Erich Hahnenbruch (* 5. November 1902 in Eschweiler; † 22. Januar 1965) war ein deutscher Polizeibeamter und SS-Führer.
Leben und Wirken Hahnenbruch trat zum 1. April 1930 in die NSDAP ein, aber im November 1932 wieder aus, die alte Nummer wurde aberkannt.Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/13131360 Zum 1. Mai 1937 trat er der NSDAP wieder bei (Mitgliedsnummer 4.764.795).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/13131361 In den 1930er Jahren trat Hahnenbruch in die SS ein (SS-Nummer 272.602), in der er Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der SS (SD) wurde. In dieser Eigenschaft wurde er um 1940 als Beamter in das Reichssicherheitshauptamt (RSHA) aufgenommen, zunächst als Hilfsreferent im Rang eines Regierungsassessors im Referat IV B 2 (Protestantische Kirchenangelegenheiten).
Im Februar 1943 übernahm Hahnenbruch als Nachfolger von Erich Roth die Leitung des Referates IV B 2,Michael Wildt: Generation des Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes. Hamburger Edition, Hamburg 2002, ISBN 3-930908-75-1. (2. Auflage 2013 ebenda, ISBN 978-3-930908-87-5), S. 362. in dem er mit der Leitung und Oberaufsicht der polizeilichen Bekämpfung des Protestantismus im NS-Staat betraut war und das er als Regierungsrat bis zum Kriegsende führte.
In der SS erreichte Hahnenbruch den Rang eines SS-Obersturmbannführers.
Literatur John S. Conway: The Nazi Persecution of the Churches, 1933–1945, 1997.
Einzelnachweise
Kategorie:Person (Reichssicherheitshauptamt) Kategorie:SD-Personal Kategorie:SS-Mitglied Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Geboren 1902 Kategorie:Gestorben 1965 Kategorie:Mann Kategorie:Deutscher Kategorie:Zeuge in den Nürnberger Prozessen