Oberwinstetten ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Oberwinstetten liegt in der Gemarkung Wolfertsbronn.

Geographie Der Weiler liegt mit dem Flurgebiet Egert auf einer Anhöhe, die gegen Westen abfällt ins Tal des Wolfertsbronner Bachs, einem linken Zufluss der Rotach, und gegen Norden beim Kesselholz ins Tal des Kesselgrabens. Im Südwesten liegt das Waldgebiet Brand, im Südosten liegen das Kirch- und das Schlagholz. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Wolfertsbronn zur Staatsstraße 2220 (1,6 km nordwestlich) bzw. nach Unterwinstetten (0,5 km östlich).

Geschichte Die Fraisch über Oberwinstetten war strittig zwischen dem oettingen-spielbergischen Oberamt Mönchsroth und der Reichsstadt Dinkelsbühl. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte die Reichsstadt Dinkelsbühl. Der Ort bildete mit Unterwinstetten eine Realgemeinde. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es 4 Anwesen und 1 Gemeindehirtenhaus. Grundherr über alle Anwesen war die Reichsstadt Dinkelsbühl (Dreikönigspflege: 2 halbe Güter; Ratsamtspflege: 2 halbe Güter).T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 450.

Im Jahr 1809 wurde Oberwinstetten infolge des Gemeindeedikts dem Steuerdistrikt Segringen und der Ruralgemeinde Wolfertsbronn zugeordnet.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 533 und 539. Am 1. Januar 1971 wurde Oberwinstetten im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Dinkelsbühl eingegliedert.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 586.

Ehemaliges Baudenkmal Der den beiden Bauernhäusern Nr. 2 und 3 (um 1900) gemeinsame Hof wird rückwärtig geschlossen durch einen quer gestellten, gestreckten Scheunenbau des mittleren 19. Jahrhunderts: massiv, verputzt, mit vier korbbogigen Traufseittoren. An der zu Nr. 3 gehörigen Hälfte Inschriftentafel „JAL“ (= Johann Andreas Lechler) „1862“.A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl, S. 180. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 30 24 33 37 27 32 31 39 16 17 21HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 7 5 6 5 5 4 4 4 Quelle Dort als Oberwindstetten aufgelistet.

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Vinzenz (Segringen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Dinkelsbühl) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach