Peter Pagel (* 1952 in Halberstadt, Sachsen-Anhalt) ist ein deutscher Theaterschauspieler.
Leben Pagel arbeitete zunächst zehn Jahre in der damaligen Deutschen Demokratischen Republik als Chemiefacharbeiter, bevor er sich für eine Berufslaufbahn als Schauspieler entschied. Er absolvierte dann eine Schauspielausbildung an der Theaterhochschule Hans Otto in Leipzig.
Pagel spielte als Theaterschauspieler ein breites Repertoire, das Stücke der Antike, die deutschsprachigen Autoren der Klassik, insbesondere aber auch Stücke der Moderne und des zeitgenössischen Theaters umfasste. Pagel wurde anfangs im Rollenfach des jugendlichen Helden und jugendlichen Liebhabers besetzt, übernahm jedoch bald auch das Charakterfach.
1982 erhielt er sein erstes Festengagement am Volkstheater Rostock. Von 1994 bis 2001Danton stirbt im Bremer Parlament. In. taz vom 21. April 2001. Abgerufen am 28. Juli 2025 war er festes Ensemblemitglied am Theater Bremen, wo er u. a. unter der Regie von Manfred Karge, Konstanze Lauterbach und Thomas Bischoff arbeitete.
Von 2001Sigrid Schuer: Ein Theater-Spielplan der großen Gegensätze. In: WELT vom 23. April 2001. Abgerufen am 28. Juli 2025 bis 2010 war Pagel festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin, wo er später auch weiterhin als Gast auftrat. Pagel wirkte am Deutschen Theater in mehreren Inszenierungen des Regisseurs Michael Thalheimer mit. In der Spielzeit 2001/02 übernahm er die Rolle des Odoardo Galotti in Thalheimers Inszenierung von Emilia Galotti.Michael Bienert: Destruktive Leidenschaft. Premierenkritik. Abgerufen am 28. Juli 2025 2005 spielte er am Deutschen Theater Berlin an der Seite von Jutta Wachowiak, Dieter Mann, Jörg Gudzuhn und Aylin Esener den Eisler / Einstein in Friedrich Dürrenmatts Schauspiel Die Physiker.Ernst Schumacher: Wir bleiben im Irrenhaus. Premierenkritik. In. der Freitag vom 6. Mai 2005. Abgerufen am 28. Juli 2025 In Thalheimers Faust-Inszenierung spielte er dort den Wagner.Faust: Der Tragödie erster Teil. Besetzung. Abgerufen am 28. Juli 2025Michael Bienert: Faustisches Ragout. Premierenkritik. Abgerufen am 28. Juli 2025 Mit dieser Inszenierung gastierte er 2007 auch am Schauspiel Frankfurt.Faust. Der Tragödie Erster und Zweiter Teil (DT). Produktionsdetails und Besetzung. Abgerufen am 28. Juli 2025 In der Spielzeit 2008/09 war er am Deutschen Theater als Arzt Jewgenij Sergejewitsch Dorn in Jürgen Goschs Inszenierung des Theaterstücks Die Möwe von Henrik Ibsen zu sehen.Detlev Baur: Komische Vögel. Aufführungskritik. In: Die Deutsche Bühne. Heft 2/2009, Seite 44/45. Abgerufen am 28. Juli 2025Hartmut Krug: Schöner toter Vogel. Aufführungskritik. In: Deutschlandfunk vom 21. Dezember 2008. Abgerufen am 28. Juli 2025Juergen Pahl: Von oben: „Die Möwe“ im Deutschen Theater. Aufführungskritik. Abgerufen am 28. Juli 2025 Im Sommer 2009 gastierte er mit dieser Produktion bei den Salzburger Festspielen.THE SEAGULL. Produktionsdetails und Besetzung. Abgerufen am 28. Juli 2025 Im April 2009 gehörte er neben Margit Bendokat, Christian Grashof und Alexander Khuon zum Ensemble der Berliner Erstaufführung des Schauspiels Idomeneus von Roland Schimmelpfennig.Wolfgang Behrens: Vernunft und Aberglaube. Aufführungskritik bei Nachtkritik.de. Abgerufen am 28. Juli 2025Michael Bienert: Idomeneus. Premierenkritik. Abgerufen am 28. Juli 2025
In der Spielzeit 2009/10 gastierte Pagel am Hans-Otto-Theater in Potsdam in dem Theaterstück Der Architekt des schottischen Autors David Greig und als Bankier Natter in Tobias Wellemeyers Inszenierung von Arthur Schnitzlers Schauspiel Das weite Land.Lena Schneider: Premierenreigen: Tobias Wellemeyer beginnt seine Intendanz im Potsdamer Hans-Otto-Theater. Die Rückkehr der anarchischen Geste. In: Berliner Zeitung vom 16. Oktober 2009. Abgerufen am 28. Juli 2025Lena Schneider: Die Rosen sind geköpft. Aufführungskritik. In: Berliner Zeitung vom 125. Januar 2010. Abgerufen am 28. Juli 2025 Ab der Spielzeit 2010/11 war Pagel festes Ensemblemitglied am Hans-Otto-Theater. In der Spielzeit 2010/11 übernahm er den Göttervater Jupiter in einer Neuinszenierung des Amphitryon von Heinrich von Kleist.Matthias Weigel: Erst kommen die Götter, dann die Hausmannskost. Aufführungskritik bei Nachtkritik.de. Abgerufen am 28. Juli 2025 In derselben Spielzeit war er, an der Seite von Tina Engel, als Lyriker und emeritierter Professor Beverly Weston in Eine Familie von Tracy Letts zu sehen.Klaus Büstrin: Auf dem Schlachtfeld. Aufführungskritik. In: Tagesspiegel vom 2. Juli 2011. Abgerufen am 28. Juli 2025 Ab Februar 2011 war Pagel am Hans-Otto-Theater als Müllkutscher Alfred P. Doolittle in fast 70 Vorstellungen des Musicals My Fair Lady zu sehen.My Fair Lady (2011 - 2018) Hans Otto Theater, Potsdam. Besetzung, Produktionsdetails und Kritiken. Musicalzentrale.de. Abgerufen am 28. Juli 2025 In der Spielzeit 2011/12 war er dort als Seth Lord in dem Musical High Society von Cole Porter zu sehen.High Society. Produktionsdetails und Besetzung. Abgerufen am 28. Juli 2025High Society (2011–2012) / Tournee (Hans Otto Theater, Potsdam). Besetzung, Produktionsdetails und Kritiken. Musicalzentrale.de. Abgerufen am 28. Juli 2025 Im Februar 2012 übernahm er die Rolle des Regisseurs Lloyd in der Boulevardkomödie Der nackte Wahnsinn von Michael Frayn, mit der er auch auf Deutschland-Tournee ging.Der nackte Wahnsinn. Produktionsdetails und Besetzung. Abgerufen am 28. Juli 2025Aberwitzige Farce ums (Schmieren-)Theater. Aufführungskritik. In: Schwäbische.de vom 27. Februar 2013. Abgerufen am 28. Juli 2025 In der Spielzeit 2011/12 übernahm er dort auch den König Philipp in einer Neuinszenierung des Don Karlos von Friedrich Schiller.Premiere: Don Carlos am Hans Otto Theater. In: Berliner Morgenpost vom 5. April 2012. Abgerufen am 28. Juli 2025 In der Spielzeit 2012/13 war er der „grandiose“ Wirt in einer Neuinszenierung des Lustspiels Minna von Barnhelm (Regie: Isabel Osthues).Dirk Becker: Dirk Becker über den besonderen Wert unseres Hans Otto Theaters: Vom Glück. In: Tagesspiegel vom 29. Mai 2013. Abgerufen am 28. Juli 2025 In der Spielzeit 2013/14 wirkte er am Hans-Otto-Theater als Jabe Torrance in einer Inszenierung des Dreiakters Orpheus steigt herab von Tennessee Williams mit.André Mumot: Und ewig nölt der Frauenflüsterer. Aufführungskritik bei Nachtkritik.de. Abgerufen am 28. Juli 2025 In der Spielzeit 2014/15 spielte er dort den Professor Ludger in Lutz Hübners Komödie Richtfest, mit der er ebenfalls auf Tournee ging.Stefan Kirschner: In „Richtfest“ scheitern elf Menschen am gemeinsamen Hausbau. Aufführungskritik. In: Berliner Morgenpost vom 18. Oktober 2014. Abgerufen am 28. Juli 2025Julia Marre: Streiten, Kaufen, Wohnen. Aufführungskritik. In: Südkurier vom 8. März 2016. Abgerufen am 28. Juli 2025 In der Spielzeit 2015/16 übernahm er an der Seite von Rita Feldmeier die Rolle des Alfred Ill in Der Besuch der alten Dame.Klaus Büstrin: „Der Besuch der alten Dame“ im Hans Otto Theater: Eine Milliarde für einen Kopf. Aufführungskritik. In: Tagesspiegel vom 8. Februar 2016. Abgerufen am 28. Juli 2025»Der Besuch der alten Dame« | Hans Otto Theater. Abgerufen am 28. Juli 2025 In der Spielzeit 2015/16 übernahm er auch die beiden Rollen des Egeus und des Schnock in der Open-Air-Produktion Ein Sommernachtstraum."Ein Sommernachtstraum" von William Shakespeare - Open Air - Hans Otto Theater Potsdam. Produktionsdetails und Besetzung. Abgerufen am 28. Juli 2025Ein Sommernachtstraum mitten im Winter. Aufführungskritik. Abgerufen am 28. Juli 2025 In der Spielzeit 2016/17 war er wieder an der Seite von Rita Feldmeier, in dem Schauspiel Die Wiedervereinigung der beiden Koreas des französischen Gegenwartsautors Joël Pommerat zu sehen.Lena Schneider: "Die Wiedervereinigung der beiden Koreas" am HOT: Auch eine tote Liebe lebt. Aufführungskritik. In: Tagesspiegel vom 10. Oktober 2016. Abgerufen am 28. Juli 2025»Die Wiedervereinigung der beiden Koreas« | Hans Otto Theater. Abgerufen am 28. Juli 2025 In der Spielzeit 2016/17 spielte er außerdem neben Florian Schmidtke und Sabine Scholze den König Kreon in Das goldene Vlies von Franz Grillparzer.Wolfgang Behrens: Der geile Sound des Krieges. Aufführungskritik bei Nachtkritik.de. Abgerufen am 28. Juli 2025Stefan Bock: Doppeldeutiger Kugelmensch. Premierenkritik. Abgerufen am 28. Juli 2025 Im Januar 2018 stand er bei der Dernière noch einmal als Doolittle im Musical My Fair Lady auf der Bühne. Im Sommer 2018 war er in den Rollen des alten Briest und als Alonzo Gieshübler in den Sommertheater-Aufführungen des Hans-Otto-Theaters zu sehen.Klaus-Peter Möller: Effi geht – Premiere am Potsdamer Hans-Otto-Theater. Aufführungskritik im Fontane-Blog vom 19. Juni 2018. Abgerufen am 28. Juli 2025Frank Starke: So war die „Effi Briest“-Aufführung als Sommer-Open-Air. Aufführungskritik. In: Märkische Allgemeine vom 9. Juni 2018. Abgerufen am 28. Juli 2025
2010 gestaltete er im Rahmen der Musikfestspiele Potsdam auf Schloss Branitz bei Cottbus eine Lesung zu Hermann Fürst von Pückler-Muskau.ZU GAST IN FÜRST PÜCKLERS ZAUBERPARK. Gesamtprogramm 2010. Abgerufen am 28. Juli 2025 2014 gastierte er am Staatsschauspiel Dresden als Faust in einer Inszenierung von Faust I, bei der der Titelheld von vier verschiedenen Darstellern gespielt wurde.Detlev Baur: ABENDKRITIK: Faust sind vier: Der geile Sound des Krieges. Aufführungskritik. In: Die Deutsche Bühne vom 28. November 2014. Abgerufen am 28. Juli 2025Faust 1. Produktionsdetails und Besetzung. Abgerufen am 28. Juli 2025Goethes kranke Gesellschaft. Aufführungskritik. Abgerufen am 28. Juli 2025Sandro Zimmermann: Rocken am Brocken mit Abort. Aufführungskritik. Abgerufen am 28. Juli 2025
Theaterarbeiten (Auswahl) 1999: Faust, Rolle: Faust, Regie: Manfred Karge, Theater Bremen 1999: Hexenjagd, Rolle: John Proctor, Regie: Konstanze Lauterbach, Theater Bremen 2001: Torquato Tasso, Rolle: Torquato Tasso, Regie: Thomas Bischoff, Theater Bremen 2001: Armut, Reichtum, Tier und Mensch von Hans Henny Jahnn, Rolle: Troll Yngve, Regie: Konstanze Lauterbach, Theater Bremen 2001: Emilia Galotti, Rolle: Odoardo Galotti, Regie: Michael Thalheimer, Deutsches Theater Berlin 2002: Maria Stuart, Rolle: Wilhelm Cecil, Baron von Burleigh, Regie: Thomas Bischoff, Deutsches Theater Berlin 2003: Die Entführung aus dem Serail, Rolle: Bassa Selim, Regie: David Mouchtar-Samorai, Staatsoper Berlin 2004: Faust I / Faust II, Rolle: Wagner, Regie: Michael Thalheimer, Deutsches Theater Berlin 2005: Die Physiker, Rolle: Einstein, Regie: András Fricsay, Deutsches Theater Berlin 2006: Bunbury – Ernst ist das Leben, Rolle: Pastor Chasuble, Regie: Bettina Bruinier, Deutsches Theater Berlin 2007: Die Fledermaus, Rolle: Dr. Blind, Regie: Michael Thalheimer, Deutsches Theater Berlin 2008: Die Wildente, Rolle: Relling, Regie: Michael Thalheimer, Deutsches Theater Berlin 2008: Was ihr wollt, Rollen: Ein Kapitän, Violas Freund / Antonio, Kapitän, Regie: Michael Thalheimer, Deutsches Theater Berlin 2008: Die Möwe, Rolle: Jewgenij Sergejewitsch Dorn, Regie: Jürgen Gosch, Deutsches Theater Berlin 2010: Das weite Land, Rolle: Bankier Natter, Regie: Tobias Wellemeyer, Hans-Otto-Theater, Potsdam 2010: Die Familie Schroffenstein, Rolle: Graf Rupert, Regie: Markus Dietz, Hans-Otto-Theater, Potsdam 2010: Der Revisor, Rolle: Richter Tjapkin, Regie: Peter Kube, Hans-Otto-Theater, Potsdam 2011: My Fair Lady, Rolle: Alfred P. Doolittle, Regie: Nico Rabenald, Hans-Otto-Theater, Potsdam 2011: Amphitryon, Rolle: Jupiter, Regie: Julia Hölscher, Hans-Otto-Theater, Potsdam 2011: Eine Familie, Rolle: Beverly Weston, Regie: Barbara Bürk, Hans-Otto-Theater, Potsdam 2011: High Society, Rolle: Seth Lord, Regie: Nico Rabenald, Hans-Otto-Theater, Potsdam 2012: Der nackte Wahnsinn, Rolle: Lloyd, Regie: Andreas Rehschuh, Hans-Otto-Theater, Potsdam 2012: Don Karlos, Rolle: König Philipp II., Regie: Markus Dietz, Hans-Otto-Theater, Potsdam 2013: Minna von Barnhelm, Rolle: Wirt, Regie: Isabel Osthues, Hans-Otto-Theater, Potsdam