Annika Beck (* 16. Februar 1994 in Gießen) ist eine ehemalige deutsche Tennisspielerin.
Karriere Beck, die im Alter von fünf Jahren mit dem Tennisspielen begann, bevorzugte den Hartplatz. Am 31. Januar 2010 gewann sie in Kaarst ihr erstes ITF-Turnier, als sie im Finale Audrey Bergot aus Frankreich mit 6:2 und 7:5 besiegte.
Am 10. April 2012 debütierte sie beim Turnier in Kopenhagen auf der WTA Tour mit einer Zweisatzniederlage gegen Petra Martić (4:6, 4:6). Im Juni erreichte sie als erste Deutsche nach Anna-Lena Grönefeld, der Siegerin von 2003, das Finale des Juniorinnen-Wettbewerbs von Roland Garros. Dort besiegte sie die Slowakin Anna Karolína Schmiedlová mit 3:6, 7:5, 6:3. Sport1.de, 10. Juni 2012, abgerufen am 23. Januar 2016 Im Juni 2012 gelang Beck in Wimbledon erstmals der Einzug ins Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers. Sie traf in der ersten Runde auf Wolha Hawarzowa, der sie mit 3:6, 6:3, 3:6 unterlag.Annika Beck scheitert bei Grand-Slam-Premiere. sid-Meldung auf Welt.de, 27. Juni 2012, abgerufen am 23. Januar 2016 Mit ihren sechs ITF-Titeln im Jahr 2012, vier davon von August bis November, erreichte Beck im Einzel Platz 78 der Weltrangliste. Zudem wurde sie am Jahresende Deutsche Meisterin, als sie sich im Finale gegen Antonia Lottner mit 6:1 und 6:0 durchsetzte.Annika Beck gewinnt Deutsche Meisterschaft. Rheinische Post, 21. Dezember 2012, abgerufen am 23. Januar 2016
2013 gab sie ihr Debüt in der deutschen Fed-Cup-Mannschaft. Sie trat gegen Frankreich im Doppel mit Anna-Lena Grönefeld an, sie unterlagen der Paarung Alizé Cornet/Kristina Mladenovic mit 3:6, 4:6. fedcup.com, abgerufen am 23. Januar 2016. Im selben Jahr erreichte sie in Kattowitz zum ersten Mal in ihrer Karriere das Halbfinale eines WTA-Turniers. Dort unterlag sie Roberta Vinci mit 1:6, 0:6. sid-Meldung auf handelsblatt.com, 13. April 2013, abgerufen am 24. Januar 2016. Erwähnenswert waren 2013 noch der Viertelfinaleinzug beim Nürnberger Versicherungscup sowie bei den WTA-Turnieren in Budapest und in der darauf folgenden Woche in Bad Gastein. Aufgrund ihrer verbesserten Weltranglistenplatzierung nahm sie 2013 an allen vier Grand-Slam-Turnieren teil und erreichte dabei dreimal die zweite Runde.
Das Jahr 2014 begann sie beim WTA-Turnier in Shenzhen, wo sie erst im Halbfinale gegen die spätere Siegerin Li Na ausschied. In Hobart scheiterte sie in der ersten Runde, bei den Australian Open unterlag sie in Runde zwei Ana Ivanović. Wie im Vorjahr erreichte sie dann beim WTA-Turnier in Luxemburg das Finale, in dem sie Barbora Záhlavová-Strýcová mit 6:2, 6:1 besiegte und damit ihren ersten Titel auf der WTA Tour gewann. sid-Meldung auf yahoo.com, 18. Oktober 2014, abgerufen am 23. Januar 2016 Bei den Grand-Slam-Turnieren erreichte sie in diesem Jahr lediglich bei den Australian Open die zweite Runde, ansonsten verlor sie ihre Auftaktbegegnungen.
Bei den French Open stand sie 2015 erstmals in der dritten Runde eines Grand-Slam-Turniers; in der ersten Runde gelang ihr ein Dreisatzsieg über Agnieszka Radwańska, bei den anderen verlor sie ihre Erstrundenpartien. Im August in Florianópolis gewann sie mit Laura Siegemund die Doppelkonkurrenz und damit ihren ersten WTA-Titel im Doppel. Im Einzelfinale unterlag sie dort Teliana Pereira mit 4:6, 6:4 und 1:6. Im September sicherte sie sich beim WTA-Turnier von Québec mit einem Finalsieg über Jeļena Ostapenko ihren zweiten Titel auf der Tour.Zweiter Titel für Annika Beck. kicker.de, 20. September 2015, abgerufen am 23. Januar 2016
Bei den Australian Open erreichte sie 2016 nach Siegen über Priscilla Hon, Timea Bacsinszky und Laura Siegemund erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier das Achtelfinale, in dem sie gegen die spätere Turniersiegerin Angelique Kerber verlor. In Roland Garros und Wimbledon erreichte sie jeweils die dritte Runde. Ein Finaleinzug bei einem WTA-Turnier gelang ihr in diesem Jahr nicht, in Nürnberg erreichte sie das Halbfinale.
Im Oktober 2018 beendete Beck ihre Karriere zugunsten eines Medizinstudiums.
Erfolge Einzel Turniersiege Nr.DatumTurnierKategorieBelagFinalgegnerinErgebnis 1. 31. Januar 2010 ITF $10.000 Teppich (Halle) 6:2, 7:5 2. 26. Februar 2012 ITF $25.000 Hartplatz (Halle) 6:1, 7:5 3. 8. Juli 2012 ITF $50.000 Sand 6:3, 6:1 4. 12. August 2012 ITF $25.000 Sand 6:1, 6:1 5. 22. September 2012 ITF $75.000 Hartplatz (Halle) 6:2, 6:4 6. 28. Oktober 2012 ITF $75.000 Teppich (Halle) 6:3, 7:68 7. 4. November 2012 ITF $75.000 Hartplatz (Halle) 6:71, 6:2, 6:2 8. 18. Oktober 2014 WTA International Hartplatz (Halle) 6:2, 6:1 9. 20. September 2015 WTA International Teppich (Halle) 6:2, 6:2
Finalteilnahmen Nr.DatumTurnierKategorieBelagTurniersiegerinErgebnis 1 20. Oktober 2013 WTA International Hartplatz (Halle) 2:6, 2:6 2 1. August 2015 WTA International Sand 4:6, 6:4, 1:6
Doppel Turniersieg Nr.DatumTurnierKategorieBelagPartnerinFinalgegnerinnenErgebnis 1 31. Juli 2015 WTA International Sand 6:3, 7:61
Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren Einzel Turnier 2012 2013 2014 2015 2016 2017 KarriereAustralian Open—221AF1AFFrench OpenQ1213313Wimbledon1211313US OpenQ1111212 Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Einzug ins Finale / Halbfinale / Viertelfinale / Achtelfinale; 1, 2, 3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde; Q1, Q2, Q3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Runde der Qualifikation; n. a. = nicht ausgetragen
Doppel Turnier 2013 2014 2015 2016 2017 KarriereAustralian Open121122French Open122112Wimbledon11—2—2US Open1111—1
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Billie-Jean-King-Cup-Spielerin (Deutschland) Kategorie:Deutscher Meister (Tennis) Kategorie:Olympiateilnehmer (Deutschland) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2016 Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1994 Kategorie:Person (Gießen) Kategorie:Frau