Der Ełk (früher Łek), , ist ein 114 km langer rechter Nebenfluss der Biebrza im Nordosten von Polen. Er fließt durch das Masurische Seenland und ist der viertgrößte Nebenfluss der Biebrza.

Name Der Fluss wurde im Zeitraum 1314–1335 als Lika erstmals schriftlich erwähnt. Die Deutung des Namens ist unsicher. Er könnte mit dem indogermanischen Verbstamm *leik- für 'biegen' in Zusammenhang stehen.

Geografie Mit seinem Einzugsgebiet von 1.524,5 km² auf genau 113,6 km Länge erstreckt er sich mit genau 86,0 km durchs Ermland und Masuren.

Sein Einzugsgebiet erstreckt sich von den Seesker Höhen () über das Lycker Seengebiet () in der Masurischen Seenplatte bis ins Biebrza-Becken () in der Nordpodlachischen Tiefebene (). mini|links|150px|Oberlauf des Leck in einer Kartendarstellung

Die Quelle des Ełk entspringt auf der dritthöchsten Erhebung Nordpolens, dem Seesker Berg (), nahe der Stadt Goldap (). Meridional fließt er durch den Haschner See (), den Laschmiedensee (), den Jezioro Straduńskie und den Lycker See () im Osten der Woiwodschaft Ermland-Masuren dem Powiat Gołdapski und dem Powiat Olecki mit den Gemeinden Gołdap, Kowale Oleckie, Świętajno, Powiat Ełcki mit Stare Juchy, Ełk und Prostki; sowie im Lycker Seengebiet im Powiat Grajewski und Powiat Moniecki in der Woiwodschaft Podlachien.

Zu erwähnende größere zum Teil ehemalige deutsche Städte entlang des Flusslaufes sind zum Beispiel: Lyck (), Stradaunen (), Neuendorf (), Prostken () und Grajewo ().

Sein Verlauf zur Mündung in den Laschmiedensee wird als Czarna Struga () und Łaźna Struga bezeichnet. Danach fließt er zum Lycker See in südlicher Richtung. Nahe dem zur Gemeinde Goniądz gehörigen Dorf Osowiec, von wo er bereits seit dem 19. Jahrhundert durch Umgehung seines natürlichen Flussbettes der Biebrza-Sümpfe in einer künstlichen Flussbettung dem sogenannten Kanał Rudzki der Biebrza zugeführt wird. Die Mündung des natürlichen Ełkflussbetts nutzt heute die Lega, ein 157 km langer Fluss aus dem nördlichen Schwarzen See () bei Szarejki.

Linke Nebenflüsse Zu den linken Ufern münden die Flüsse: Mazurka, Połomska Młynówka, Karmelówka, Lega sowie der Kanał Kuwasy in den Ełk.

Rechte Nebenflüsse Zu den rechten Ufern münden die Flüsse: Gawlik, Różanica und Binduga in den Ełk.

Landschaft

Das Einzugsgebiet des Ełk besticht durch eine bemerkenswerte Landschaftsstruktur, geprägt von Geschiebemergelablagerungen der Baltischen Eiszeit. In einer Zeichnung von zahlreichen Wald und Ackerland bedeckten Reliefs eines sehr abwechslungsreichen Hügellandes mit vielen Senken ohne Abfluss sowie Fragmenten von Sand und Kies.

Literatur Różański S, Wojewódzki Inspektorat Ochrony Środowiska w Olsztynie, Raport o stanie Środowiska na obszarze Województwa Warmińsko-Mazurskiego, Olsztyn 2000, ISBN 83-7217-093-2. (poln.) Wojewódzki Inspektorat Ochrony Środowiska w Olsztynie, "Raport o stanie środowiska województwa warmińsko-mazurskiego w 2006roku", praca zbiorowa pod kier. Danuty Budzyńskiej, Biblioteka Monitoringu Środowiska, Olsztyn 2007. (poln.) Marek Kuczyński, "OCENA CZYSTOŚCI WÓD POJEZIERZA EŁCKIEGO" Praca licencjacka 2007 r. (poln.) J. Kondracki Geografia regionalna Polski Wyd. Naukowe PWN Warszawa 1998 r. (poln.)

Einzelnachweise

Kategorie:Fluss in der Woiwodschaft Podlachien Kategorie:Masuren