mini|Der Hauptstrand des Seengebietes Binsfeld an der Nordseite des gleichnamigen Sees Binsfeld mini|Speyerlachsee: Blick auf das mittlere Ostufer. Hinter einem öffentlichen Uferstreifen liegt eine versetzt gebaute Doppelreihe Häuser mini|Der nördlichste Teil der Bebauung: Die ehemalige Gehöftgruppe Binshof, jetzt links ein aktiver Bauernhof, rechts der Hotelkomplex eines Tagungs- und Wellnesshotels mini|Häusergruppe an der Straße Binsfeld zur Feldflur hin Binsfeld ist der Name der Rheinniederung nördlich der Bundesautobahn 61, die geprägt ist von acht eng zusammenliegenden Baggerseen und überwiegend zum Stadtteil Speyer-Nord der Stadt Speyer gehört, während der nördlichste Teil zur Gemarkung von Otterstadt gehört.
Den Namen Binsfeld tragen innerhalb dieses Gebiets auch ein ehemaliges Flurstück, der heute dort ausgebaggerte zentral gelegene See Binsfeld, ein dort befindliches Baugebiet von etwa 250 Häusern (Gebiet des Bebauungsplans Binsfeld III) und die überwiegend bebaute Straße Binsfeld, die das Gebiet in Nord-Süd-Richtung erschließt.
Nach Jahrzehnten der intensiven Kiesgewinnung wird das Gebiet heute mit Ausnahme des nördlichen Teils aus Feldern, einigen Kleingärten und einem Fußballplatz des Tura Otterstadt, geprägt von Baggerseen.
Von den dortigen acht Baggerseen, dem Speyerlachsee, dem Mondsee, dem Sonnensee, dem Biersiedersee und dem Silbersee sind die drei größten Seen, Binsfeld, der Kuhunter und der Gänsedrecksee, zu einem See verbunden. An einigen Baggerseen besteht ein geschlossenes Gebiet von ca. 250 Häusern, die überwiegend zum Wohnen, teils zu Wochenendzwecken genutzt werden.
Die Rheinniederung besteht aus alluvialen und holozänen Ablagerungen.
Mit Ausnahme des leicht höheren Geländes im nördlichen Teil war das ganze Binsfeld vor dem Kiesabbau geprägt von sumpfigen mit Binsen bestandenen Wiesen. Das erklärt den Flurnamen Binsfeld, der auf das ganze Gebiet, den auf dem Flurstück ausgebaggerten See und das Baugebiet an den Seen überging.Adressbuch Speyer 1991, TAGESPOST-Verlag, S. 179.
Im nördlichen Bereich lag eine Gehöftgruppe namens Binshof.
Abgrenzung, Gliederung und Umgebung des Gebietes Der Westen und Nordwesten, Speyerlache Das Gebiet wird begrenzt im Westen von einem deutlichen Höhenversprung, der das Hochgestade von der Rheinniederung abgrenzt. Das Hochgestade verspringt in Richtung Otterstadt nordöstlich bogenförmig Richtung Rhein, wobei das Hochgestade Richtung Osten an Höhe verliert, um am Ortsende von Otterstadt in die Rheinniederung überzugehen. Dieser Bogen entspricht einem verlandeten Altrheinarm, der Speyerlache, der einst das Hochgestade annagte. Der südliche Teil dieses einstigen Altrheinarmes ist heute als Speyerlachsee wieder wasserführend.
Der Norden, Binshof Die Kreisstraße 2 verläuft in Ost-West-Richtung südlich der Baugrenze von Otterstadt. Von ihr zweigt vom Hochgestade in die Rheinniederung in südlicher Richtung eine einfache asphaltierte Straße ab, die das Binsfeld mit der Gehöft- und Hotelgruppe Binshof und das Baugebiet Binsfeld zu erschließt. Einer der Bauernhöfe wurde – stark erweitert – in ein Hotel umgewandelt, zu dessen Gunsten ein eigener Bebauungsplan geschaffen wurde, der zweimal entsprechend der Wünsche der Investoren erweitert wurde. Eine riskante Kreditvergabe in Höhe von 95 Millionen DM, die für das Hotelprojekt Binshof von 1993 bis 1995 dem ursprünglichen Investor genehmigt worden war, war mit ein Grund dafür, dass die Sparkasse Mannheim Ende der 1990er Jahre in eine finanzielle Schieflage geriet. Nördlich des Wellnesshotels existiert heute noch ein aktiver Bauernhof.
Im Norden begrenzt nach Auslaufen des Hochgestades die Kreisstraße 2 (K2), die nach Osten auf den Rheinhauptdeich zusteuert, das Binsfeld. mini|links|Zwei Brücken unterqueren den Fahrdamm der Bundesautobahn 61 zwischen Hochgestade und Rheinbrücke Speyer, die südliche Grenze des Gebietes. Diese hier unterquert die A 61 direkt unterhalb des Hochgestades. Vor der Südseite der Brücke haben sich der asphaltierte Feldweg, der auf der Südseite des Autobahndammes von der Waldseer Straße in Speyer-Nord bis zur Kreisstraße am Rheinhauptdeich verläuft, mit dem vom Spitzrheinhof und weiter vom Otterstadter Weg kommenden Feldweg gekreuzt. Links zu sehen eine der beiden Schranken zum großen südlichen öffentlichen Parkplatz mini|Zwei Brücken unterqueren den Fahrdamm der Bundesautobahn 61 zwischen Hochgestade und Rheinbrücke Speyer. Diese hier dient der Kreisstraße 2, die von Speyer kommend entlang des Rheinhauptdeiches verläuft, hier unter der Autobahn durchgeführt wird und nach der Unterquerung auf den rechts zu sehenden Rheinhauptdeich aufsteigt, dem sie folgt, bis sie nach Otterstadt abknickt.
Der Westen Mit Erreichen des Rheinhauptdeiches, der die östliche Begrenzung des Gebietes darstellt, biegt die K2 nach Süden ab und verläuft auf dem Deich. Rheinhauptdeich und K2 begrenzen das Binsfeld nach Osten. Am Knick der K2 und einige hundert Meter südlich befinden sich zwei Zugänge zu einer großen Kasernenanlage, die in das Auengebiet Angelhofer Altrhein eingebaut wurden. Früher war der südliche Teil eine französische Kaserne, das Quartier Riberpray, der nördliche Teil eine Außenstelle der deutschen Kurpfalz-Kaserne. Heute werden beide Teile vom deutschen Spezialpionierbataillon 464 genutzt. Kurz bevor die K2 die A 61 schneidet wird sie vom Rheinhauptdeich heruntergeführt und unterquert sie direkt neben dem Deich.
Der Süden Im Süden wird das Gebiet von der A 61 begrenzt, die auf einem Fahrdamm geführt wird, der das Hochgestade im Westen mit der Autobahnbrücke Speyer im Osten verbindet. Etwa in der Mitte des Autobahnstücks befindet sich der Rastplatz Binshof. Früher wurde der Platz im Sommer von LKW-Fahrern oft genutzt, um sich im See zu erfrischen. Durch hohe Zäune wird das jetzt unterbunden. Der Kies für den Fahrdamm wurde im Speyerlachsee gewonnen. Zwei Brücken unterqueren den Fahrdamm der Bundesautobahn 61 zwischen Hochgestade und Rheinbrücke Speyer und stellen die beiden südlichen Tore zum Binsfeld dar. Die eine, die zur Straße Binsfeld wird, direkt am Hochgestade, die andere für die Kreisstraße 2 am Rheinhauptdamm.
Südlich des Kuhunter verläuft ein gesperrter Feldweg zwischen Anglerstubb und Kreisstraße 2. Südlich der Südwestecke des Kuhunter befindet sich ein Dreieck zwischen diesem Feldweg, der K2 und dem Fahrdamm der Bundesautobahn 61. Dort wird Ackerbau betrieben. Südlich der Stelle, wo der Feldweg auf die K2 und damit den Rheinhauptdeich trifft, befindet sich in diesem Dreieck ein Pumpwerk zur Entwässerung der nördlichen Rheinniederung von Speyer.
Die Seen mini|Blick vom Strand am Westufer des zentralen Sees Binsfeld auf die in diesem See gelegene Insel. Diese darf aus Gründen des Vogelschutzes nicht betreten werden. Auf und um die Insel halten sich tagsüber meist zahlreiche Wasservögel auf. Einige Arten nutzen die Insel als Schlaf- und Nistplatz.
Binsfeld Im 20 ha großen und maximal 19 Meterhttp://www.badeseen.rlp.de/servlet/is/1148/ tiefen See Binsfeld dem Zentrum der Seenlandschaft Binsfeld, befindet sich eine Insel mit reichem Wasservogelleben. Tagsüber hält sich dort vor allem eine große Kolonie Kanadagänse auf. Die Insel wird Vogelinsel genannt, hat offiziell aber keinen Namen. Das flache sandige Nordufer des Binsfeld ist heute der am stärksten frequentierte Badestrand. Dort befindet sich auch ein Kiosk und eine Toilettenanlage. An diesem Standort war bis zum Ende des Kiesabbaus die Kiesverladestation.
Das Ostufer des Binsfeld, eine Landzunge, trennt diesen vom Gänsedrecksee. Die dem Binsfeld zugewandte Seite der Landzunge ist als FKK-Bereich ausgewiesen.
Ein Plan dieses Gebiet nach Verpachtung an einen Privaten einzuzäunen und diesem zu erlauben, Eintritt zu verlangen rief in den 80er-Jahren erhebliche politische Kontroversen hervor. Der Vertrag wurde geschlossen, das Vorhaben scheiterte aber durch Bankrott des Pächters.
Sonnensee mini|Regenbogen über dem Sonnensee mini|Südostecke des Sonnensees mit Blick auf das Nordufer Der 4,5 ha große und max. 7 Meter tiefe Sonnensee,http://www.badeseen.rlp.de/servlet/is/1145/ westlich des Sees Binsfeld, war der erste ausgebaggerte See im Binsfeld.
Sein Westufer war mit zunächst etwa 500 m² großen Grundstücken der erste Bauabschnitt des Baugebietes Binsfeld. Erschlossen werden die Häuser am Westufer von der Straße Binsfeld, lange ein Feldweg, die auf dieser Höhe zwischen Sonnensee und Speyerlachsee verläuft. Die Grundstücke wurden zuerst vermietet, dann als Erbbaurecht mit Bauverpflichtung vergeben und später an die Erbbauberechtigten verkauft. Zwischen der Häuserreihe und dem See sollte ursprünglich ein öffentlicher Weg verlaufen, der aber, da das Ufer sehr steil ist, erhebliche Erdarbeiten erfordert hätte. Der Uferstreifen wurde dann an die Hauseigentümer verkauft.
Am flachen Nordufer wurden später Grundstücke für 30 Jahre verpachtet und durchgehend bebaut. Die Hausreihe am Nordufer wird vom Wildentenweg erschlossen. Nach Ablauf der Mietverträge werden die Grundstücke mit Häusern verkauft.
Das mittlere flache Ostufer war früher der beliebteste öffentliche Badestrand, das Südufer naturbelassen. An der Südostecke befindet sich ein Kiosk und eine öffentliche Toilettenanlage, der gegenüber sich das Vereinsheim der DLRG befindet.
Zwischen Sonnensee und dem See Binsfeld nördlich des Kiosk wurde ein überbrückter Durchstich angelegt, der Fischen ermöglichen sollte, das flache Wasser des Sonnensees zum Laichen zu nutzen. Der Durchstich ist verlandet.
Mondsee mini|Mondsee: Blick auf das Südufer, das vom Wildentenweg erschlossen wird. Der 7 ha große und max. 17 Meter tiefe Mondseehttp://www.badeseen.rlp.de/servlet/is/1144/, nordwestlich vom See Binsfeld, ist am Ostufer, Südufer und Westufer bebaut. Am Nordufer besteht ein Privatstrand für die Dauermieter des nördlich gelegenen Dauercampingplatzes Lehr. Das Ostufer ist von der Straße Binsfeld, das Südufer vom Wildentenweg, das Ostufer von der Straße Am Mondsee, das Nordufer von der Straße Germannswiese erschlossen. Die Straße Germannswiese ist in diesem Bereich eine Privatstraße.
Biersiedersee (und die Straßen Biersiedersee und Biersiederstück) Der 7 ha große und max. 15 Meter tiefe Biersiedersee,http://www.badeseen.rlp.de/servlet/is/1146/ nördlich des Sees Binsfeld, hat seinen Namen von einem ausgebaggerten Flurstück, das einmal einem Biersieder gehörte. Auch die bebaute Straße, die das westliche Nordufer des Biersiedersees erschließt, heißt Biersiedersee.
Das Flurstück Biersiederstück war auch namensgebend für die beidseits bebaute Straße Biersiederstück, die von der Straße Binsfeld südlich abgeht und die Bebauung im Bereich des Westufers des Sees Binsfeld erschließt. Das bebaute Westufer wird von der Straße Am Mondsee erschlossen, die in Nord-Süd-Richtung zwischen Mondsee und Biersiedersee verläuft.
Silbersee Der 6 ha große und max. 13 Meter tiefe Silbersee, nördlich des Sees Binsfeld, liegt zwischen dem Biersiedersee im Westen und dem nördlichen Teil des Gänsedrecksees im Osten. Er ist zur Gänze an den Angel u. Fischzuchtverein vermietet. Nördlich des Silbersees ist ein großer öffentlicher Parkplatz, der zur Badesaison gebührenpflichtig ist. Er ist über die Kreisstraße 2 im Norden angeschlossen.
Gänsedrecksee und Kuhuntersee mini|Südostecke des Kuhuntersee Östlich von Silbersee im Norden und dem See Binsfeld befindet sich der Gänsedrecksee, der mit dem südlich davon gelegenen See Kuhunter verschmolzen ist.
Der Kuhuntersee ist nicht nur die südlich Fortsetzung des Gänsedrecksee, er verläuft auch nach Westen bis südlich des Sees Binsfeld. Vom See Binsfeld trennt den Kuhunter eine Landzunge, die durch zwei Durchstiche, einen kleinen überbrückten am Westufer und einen größeren östlichen zur Insel geworden ist.
Die Ufer des Gänsedrecksees sind gänzlich dem Naturschutz gewidmet, werden aber gleichwohl auch zum Baden genutzt.