Die DTM-Saison 2012 war die 26. Saison der DTM und die 13. seit der Neugründung der Serie im Jahr 2000. Der erste Lauf fand am 29. April 2012 auf dem Hockenheimring statt. Das Saisonfinale fand am 21. Oktober ebenfalls auf dem Hockenheimring statt.DTM – Internetseite:
Insgesamt wurden an 11 Wochenenden Rennen in Deutschland, Großbritannien, Österreich, in den Niederlanden und in Spanien gefahren. Davon wurden 10 zur DTM-Meisterschaft gezählt. Die Läufe am Rennwochenende (14./15. Juli) in München wurden nicht zur DTM-Meisterschaft gezählt.
Gesamtsieger wurde der Kanadier Bruno Spengler im BMW M3 DTM mit 149 Punkten. Die neu eingeführte Markenwertung gewann BMW.
Sportliche und technische Änderungen miniatur|Der Audi A5 DTM auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main (2011) miniatur|Mercedes C-Coupé DTM auf der Essen Motor Show 2011 miniatur|BMW M3 Coupé DTM auf der Essen Motor Show 2011
Hersteller Ab der Saison 2012 trat neben Audi und Mercedes-Benz mit BMW ein dritter Hersteller in der DTM an.„Offiziell: BMW Comeback 2012 ist perfekt!“ (Motorsport-Total.com am 15. Oktober 2010) Audi verwendete ab der Saison 2012 den Audi A5 DTM.„Der A4 geht, der A5 kommt“ (Motorsport-Total.com am 29. Juni 2011) BMW setzte zur Rückkehr in die DTM den BMW M3 DTM ein.„BMW M3 DTM absolviert erstes Rollout“ (Motorsport-Total.com am 4. Juli 2011) Mercedes trat mit dem DTM AMG Mercedes C-Coupé an.„DTM – Schumacher & Rosberg enthüllen C-Coupé“ (Motorsport-Magazin.com am 7. September 2011)
Teams Zusammen mit BMW stiegen die Teams Racing Bart Mampaey,„BMW Team RBM im Porträt“ (Motorsport-Total.com am 10. März 2011) Reinhold Motorsport„Die Reinhold Motorsport GmbH im Porträt“ (Motorsport-Total.com am 10. März 2011) und Schnitzer Motorsport„BMW Team Schnitzer im Porträt“ (Motorsport-Total.com am 10. März 2011) in die DTM ein.„BMW Motorsport präsentiert die Teams für die DTM“ (Motorsport-Total.com am 10. März 2011)
Bei Audi und Mercedes blieben die Teams aus den Vorjahren.
Reglement Für die DTM-Saison 2012 wurden umfangreiche Änderungen am Reglement angekündigt. Das auffälligste Merkmal war die Optik der auf die Rennfahrzeuge aufgesetzten Silhouetten, die nun wieder wie in der Anfangszeit der „neuen DTM“ zweitürigen Coupés nachempfunden waren.
Eine hohe Priorität hatte die Senkung der Kosten. Durch Verwendung vieler Gleichteile unter den Fahrzeugen der verschiedenen Hersteller sollte eine Kostenreduktion um bis zu 40 Prozent erzielt werden. Zudem sollten die Fahrzeuge in mehreren Rennserien einsetzbar sein. Dazu nahm die ITR Gespräche mit der Grand American Road Racing Association und der NASCAR in den USA sowie den Organisatoren der japanischen Super GT auf, um ein einheitliches Reglement zu erarbeiten.2013: DTM plant Schritt in die USA und nach Japan (Motorsport-Total.com am 15. Oktober 2010)
Zur höheren Sicherheit wurde ein neues CFK-Monocoque entwickelt.
Ein Schwerpunkt der Änderungen am Reglement lag auf der Aerodynamik. Alle DTM-Fahrzeuge hatten einen einheitlichen großen Heckflügel. Eine Durchströmung der Karosserie und komplexe Zusatzflügel am Heck waren nicht mehr erlaubt. Dadurch sollten die Fahrzeuge weniger sensibel auf Berührungen reagieren und besseren Windschatten liefern.
Der Radstand betrug bei allen DTM-Fahrzeugen 2,75 Meter. Die Fahrzeuge waren 1,95 Meter breit und 5,01 Meter lang, einschließlich Heckflügel. Der Mercedes sowie der BMW waren 1,20 Meter hoch, der Audi hingegen nur 1,15 Meter. Das Gewicht betrug 1050 Kilogramm einschließlich Fahrer.„DTM-Autos 2012: Flach, breit, stark“ (Motorsport-Total.com am 14. September 2011)
In der Saison 2012 kamen breitere und größere Reifen zum Einsatz. 2011 wiesen sie noch eine Breite von 260 Millimetern an der Vorderachse, sowie 280 Millimetern an der Hinterachse und einen Durchmesser von jeweils 660 Millimetern auf. 2012 hatten die Vorderreifen eine Breite von 300 Millimetern und einen Durchmesser von 680 Millimetern, während Hinterreifen mit einer Breite von 310 Millimetern und einem Durchmesser von 710 Millimetern verwendet wurden.„Hankook-Reifen 2012: Erst konservativ, dann abgespeckt“ (Motorsport-Total.com am 24. Mai 2011) Der offizielle Reifenlieferant Hankook entwickelte Reifen, die Flügelelemente an den Seitenwänden aufweisen und so zusätzlichen Abtrieb erzeugen sollten.„Reifen der Zukunft: Hankook verleiht Flügel“ (Motorsport-Total.com am 1. Oktober 2011)
Die Renndistanz musste ohne Nachtanken absolviert werden. Daher waren in die Fahrzeuge größere Tanks mit einem Fassungsvermögen von 120 Litern eingebaut. Dadurch ist auch der Einsatz bei Langstreckenrennen möglich.
Die Fahrzeuge waren mit einem sequenziellen Transaxle-Sechsgang-Getriebe ausgestattet, das über Schaltwippen am Lenkrad betätigt wurde.
Als Antrieb dienten weiterhin Vierliter-V8-Saugmotoren, deren technische Daten sich unter den verschiedenen Herstellern allerdings unterschieden. So war der Mercedes mit einer Leistung von 500 PS angegeben, der BMW mit 480 PS und der Audi mit 460 PS. Alle Triebwerke hatten ein maximales Drehmoment von 500 Newtonmetern.
In der DTM wurden ab der Saison 2012 die Flaggen direkt von der Rennleitung angewiesen und gesteuert und auch direkt am Lenkrad der Teilnehmer angezeigt, dieses System wird hier Marshalling System genannt.
Reifen Alle Teams verwendeten Reifen von Hankook.
Starterfeld Folgende Fahrer sind in der Saison gestartet: Nr. Fahrer Team Fahrzeug Rennwochenende 1 Martin Tomczyk BMW-Team-RMG BMW M3 DTM 2012 alle 2 Joey Hand alle 3 Mattias Ekström Audi Sport Team Abt Sportsline Audi A5 DTM 2012 alle 4 Timo Scheider alle 5 Jamie Green AMG-Mercedes DTM AMG Mercedes C-Coupé 2012 alle 6 Ralf Schumacher alle 7 Bruno Spengler BMW-Team-Schnitzer BMW M3 DTM 2012 alle 8 Dirk Werner alle 9 Mike Rockenfeller Audi Sport Team Phoenix Audi A5 DTM 2012 alle 10 Miguel Molina alle 11 Gary Paffett Thomas Sabo/Mercedes-Benz Bank AMG-Mercedes DTM AMG Mercedes C-Coupé 2012 alle 12 Christian Vietoris alle 15 Andy Priaulx BMW-Team-RBM BMW M3 DTM 2012 alle 16 Augusto Farfus alle 17 Rahel Frey Audi Sport Team Abt Audi A5 DTM 2012 alle 18 Adrien Tambay alle 19 David Coulthard DHL Paket/Stern Mercedes AMG-Mercedes DTM AMG Mercedes C-Coupé 2012 alle 20 Robert Wickens alle 21 Edoardo Mortara Audi Sport Team Rosberg Audi A5 DTM 2012 alle 22 Filipe Albuquerque alle 23 Roberto Merhi Junge Sterne/TV-Spielfilm Mercedes AMG-Mercedes DTM AMG Mercedes C-Coupé 2012 alle 24 Susie Wolff alle Marco Wittmann war Testfahrer der BMW-Teams.„BMW: Wittmann wird DTM-Testpilot“ (Motorsport-Total.com am 6. Februar 2012)
Änderungen bei den Fahrern
Die folgende Auflistung enthält alle Fahrer, die an der DTM-Saison 2011 teilgenommen haben und in der Saison 2012 nicht für dasselbe Team wie 2011 starteten.
Fahrer, die ihr Team gewechselt haben: Rahel Frey: Team Phoenix → Abt Sportsline Miguel Molina: Abt Sportsline → Phoenix Racing Mike Rockenfeller: Abt Sportsline → Phoenix Racing Bruno Spengler: HWA AG → BMW Team Schnitzer Martin Tomczyk: Team Phoenix → BMW Team RMG Christian Vietoris: Persson Motorsport → HWA AG
Fahrer, die in die DTM einsteigen bzw. zurückkehren: Augusto Farfus: Le Mans Series (BMW Motorsport) → BMW Team RBM Joey Hand: American Le Mans Series (BMW Motorsport) → BMW Team RMG Roberto Merhi: Formel-3-Euroserie (Prema Powerteam) → Persson Motorsport Andy Priaulx: Le Mans Series (BMW Motorsport) → BMW Team RBM Adrien Tambay: Auto GP (Campos Racing) → Abt Sportsline Dirk Werner: American Le Mans Series (BMW Motorsport) → BMW Team Schnitzer Robert Wickens: Formel Renault 3.5 (Carlin) → Mücke Motorsport
Fahrer, die die DTM verlassen haben: Maro Engel: Mücke Motorsport → Australische GT-Meisterschaft (Erebus Racing) Oliver Jarvis: Abt Sportsline → FIA-GT1-Weltmeisterschaft (W Racing Team) Tom Kristensen: Abt Sportsline → World Endurance Championship (Audi Sport Team Joest) Renger van der Zande: Persson Motorsport → Porsche Supercup (Konrad Motorsport)
Rennkalender und Ergebnisse Bei den Strecken gab es keine Veränderung zur Vorsaison und es fand am 14. und 15. Juli erneut eine nicht zur Meisterschaft zählende Veranstaltung im Olympiastadion München statt, bei der nach dem System des Race of Champions gefahren wurde.„DTM-Kalender 2012: Schmerzhafte Kollisionen“ (Motorsport-Total.com am 21. September 2011) Runde Rennstrecke Datum Distanz Pole-Position Schnellste Runde Sieger Fahrzeug 1 Hockenheimring 29. April 182,960 km Mattias Ekström Jamie Green Gary Paffett DTM AMG Mercedes C-Coupé 2012 2 Lausitzring 6. Mai 180,856 km Bruno Spengler Jamie Green Bruno Spengler BMW M3 DTM 2012 3 Brands Hatch 20. Mai 187,113 km Gary Paffett Martin Tomczyk Gary Paffett DTM AMG Mercedes C-Coupé 2012 4 Red Bull Ring 3. Juni 203,322 km Edoardo Mortara Timo Scheider Edoardo Mortara Audi A5 DTM 2012 5 Norisring 1. Juli 179,400 km Gary Paffett Jamie Green Jamie Green DTM AMG Mercedes C-Coupé 2012 6 Die Veranstaltung im Münchener Olympiastadion zählte nicht zur Meisterschaft. 14. Juli Jamie Green Ralf Schumacher DTM AMG Mercedes C-Coupé 2012 15. Juli Mattias Ekström Audi A5 DTM 2012 7 Nürburgring 19. August 177,821 km Bruno Spengler Bruno Spengler Bruno Spengler BMW M3 DTM 2012 8 Zandvoort 26. August 185,201 km Timo Scheider Gary Paffett Edoardo Mortara Audi A5 DTM 2012 9 Oschersleben 16. September 188,496 km Bruno Spengler Roberto Merhi Bruno Spengler BMW M3 DTM 2012 10 Valencia 30. September 184,230 km Augusto Farfus Bruno Spengler Augusto Farfus BMW M3 DTM 2012 11 Hockenheimring 21. Oktober 173,812 km Augusto Farfus Gary Paffett Bruno Spengler BMW M3 DTM 2012 Anmerkungen
Meisterschaftsergebnisse Punktesystem Punkte wurden an die ersten 10 klassifizierten Fahrer in folgender Anzahl vergeben: Platz 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. Punkte 25 18 15 12 10 8 6 4 2 1
Fahrerwertung Insgesamt kamen 20 Fahrer in die Punktewertung. Platz Fahrer HOC1 LAU BRH RBR NOR MÜN NÜR ZAN OSC VAL HOC2 Punkte 1 Bruno Spengler DNF 1 2 DNF 3 5 3 1 6 1 6 1 149 2 Gary Paffett 1 2 1 3 4 3 3 6 7 2 DNF 2 145 3 Jamie Green 2 4 8 5 1 1 2 4 4 3 10 4 121 4 Mike Rockenfeller 5 13 3 7 6 DNQ 5 5 2 6 5 DNF 85 5 Edoardo Mortara 11 8 9 1 DNF DNQ 9 2 1 DNF 16* 6 82 6 Mattias Ekström 3 5 5 4 DNF 5 1 11 3 8 3 DNF 81 7 Augusto Farfus 15 3 11 10 DNF 5 5 10 9 5 1 3 69 8 Martin Tomczyk DNF 7 4 2 2 DNQ 5 3 DNF DNF DNF 14 69 9 Dirk Werner 17 19 16 DNF 10 4 17 12 8 4 9 5 29 10 Adrien Tambay DNF 18 12 DNF 15 2 9 DNF 5 16 2 DNF 28 11 Filipe Albuquerque 10 9 10 8 11 DNQ 9 8 15* 9 4 11 26 12 Christian Vietoris 4 11 6 DNF 8 3 9 16 DNF 12 12 10 25 13 Andy Priaulx 6 17 DNF DNF 7 DNQ 17 19 13 17* 8 7 24 14 Timo Scheider DNF 6 DNF 6 16 2 17 9 DNF 10 DNF 12 19 15 David Coulthard 8 12 15 DNF 5 DNQ 5 20 DNF DNF 11 DNF 14 16 Robert Wickens 14 22* 14 13 9 DNQ 9 7 DNF 7 DNF DNF 14 17 Ralf Schumacher 7 10 19 11 DNF 1 17 13 10 13 14 9 10 18 Miguel Molina 9 15 7 DNF 12 5 9 15 DNF 15 DNF DNF 8 19 Rahel Frey 16 20 18 15 17 DNQ 9 14 DNF DNF 7 16 6 20 Joey Hand 13 14 13 9 14 4 9 18 14 11 15* 8 6 21 Roberto Merhi 18* 16 17 12 13 DNQ 17 DNF 11 14 DNF 15 0 22 Susie Wolff 12 21 20* 14 DNF DNQ 17 17 12 DNF 13 13 0 Platz Fahrer HO1 LAU BRH RBR NOR MÜN NÜR ZAN OSC VAL HO2 Punkte
Anmerkungen Die Veranstaltung in München zählte nicht zur Meisterschaft.
Teamwertung