Grottewitz ist ein Ortsteil der Ortschaft Nerchau der Großen Kreisstadt Grimma. Grottewitz wurde 1994 in die Stadt Nerchau eingemeindet. Die wiederum am 1. Januar 2011 nach Grimma eingemeindet wurde.
Geschichte Die erste schriftliche Erwähnung des ursprünglichen Sackgassendorfes erfolgte 1030 als GrothomiciVgl. in Zusammenhang mit einer Schenkung Otto III. an Markgraf Hermann. Bei der ersten Evangelischen Kirchenvisitation 1529 wurde auch Grottewitz mit folgenden Worten erwähnt: „Das Kirchenspiel Grotowitz umfasst folgende Ortschaften: Grotowitz mit 6 Pferdnern und 1 Gärtner“. Es wurde 1551, 1696 und 1764 als zum Rittergut Döben vermerkt.
August Schumann nennt 1819 im Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen Grottewitz betreffend u. a.: „Es hat 45 Einwohner, 5 ¾ Hufen, 13 Pferde, 42 Kühe, 88 Schaafe, ist nach Nerchau eingepfarrt, und gehört schrifts. zu dem Rittergute Döben.“Vgl.
Am 1. Juli 1950 wurde Löbschütz eingemeindet, am 1. Januar 1952 folgte Zaschwitz.
1964 wurde Grottewitz nach Nerchau eingemeindet. Mit Eingliederung der Stadt Nerchau nach Grimma gehört es seit dem 1. Januar 2011 zu Letzterem.
Entwicklung der Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl1548/51 7 besessene Mann, 10 Inwohner, 14 Hufen1764 7 besessene Mann, 1 Häusler, Hufen1834 701871 741890 70 Jahr Einwohnerzahl1910 721925 691939 551946 9619501 206 Jahr Einwohnerzahl2008 54 2011 49 2016 48 2019 43
1 mit Löbschütz
Wirtschaft In Grottewitz gibt es einen Biobauernhof, einen Holzhandel und die 1886 als Schmiede und Schlosserei gegründete und deutschlandweit bekannte Firma „Hans Hebetechnik + Metallbau“.
Weiteres Grottewitz ist der Geburtsort von Curt Grottewitz, dem Begründer der Arbeiter-Wanderbewegung.
Weblinks
Ortsteile im Porträt. In: Webauftritt der Großen Kreisstadt Grimma.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Leipzig Kategorie:Geographie (Grimma) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Leipzig) Kategorie:Ersterwähnung 1030 Kategorie:Gemeindeauflösung 1964