Die Minju-Partei (koreanisch: , Transliteration: Minju-dang, in Deutsch: Demokratische Partei) war eine liberale Partei in Südkorea, die im Mai 2005 durch Umbenennung aus der Sae-cheonnyeon-minju-dang (, Demokratische Partei des Neuen Millenniums) entstand und bis Juni 2007 bestand.

Geschichte Die Partei wurde am 20. Januar 2000 als Sae-cheonnyeon-minju-dang gegründet und bildete sich im Wesentlichen aus der Partei des Sae-jeongchi-gungmin-hoeui (, Nationaler Kongress für Neue Politik), von der drei Jahre zuvor Mitglieder der sich gespaltenen Tonghap-minju-dang (, Vereinte Demokratische Partei (1995)) aufgenommen wurden. Eine kleinere Partei, die an der Fusion beteiligt war, nannte sich Neue Bürgerpartei und nicht von großer Bedeutung war.

Prägendster Politiker der Partei war Kim Dae-jung (), der noch unter der Partei Nationaler Kongress für Neue Politik von 1998 an Staatspräsident des Landes war und die Gründung der Demokratischen Partei des Neuen Millenniums forcierte, um mit einer neuen parteilichen Identität zu den Parlamentswahlen im April 2000 antreten zu können. Seine Partei ging aus der Wahl als stärkste Kraft heraus und konnte so Kims Politik weiterhin wirksam unterstützen, wie seine Sonnenscheinpolitik gegenüber Nordkorea, die auf eine friedliche Wiedervereinigung von Nord- und Südkorea durch Öffnung und Annäherung ausgerichtet war. Im Jahr 2002 stellt die Partei Roh Moo-hyun () als Präsidentschaftskandidat auf. Dieser gewann die Wahl, trat jedoch nach seinem Amtsantritt 2003 aus der Partei aus und gründet mit seinen Unterstützern die Yeollin-uri-Partei (, Yeollin-uri-dang, Unsere Offene Partei), was zur Spaltung der Partei führte. Die Yeollin-uri-Partei proklamierte daraufhin, die wahre Präsidentschaftspartei zu sein.

Zur Parlamentswahl 2004 gewann die Yeollin-uri-Partei mit 152 Sitzen die absolute Mehrheit in der Nationalversammlung und Kim Dae-jungs Partei stürzte auf 9 Mandate ab, ein Ergebnis, das ihr nicht Mal mehr einen Fraktionsstatus gab. Am 6. Mai 2005 benannte sich die Partei in Minju-dang (, Demokratische Partei) um. Auch zur folgenden Präsidentschaftswahl im Jahr 2007 konnte die Partei die Wähler nicht mehr überzeugen und erlitt eine weitere herbe Wahlniederlage.

Sie löste sich schließlich am 27. Juni 2007 auf und ging mit der Tonghap-minju-dang (Vereinigte Demokratische Partei) eine Verbindung ein, die nach einer weiteren Umbenennung im Jahr 2008 einer neuen Minju-Partei (, Demokratische Partei) führte.

Siehe auch Minju-Partei (Südkorea, 2008) (Demokratische Partei von 2008–2011) Minju-Partei (Südkorea, 2013) im Jahr 2011 als Minju-tonghap-dang (Demokratische Vereinte Partei) gegründet und 2013 in Minju-Partei (Demokratische Partei) (2013–2014) umbenannt Deobureo-minju-Partei, (Demokratische Partei seit 2014) Politische Parteien in Südkorea

Einzelnachweise

Kategorie:Historische Partei (Südkorea) Kategorie:Historische liberale Partei Kategorie:Parteigründung 2000 Kategorie:Aufgelöst 2007