Wippenau (fränkisch umgangssprachlich: MidlmaahofE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 205. Dort folgendermaßen transkribiert: „midlmāhof“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Flachslanden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Wippenau liegt in der Gemarkung Flachslanden.
Geografie Im Weiler entspringt der Katzbach, ein linker Zufluss der Fränkischen Rezat. Unmittelbar östlich des Orts liegt der Hagweiher, dahinter liegt das Fünferholz. 0,5 km nordwestlich liegt das Waldgebiet Birkach, 0,25 km nördlich der Neuwiesenschlag. Die Staatsstraße 2245 führt nach Oberdachstetten (6 km westlich) bzw. nach Großhabersdorf (22 km östlich). Die Staatsstraße 2253 führt nach Flachslanden (2,3 km südöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Berglein (1,7 km südwestlich).
Geschichte Der Ort wurde 1294 als „Wippenaw“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens Wipo, der Personenname des Gründers. Zwischenzeitlich wurde die Siedlung als Einzelhof zusammengefasst und als „Wippenauhoff“ (1732) bezeichnet. Erst nach 1900 lautete der amtliche Name des Ortes wieder Wippenau. In der mundartlichen Aussprache von „Zum Wippenauhof“ kam es durch Verschleifung zu dem heute gebräuchlichen „Midlmahof“.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 204f.
Das Kloster Heilsbronn besaß im Ort bereits in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts mindestens vier Güter.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 375.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Wippenau aus zwei Ganzhöfen. Das Hochgericht übte die Obervogteiamt Virnsberg aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über beide Anwesen hatte die Deutschordenskommende Virnsberg.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 142.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde die Wippenau dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Flachslanden und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Flachslanden zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.
Baudenkmäler Haus Nr. 1: Ehemaliges Wirtschaftsgut der Deutschordenskommende Virnsberg, dann Brauerei Grenzsteine
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2011 2017 2022Einwohner 24 22 20 30 31 25 32 53 40 33 35 30 25 25HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 3 2 3 3 5 6 7 9 Quelle Dort als Wippenauhof aufgelistet.
Religion Wippenau ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Laurentius (Flachslanden) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Flachslanden) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1294