-Tweretsch 19. bis 27. Juli – Abwehrschlacht Smorgon-Krewo 6. bis 17. Dezember – Waffenruhe ab 17. Dezember – Waffenstillstand

1918 bis 18. Februar – Waffenstillstand 18. Februar bis 3. März – Verfolgungskämpfe durch Weißruthenien 3. März bis 15. November – Okkupation großrussischen Gebietes ab 16. November – Besatzungs- und Sicherungsdienst in Litauen und Weißrussland

1919 bis 11. Februar – Besatzungs- und Sicherungsdienst in Litauen

Am 22. Februar 1919 wurde Generalleutnant Walter von Eberhardt Kommandeur der Division. Aus Freiwilligen der Division wurde im April die Brigade Südlitauen, ein Freikorps, gebildet, die aus den Freiwilligen-Regimenter 18, 19 und 20, der Freiwilligen Fliegerstaffel 18 und den Freiwilligen Artillerie-Abteilungen 18 und 19 bestand und mit litauischen Truppen gegen die Invasionstruppen der Roten Armee kämpfte. Die letzten Freiwilligen der Brigade Südlitauen verließen Litauen im Juli 1919.

Gliederung Kriegsgliederung vom 15. Februar 1917 46. Landwehr-Infanterie-Brigade Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 101 Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 103 Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 105 4. Eskadron/Ulanen-Regiment „Kaiser Franz Josef von Österreich, König von Ungarn“ (1. Königlich Sächsisches) Nr. 17 Feldartillerie-Regiment Nr. 246 Landwehr-Pionier-Kompanie/XII. (I. Königlich Sächsisches) Armee-Korps Scheinwerferzug Nr. 404 Minenwerfer-Kompanie Nr. 346 Divisions-Fernsprech-Abteilung Nr. 546

Kriegsgliederung vom 25. Januar 1918 46. Landwehr-Infanterie-Brigade Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 101 Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 103 Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 105 4. Eskadron/Ulanen-Regiment „Kaiser Franz Josef von Österreich, König von Ungarn“ (1. Königlich Sächsisches) Nr. 17 Artillerie-Kommandeur Nr. 140 Feldartillerie-Regiment Nr. 246 Pionier-Bataillon Nr. 446 Divisions-Nachrichten-Kommandeur Nr. 546

Kommandeure Dienstgrad Name DatumGeneralleutnantBernhard von Watzdorf13. Februar bis 8. September 1917 Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 197.GeneralmajorOtto von Ompteda8. September 1917 bis 7. August 1918GeneralmajorAlbrecht von Mandelsloh7. August 1918 bis 21. Februar 1919GeneralleutnantWalter von Eberhardt22. Februar 1919 bis April 1919

Literatur Ruhmeshalle unserer Alten Armee. herausgegeben auf Grund amtlichen Materials des Reichsarchivs, Militär-Verlag, Berlin 1927, S. 70, 141. Histories of Two Hundred and Fifty-One Divisions of the German Army Which Participated in the War (1914–1918), United States War Office as War Department Document No. 905, Office of the Adjutant, 1920, S. 473. Artur Baumgarten-Crusius: Die Sachsen im Felde 1914–1918. Verlag der Literaturwerke „Minerva“, R. Max Lippold, Leipzig 1923, S. 515–516.

Einzelnachweise

Landwehrdivision #::46 Landwehrdivision #:2 Kategorie:Dresdner Militärgeschichte Kategorie:Militärischer Verband in Dresden