mini|hochkant|Eddy Merckx gewann insgesamt elf große Landesrundfahrten. mini|hochkant|Bernard Hinault gewann zehn große Landesrundfahrten und ist einer der zwei Fahrer, die alle drei Rennen mehr als einmal gewinnen konnten. Die Liste der Sieger der großen Landesrundfahrten im Radsport listet alle Sieger der drei großen Landesrundfahrten im Straßenradsport – Giro d’Italia, Tour de France und Vuelta a España, auch „Grand Tours“ (eng., urspr. frz. Grands Tours) genannt – auf. In weiteren Listen sind die einzelnen Fahrer und Nationen nach der Zahl ihrer Siege, sowohl insgesamt als auch bei jeder einzelnen Rundfahrt, sortiert. Darüber hinaus werden die Fahrer gesondert dargestellt, denen es gelang, mehrere der Rundfahrten in einem Kalenderjahr zu gewinnen.

Die drei großen Landesrundfahrten sind die einzigen Rennen im Radsport-Rennkalender, die über mehr als 14 Tage ausgetragen werden und werden daher auch die dreiwöchigen Rundfahrten genannt. In den Anfangsjahren wurden die Rundfahrten teilweise über einen kürzeren Zeitraum ausgetragen. Die Reihung der Rundfahrten in der Tabelle – Giro d’Italia, Tour de France und Vuelta a España – entspricht der heutigen Austragungsreihenfolge. Dabei war die Vuelta a España bis einschließlich 1994 die erste der drei Rundfahrten im Jahresverlauf. Erst seit 1995 wird sie im September als letztes der Rennen veranstaltet. Die farbliche Hinterlegung der Fahrernamen orientiert sich an den aktuellen Führungstrikots der Rundfahrten – dem Maglia Rosa („Rosa Trikot“) beim Giro d’Italia, dem Maillot jaune („Gelbes Trikot“) bei der Tour de France und dem Maillot Rojo („Rotes Trikot“) bei der Vuelta a España. Die Führungstrikots wurden bei den Rundfahrten erst einige Zeit nach deren Entstehung eingeführt und bei der Vuelta a España wechselten die Farben des Führungstrikots in der Geschichte bereits mehrfach. Zur einheitlichen Darstellung werden jedoch alle Sieger der jeweiligen Rundfahrt entsprechend hinterlegt.

Insgesamt konnten 162 Fahrer mindestens eine der großen Landesrundfahrten gewinnen, davon waren 59 mehrfach erfolgreich. Rekordgewinner mit insgesamt elf Erfolgen bei großen Landesrundfahrten ist der Belgier Eddy Merckx. Merckx ist auch einer von acht Fahrern, die in ihrer Karriere jede der drei Rundfahrten mindestens einmal für sich entscheiden konnten. Die anderen sieben sind der Brite Chris Froome, die Italiener Felice Gimondi und Vincenzo Nibali, der Däne Jonas Vingegaard, die beiden Franzosen Jacques Anquetil und Bernard Hinault sowie der Spanier Alberto Contador. Die beiden Letztgenannten sind dabei die einzigen Fahrer, die jede der drei Rundfahrten mehr als einmal siegreich beenden konnten. Die erfolgreichste Nation bei den großen Landesrundfahrten ist Italien mit insgesamt 85 Erfolgen.

Den Rekord für die meisten Siege bei einer der drei Rundfahrten hielt der Amerikaner Lance Armstrong mit sieben Siegen bei der Tour de France, die ihm im Jahre 2012 wegen Dopings jedoch aberkannt wurden. Die meisten Siege bei der Tour de France gelangen damit Jacques Anquetil, Bernard Hinault, Eddy Merckx, Miguel Indurain und dem Slowenen Tadej Pogačar mit jeweils fünf Erfolgen. Rekordsieger des Giro d’Italia sind Eddy Merckx sowie die Italiener Alfredo Binda und Fausto Coppi mit jeweils fünf Erfolgen und bei der Vuelta a España der Slowene Primož Roglič mit vier Erfolgen, wobei der (zunächst) vierte Gesamtsieg des Spaniers Roberto Heras 2005Der Sieg bei der Vuelta a España 2005 wurde nachträglich dem Russen Denis Menschow zugesprochen, nachdem der ursprüngliche Sieger, der Spanier Roberto Heras, positiv auf EPO getestet worden war. Nach einer Entscheidung aus dem Jahr 2011 war diese Disqualifikation jedoch rechtswidrig. Das oberste spanische Zivilgericht bestätigte im Dezember 2012 die Entscheidung der Vorinstanz (Cyclingnews.com v. 22. Dezember 2012). Die Vuelta-Veranstalter führen jedoch nach wie vor Menschow als Sieger der Austragung 2005. nachträglich wegen Dopings aberkannt wurde.

Bislang gewann kein Fahrer alle drei Rundfahrten in einem Kalenderjahr. Eddy Merckx gelang es jedoch, jahresübergreifend vier Rundfahrten in Folge zu gewinnen (Giro d’Italia und Tour de France 1972, Vuelta a España und Giro d’Italia 1973); Bernard Hinault und Chris Froome waren jahresübergreifend bei drei Rundfahrten in Folge siegreich (Hinault: Giro d’Italia und Tour de France 1982, Vuelta a España 1983; Froome: Tour de France und Vuelta a España 2017, Giro d’Italia 2018). Den Sieg bei zwei Rundfahrten in einem Kalenderjahr schafften insgesamt zehn Fahrer; Rekordhalter ist auch hier Eddy Merckx mit vier Doppelerfolgen. Zuletzt gewann Tadej Pogačar 2024 mit dem Giro d’Italia und der Tour de France zwei Rundfahrten in einem Kalenderjahr.

Sieger nach Austragungsjahr Jahr Giro d’Italia Tour de France Vuelta a España 1903– – 1904– Der Sieg bei der Tour de France 1904 wurde nachträglich dem zuvor fünftplatzierten Fahrer, dem Franzosen Henri Cornet, zugesprochen, nachdem der ursprüngliche Sieger, der Franzose Maurice Garin, wie auch die zweit-, dritt- und viertplatzierten Fahrer, die Franzosen Lucien Pothier, César Garin und Hippolyte Aucouturier, nachträglich disqualifiziert worden war.– 1905– – 1906– – 1907– – 1908– – 1909 – 1910 – 1911 – 1912 AtalaBeim Giro d’Italia 1912 wurde nur eine Team- und keine Fahrerwertung ausgefahren. Das siegreiche Team Atana bestand aus den Italienern Carlo Galetti, Luigi Ganna, Giovanni Michelotto und Eberardo Pavesi. Dieser Erfolg wird nicht in die Erfolgsübersicht der Fahrer, jedoch in die Nationenwertung für Italien eingerechnet. – 1913 – 1914 – 1915keine Austragung, Erster Weltkriegkeine Austragung, Erster Weltkrieg– 1916keine Austragung, Erster Weltkriegkeine Austragung, Erster Weltkrieg– 1917keine Austragung, Erster Weltkriegkeine Austragung, Erster Weltkrieg– 1918keine Austragung, Erster Weltkriegkeine Austragung, Erster Weltkrieg– 1919 – 1920 – 1921 – 1922 – 1923 – 1924 – 1925 – 1926 – 1927 – 1928 – 1929 – 1930 – 1931 – 1932 – 1933 – 1934 – 1935 1936 1937 keine Austragung, Spanischer Bürgerkrieg 1938 keine Austragung, Spanischer Bürgerkrieg 1939 keine Austragung, Spanischer Bürgerkrieg 1940 keine Austragung, Zweiter Weltkriegkeine Austragung, Spanischer Bürgerkrieg 1941keine Austragung, Zweiter Weltkriegkeine Austragung, Zweiter Weltkrieg 1942keine Austragung, Zweiter Weltkriegkeine Austragung, Zweiter Weltkrieg 1943keine Austragung, Zweiter Weltkriegkeine Austragung, Zweiter Weltkriegkeine Austragung, Zweiter Weltkrieg 1944keine Austragung, Zweiter Weltkriegkeine Austragung, Zweiter Weltkriegkeine Austragung, Zweiter Weltkrieg 1945keine Austragung, Zweiter Weltkriegkeine Austragung, Zweiter Weltkrieg 1946 keine Austragung, Zweiter Weltkrieg 1947 1948 1949 keine Austragung 1950 1951 keine Austragung 1952 keine Austragung 1953 keine Austragung 1954 keine Austragung 1955 1956 1957 1958 1959 1960 1961 1962 1963 1964 1965 1966 1967 1968 1969 1970 1971 1972 1973 1974 1975 1976 1977 1978 1979 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 Der Däne Bjarne Riis erklärte 2007, während der Tour de France 1996 gedopt gewesen zu sein. Eine Disqualifikation und Aberkennung des Toursieges war nicht mehr möglich, da bereits mehr als acht Jahre seit dem Dopingvergehen verstrichen waren und damit verjährt. Die Tour-de-France-Organisation strich Riis zunächst dennoch aus den Ergebnislisten, ohne einen neuen Sieger zu führen. Mittlerweile wird Riis wieder als Sieger der Tour de France 1996 geführt. 1997 1998 1999 Dem Amerikaner Lance Armstrong wurden am 22. Oktober 2012 vom Weltradsportverband UCI die Erfolge bei der Tour de France in den Jahren 1999–2005 wegen Dopings aberkannt. Ein neuer Sieger wurde für die jeweiligen Rundfahrten nicht bestimmt. 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 Der Sieg bei der Tour de France 2006 wurde nachträglich dem Spanier Óscar Pereiro zugesprochen, nachdem der ursprüngliche Sieger, der Amerikaner Floyd Landis, positiv auf leistungssteigernde Mittel getestet worden war. 2007 2008 2009 2010 Der Sieg bei der Tour de France 2010 wurde nachträglich dem Luxemburger Andy Schleck zugesprochen, nachdem der Titel dem ursprünglichen Sieger, dem Spanier Alberto Contador, wegen Dopings aberkannt worden war. 2011 Der Sieg beim Giro d’Italia 2011 wurde nachträglich dem Italiener Michele Scarponi zugesprochen, nachdem der Titel dem ursprünglichen Sieger, dem Spanier Alberto Contador, wegen Dopings aberkannt worden war. Der Sieg bei der Vuelta a España 2011 wurde nachträglich dem Briten Chris Froome zugesprochen, nachdem der Titel dem ursprünglichen Sieger, dem Spanier Juan José Cobo, wegen Dopings aberkannt worden war. 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026

Fahrer nach Anzahl der Siege Fahrer: Gibt den Namen des Fahrers an. Von: Gibt das Jahr an, in dem der Fahrer erstmals eine große Landesrundfahrt gewinnen konnte. Bis: Gibt das Jahr an, in dem der Fahrer letztmals eine große Landesrundfahrt gewinnen konnte. Gesamt: Gibt die Anzahl der Siege bei den großen Landesrundfahrten an. Nach diesem Wert richtet sich die Platzierung in der Tabelle. Giro d’Italia: Gibt die Anzahl der Siege beim Giro d’Italia an. Tour de France: Gibt die Anzahl der Siege bei der Tour de France an. Vuelta a España: Gibt die Anzahl der Siege bei der Vuelta a España an.

Stand: nach der Vuelta 2026