Die Uzebox ist eine stationäre Open-Source-Spielkonsole, die mit einer minimalistischen Hardware bestehend aus einem AVR-8-bit-Mikrocontroller (ATMEGA644) und einem RGB-to-NTSC-Konverter AD725 auskommt. Die resultierende Rechenleistung ist mit einem Nintendo Entertainment System vergleichbar.

Das Projekt wird von dem Kanadier Alec Bourque seit 2007 entwickelt. Ziel war es, eine möglichst einfache Hardwareplattform zu schaffen, die von Bastlern einfach nachgebaut werden kann. Zwischenzeitlich existieren verschiedene Hardwarevarianten für unterschiedliche Anwendungen und Regionen.

Features mini|Uzebox-Leiterplatte verbunden mit einem Fernseher

Spielkonsole mit minimaler Hardware und zu minimalen Kosten Interruptgetriebener Kernel: Sound und Videoerzeugung laufen im Hintergrund 256 Farben: Ausgabe über R-2R-Netzwerk 4 Kanal-PCM-Soundgenerator: 3 Wavetable-Kanäle und ein PCM-Kanal. Optionaler MIDI-Eingang: zum Komponieren eigener Musikstücke mit einem angeschlossenen MIDI-Sequencer SNES-Gamepads: Es können Standard-NES/SNES-Gamepads angeschlossen werden. SNES-Maus-Unterstützung SD/MicroSD-Kartenslot: Laden verschiedener Spiele von der SD-Karte via Gameloader (Bootloader) Erweiterbar: Für eigene Erweiterungen stehen I/O-Ports, eine UART und ein SPI-Interface zur Verfügung. Emulator: Für die Uzebox existiert ein voll funktionsfähiger Emulator für MAC & PC. API: Entwickler können auf eine gut dokumentierte API zurückgreifen, die verschiedene Videomodi unterstützt. OpenSource: Software und Hardware sind unter GPL lizenziert.

Hardware-Spezifikation mini|Uzebox AVCore

CPU: ATmega644-Mikrocontroller RAM: 4K Flash-Speicher: 64K Takt: 28.61818 MHz (übertaktet) Farben: 256 Farben (Rot: 3 bits, Grün: 3 bits, Blau: 2 bits) Videoausgang: NTSC FBAS, S-Video und SCART Sound: 8-bit Mono, ~ 15 kHz Samplefrequenz, Ausgabe via PWM Eingänge: 2× NES/SNES-kompatible Gamepads Externer Massenspeicher: SD/MicroSD Optionen: MIDI-in-Interface

Spiele Mittlerweile existieren über 60 Demos und Spiele. Vor allem wurden 8-Bit-Klassiker wie Arkanoid, Pac-Man oder Tetris auf diese Konsole portiert. Hier eine unvollständige Liste:

Verfügbare Bausätze und Fertiggeräte Die erste kommerzielle Umsetzung erfolgte 2009 mit dem mittlerweile nicht mehr erhältlichen Fuzebox-Bausatzhttp://www.ladyada.net/make/fuzebox/ Fuzebox-Bausatz von Adafruit. Im Jahr 2010 folgte der AVCore, bestehend aus zwei vorbestückten und gebrauchsfertigen Leiterplatten.https://www.sparkfun.com/products/9024 AVCore-Fertiggerät 2011 erschienen zwei weitere Bausätze – das Uzebox DIY Kit Uzebox-Bausatz mit AV-Ausgang und das EUzebox DIY Kithttps://www.hwhardsoft.de/english/projects/euzebox/ EUzebox-Bausatz mit SCART-Ausgang für den europäischen Markt. Die Uzebox Jammahttps://basementhobbies.wordpress.com/uzebox-jamma/ Uzebox Jamma aus dem Jahr 2012 ist die vorerst letzte Entwicklung und stellt eine Uzebox-kompatible Einsteckkarte für Spielautomaten mit einem sogenannten JAMMA-Interface dar.

Siehe auch XGameStation PlayPower Pandora (Konsole)

Einzelnachweise

Weblinks

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