Hlynjany (; ; ) ist eine in der Westukraine liegende kleine Stadt etwa 37 Kilometer östlich der Oblasthauptstadt Lemberg am Flüsschen Tymkowezkyj (Тимковецький) gelegen. mini|links|Kirche im Ort
Der Ort wurde 1379 zum ersten Mal schriftlich erwähnt und erhielt 1397 das Magdeburger Stadtrecht. Als Gliniany gehörte es von 1774 bis 1918 zum österreichischen Galizien, zwischen 1854 und 1867 war der Ort Sitz einer Bezirkshauptmannschaft,Reichsgesetzblatt vom 24. April 1854, Nr. 111, S. 401. danach wurde ein Bezirksgericht des Bezirks Przemyślany errichtet. Im November 1918 war die Stadt, nach dem Zusammenbruch der Donaumonarchie am Ende des Ersten Weltkrieges kurzzeitig Teil der Westukrainischen Volksrepublik. Im Polnisch-Ukrainischen Krieg besetzte Polen im Juli 1919 auch die letzten Teile der Westukrainischen Volksrepublik. Am 21. November 1919 sprach der Hohe Rat der Pariser Friedenskonferenz Ostgalizien für eine Zeitdauer von 25 Jahren Polen zu. Im Zweiten Weltkrieg wurde Hlynjany erst von der Sowjetunion und ab 1941 bis 1944 von Deutschland besetzt. Die große jüdische Gemeinde wurde während des Zweiten Weltkrieges vollständig ausgelöscht.
1945 kam Hlynjany wiederum zur Sowjetunion, dort wurde der bereits 1940 zu einer Siedlung städtischen Typs erklärte Ort Teil der Ukrainischen SSR und ist seit 1991 ein Teil der unabhängigen Ukraine. Zwischen 1940/1944 und 1961 war Hlynjany die Rajonshauptstadt des gleichnamigen Rajons Hlynjany. Am 3. Februar 1993 erhielt der Ort erneut das Stadtrecht.Верховна Рада України; Постанова від 03.02.1993 № 2983-XII Про віднесення селища міського типу Глиняни Золочівського району Львівської області до категорії міст районного підпорядкування
Verwaltungsgliederung Am 12. Juni 2020 wurde die Stadt zum Zentrum der neu gegründeten Stadtgemeinde Hlynjany (Глинянська міська громада/Hlynjanska miska hromada). Zu dieser zählen auch die 18 in der Tabelle erfassten DörferРозпорядження Кабінету Міністрів України від 12 червня 2020 року № 718-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Львівської області im Rajon Solotschiw; bis dahin bildet sie zusammen mit dem Dorf Scheniw die Stadtratsgemeinde Hlynjany (Глинянська міська рада/Hlynjanska miska rada) im Rajon Solotschiw, das frühere Dorf Zamoście wurde schon vor 1939 eingemeindet.
Folgende Orte sind neben dem Hauptort Hlynjany Teil der Gemeinde: Name ukrainisch transkribiert ukrainisch russisch polnisch Jaktoriw Якторів Якторов (Jaktorow) Jaktorów Kossytschi Косичі Косычи Alfredówka Krywytschi Кривичі Кривичи (Kriwitschi) Krzywice Kurowytschi Куровичі Куровичи (Kurowitschi) Kurowice Masiw Мазів Мазов (Masow) Mazów Perehnojiw Перегноїв Перегноев (Peregnojew) Przegnojów Petschenija Печенія Печения Peczenia Pidhajtschyky Підгайчики Подгайчики (Podgaitschiki) Podhajczyki Pohorilzi Погорільці Погорельцы (Pogorelzy) Pohorylce Rosworjany Розворяни Разворяны (Rasdworjany) Rozworzany Sastawne Заставне Заставное (Sastawnoje) Laszki Królewskie Scheniw Женів Женив Żeniów Schopky Шопки Шопки (Schopki) Szopki Slowita Словіта Словита Słowita Solowa Солова Солова Sołowa Turkotyn Туркотин Туркотин (Turkotin) Turkocin Welykyj Poljuchiw Великий Полюхів Великий Полюхов (Weliki Poljuchow) Poluchów Wielki Wyschnjany Вижняни Выжняны Wyżniany
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Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Oblast Lwiw Kategorie:Rajon Lwiw Kategorie:Ersterwähnung 1379 Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1397