Der SV Löhne-Obernbeck (vollständiger Name: Sportverein Löhne-Obernbeck e. V. 1925) ist ein Sportverein aus Löhne im Kreis Herford. Die erste Fußballmannschaft spielte in der Saison 1955/56 in der Landesliga; damals die höchste westfälische Amateurliga.
Geschichte Der SV Löhne-Obernbeck wurde am 14. Oktober 1925 von 21 jungen Männern aus den Löhner Stadtteilen Löhne-Bahnhof und Obernbeck in der Gaststätte „Zur Wallücke Bahn“ gegründet. Überregional bekannt wurde der Verein im Jahre 1931 durch seine Faustballabteilung, die Westfalenmeister wurde. Im Herbst 1948 kam es zu einer kurzzeitigen Fusion mit dem Nachbarverein TuRa Löhne namens TuRa Löhne-Obernbeck. Der Zusammenschluss führte für beide Partner nicht zum gewünschten Erfolg und wurde daher am 13. April 1949 wieder gelöst. Als Konsequenz daraus wurde der SV Löhne-Obernbeck in die 1. Kreisklasse Herford zurückgestuft. Laut der Vereinschronik schaffte der SV Löhne-Obernbeck im Jahre 1947 nach einem 3:2-Sieg über eine Mannschaft aus Vlotho den Aufstieg in die Bezirksliga. Dagegen erwähnt der Deutsche Sportclub für Fußball-Statistiken vom Verein TuRa Löhne-Obernbeck, der in der Saison 1946/47 als Aufsteiger in der Bezirksklasse Herford spielte.
Die Mannschaft sorgte im Jahre 1954 für Furore, als sie zunächst mit 54:6 Punkten den Aufstieg in die Bezirksklasse schafften. Im Westdeutschen Pokal 1954/55 besiegten die Löhner zunächst Arminia Bielefeld mit 4:3 nach Verlängerung und dann in der zweiten Runde den VfL Bochum aus der seinerzeit erstklassigen Oberliga West mit 1:0. Im Achtelfinale schied die Mannschaft jedoch mit 2:9 gegen den FC Schalke 04 vor etwa 12.000 Zuschauern aus. Ein Jahr später gelang als Bezirksligameister der Aufstieg in die Landesliga. Als Viertletzter wurde die Qualifikation für die neu eingeführte Verbandsliga verfehlt. In den folgenden Jahren etablierten sich die Löhner in der Landesliga. Im Jahre 1958 musste die Mannschaft ein Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt gegen den SV Paderborn austragen, dass im neutralen Bielefeld mit 2:2 nach Verlängerung endete. Die Obernbecker gewannen das Wiederholungsspiel in Lemgo mit 4:0 und blieben Landesligist.
Der Verein etablierte sich daraufhin in der Landesliga und erreichte 1959 und 1961 jeweils den sechsten Platz. 1965 gelang der Klassenerhalt erst am letzten Spieltag durch einen 6:0-Sieg am letzten Spieltag gegen den TSV Detmold. Ein Jahr später wurden die Löhner Vierter, bevor 1969 der Abstieg in die Bezirksliga folgte. Drei Jahre später gelang zwar die Rückkehr, ehe 1974 der erneute Abstieg folgte. In einer Entscheidungsrunde mussten die Löhner gemeinsam mit dem TBV Lemgo absteigen, während der SC Grün-Weiß Paderborn den Klassenerhalt schaffte. Im Jahre 1976 gelang der Wiederaufstieg, jedoch musste der Verein seinen Leistungsträger Karl-Hermann Eickhoff zum Zweitligisten Arminia Bielefeld ziehen lassen. Gleichzeitig scheiterte eine Fusion mit dem Lokalrivalen VfL Mennighüffen. Während die Mitglieder des SV Löhne-Obernbeck dafür stimmten, lehnten die Mennighüffer Mitglieder den Zusammenschluss ab. Nur aufgrund des besten Torverhältnis in der Entscheidungsspielrunde gegenüber dem VfL Mennighüffen und dem VfL Schlangen konnten die Löhner 1977 die Klasse halten. Löhne spielte zweimal 2:2, während sich die Konkurrenz 1:1 trennten.
Zwei Abstiege in Folge führte die Mannschaft 1980 in die Kreisliga A. Zwischen 1992 und 1994 sowie von 2008 bis 2010 konnten die Löhner noch einmal in die Bezirksliga zurückkehren, bevor die Mannschaft im Jahre 2015 in die Kreisliga B abstieg. Dort gelang der direkte Wiederaufstieg, wobei die Mannschaft 86 von 90 möglichen Punkten holte. 2026 stiegen die Löhner wieder in die Bezirksliga auf.
Erfolge Meister der Bezirksliga Westfalen 1: 1955, 1969, 1976
Stadion Der SV Löhne-Obernbeck trägt seine Heimspiele im Werretalstadion aus. Das Stadion liegt an der Albert-Schweitzer-Straße und bietet Platz für 7000 Zuschauer. Namensgeber ist die Werre, ein Nebenfluss der Weser, die durch Löhne verläuft. Seit 2017 wird auf Kunstrasen gespielt. Die Spielfläche ist von einer Leichtathletikanlage umgeben.
Persönlichkeiten Mamadou Diabang spielte von 2001 bis 2003 sieben Mal für die senegalesische Nationalmannschaft Karl-Hermann Eickhoff absolvierte zwischen 1976 und 1978 13 Zweitligaspiele für Arminia Bielefeld Heinrich Fiening spielte 195 Mal für den VfL Osnabrück in der seinerzeit erstklassigen Oberliga Nord Lena Goeßling spielte 106 Mal für die deutsche Nationalmannschaft und spielt für den VfL Wolfsburg in der Bundesliga Heinz Teichert war von 1974 bis 1982 Schiedsrichter in der 2. Bundesliga
Weblinks Offizielle Homepage des Vereins
Einzelnachweise
Kategorie:Fußballverein aus dem Kreis Herford Kategorie:Verein im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen Kategorie:Organisation (Löhne) LohneObernbeck SV Lohne-Obernbeck