Birkach (fränkisch: „Birga“E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 50.) ist ein Gemeindeteil der Marktes Lehrberg (Mittelfranken, Bayern). Birkach liegt in der Gemarkung Obersulzbach.
Geografie Im Weiler entspringt ein namenloser rechter Zufluss des Sulzbachs. Dieser fließt rechts in die Fränkische Rezat. 0,5 km nördlich liegt das Waldgebiet Große Lenker mit dem Langen Berg (), südwestlich erhebt sich der Weinberg, dahinter liegt der Kapellenwald. 0,5 km südlich liegt der Heßbacher Ranken. Die Kreisstraße AN 2 führt nach Gräfenbuch (1 km östlich) bzw. nach Untersulzbach (0,8 km nordwestlich).
Geschichte Der Ort wurde 1380 als „Pyrkich“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich vom gleichnamigen Flurnamen ab. Dieser besteht aus dem Grundwort Birke mit angehängtem Kollektivsuffix –ich und bedeutet Birkenwald. Im Jahre 1579 wurde der Ort „Birkaw“ genannt, wovon sich die umgangssprachliche Form „Birga“ ableitet. Für das Jahr 1732 ist die Form „Bürkach“ belegt. Beide Formen sind Fehldeutungen des ursprünglichen Ortsnamens, weil mit den Suffixen –aw und –ach eigentlich Gewässer bezeichnet werden.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Birkach 4 Anwesen (2 Halbhöfe, 1 Dreiviertelhof, 1 Köblergut), ein Gemeindehirtenhaus und eine Kapelle. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das eichstättische Vogtamt Lehrberg. Alle Anwesen hatten das eichstättische Propsteiamt Herrieden als Grundherrn.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 840.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 487. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1005.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Birkach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Obersulzbach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Obersulzbach zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Mai 1978 nach Lehrberg eingemeindet.
Baudenkmäler Haus Nr. 4: Bauernhof, eingeschossiges, massives Wohnstallhaus, frühes 19. Jahrhundert Westlich des Ortes befinden sich auf dem Kapellenbuck die Überreste einer abgegangenen Kapelle.G. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, S. 83.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2008Einwohner 26 26 27 40 31 30 26 49 21 17 12 17HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 13 5 6 6 5 5 4 4 Quelle
Religion Birkach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Margaretha (Lehrberg) gepfarrt, seit 1812 ist die Pfarrei St. Maria (Obersulzbach) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Lehrberg) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1380