Lisa Perterer (* 16. Oktober 1991 in Villach) ist eine österreichische Triathletin, Junioren-Europacup-Gesamtsiegerin 2009, Duathlon-Europameisterin (2020), mehrfache Staatsmeisterin (2005–2020), dreifache Olympiastarterin (2012, 2020, 2024) und Ironman-Siegerin (2025). Sie wird als Schnellste geführt in der Bestenliste österreichischer Triathletinnen auf der Ironman-Distanz.
Werdegang Staatsmeisterin Aquathlon 2006 Im August 2006 wurde Lisa Perterer Staatsmeisterin Aquathlon und 2009 wurde sie in Wien auch Staatsmeisterin auf der Triathlon-Sprintdistanz.
In den vier Jahren von 2007 bis 2010 nahm Perterer an elf ITU-Wettkämpfen teil und erreichte dabei neun Top-Ten-Platzierungen. Seit 2011 geht Lisa Perterer in der Elite-Kategorie an den Start. Beim WM-Serien-Triathlon in Kitzbühel war sie im Juni 2011 dank einer Wildcard neben Lydia Waldmüller die einzige Österreicherin. Beim Weltcup in Edmonton gewann sie dann – als Juniorin – überraschend die Bronzemedaille hinter Ashleigh Gentle und Mateja Šimic und lag vor der zweiten Österreicherin Lydia Waldmüller. Die Bronzemedaille öffnete ihr auch den Weg zum folgenden WM-Serien-Triathlon in Hamburg, bei dem sie den 15. Platz erreichte und ihre Zugehörigkeit zur Elite-Weltspitze neuerlich unter Beweis stellte. Auch beim gut besetzten Weltcup in Tiszaújváros behauptete sich Perterer im oberen Mittelfeld der Weltelite mit ihrem dreizehnten Platz.
Lisa Perterer besuchte bis Juni 2011 das Klagenfurter Sportgymnasium BORG SSLK und tritt in Österreich für den HSV Triathlon Kärnten an. Bis 2011 wurde sie von Norbert Domnik trainiert. Seit Herbst 2011 setzte sie bis Oktober 2021 ihre Karriere im Heeressportzentrum des Österreichischen Bundesheeres fort.Perterer und Vilic fliegen aus Heereskader (5. Oktober 2021)
Olympische Sommerspiele 2012 Perterer konnte sich noch im Mai für einen Startplatz bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London qualifizieren, wo sie am 4. August den 48. Platz belegte.Giglmayr sichert sich Olympia Quotenplatz, 27. Mai 2012Der Standard: Perterer von Schlägerei und Verletzung gebremst, 4. August 2012 Im September wurde sie Österreichische U23-Meisterin im 10-km-Straßenlauf und zum Saisonabschluss holte sie sich in Mexiko im Oktober nach 2011 ihre zweite Bronzemedaille bei einem Weltcup-Rennen.
mini|190px|links|Lisa Perterer (links) neben der Deutschen Anne Haug (2013)
Sie wird von Joel Filliol und vom ehemaligen deutschen Triathleten Roland Knoll als Individualtrainer betreut.Goldtrainer als neuer ÖTRV Projekttrainer (4. Oktober 2012)
Perterer war in der Saison 2013 als einzige Athletin im Nationalteam des österreichischen Triathlonverbandes (ÖTRV) nominiert. Im März 2014 wurde sie hinter Andrea Mayr Vizestaatsmeisterin im 10-km-Straßenlauf und sie holte sich den Crosslauf-Staatsmeistertitel.Perterer sichert sich Crosslauf Staatsmeistertitel, 16. März 2014 In der Triathlon-Weltrangliste belegte sie 2014 als einzige Österreicherin den 37. Rang. 2015 konnte sie sich nochmals verbessern und belegte in der Jahreswertung als beste Österreicherin den 19. Rang.
Lisa Perterer war neben Sara Vilic und Thomas Springer qualifiziert für einen Startplatz bei den Olympischen Sommerspielen 2016.ÖTRV Trio qualifiziert sich für Olympia in Rio 2016 (18. Mai 2016) Am 11. August gab das Österreichische Olympische Komitee jedoch bekannt, dass Perterer wegen eines Ermüdungsbruches nicht starten könne und nominierte Julia Hauser nach. In der ITU-Jahreswertung 2016 belegte sie als zweitbeste Österreicherin den 41. Rang. (Stand 17. September 2016) Im Juni 2018 konnte sie in Italien als erste österreichische Athletin ein ITU-Weltcup-Rennen gewinnen.
Olympische Sommerspiele 2020 Im August 2019 holte sich die damals 27-Jährige beim Olympia-Testbewerb der ITU in Tokio einen Startplatz für die ebendort stattfindenden Olympischen Sommerspiele 2020.Triathletin Perterer holte im Olympia-Test Ticket für Tokio (15. August 2019) In der Jahreswertung der ITU World Championship Series 2019 belegte sie nach dem letzten Rennen im August in der Schweiz als beste Österreicherin den 13. Rang. Im März 2020 wurde sie in Spanien Duathlon-EuropameisterinDuathlon – Kärntnerin Lisa Perterer holte EM-Gold (7. März 2020) und im August österreichische Staatsmeisterin auf der Triathlon-Kurzdistanz. Im Juli 2021 wurde die 29-Jährige zum dritten Mal nominiert für einen Startplatz bei den Olympischen Sommerspielen – im österreichischen Team zusammen mit Julia Hauser, Lukas Hollaus und Luis Knabl.Perterer und Knabl auch in Tokyo 2021 gesetzt[30. April 2020]Hauser, Hollaus, Knabl und Perterer für Tokyo 2020 nominiert (5. Juli 2021) Sie belegte in Tokio den 27. Rang. Der Vertrag von Lisa Perterer (wie auch Sara Vilic) mit dem Heeressportzentrum wurde mit Ende Oktober 2021 nicht mehr verlängert.Perterer und Vilic fliegen aus Heereskader (5. Oktober 2021)
mini|190px|links|Lisa Perterer bei den Triathlon European Championships in München (August 2022)
Im Dezember 2022 qualifizierte sie sich mit dem fünften Rang beim Ironman 70.3 Indian Wells-La Quinta für einen Startplatz bei den Ironman 70.3 World Championships 2023. Im November 2023 wurde die 32-Jährige bei ihrem dritten Start auf der Mitteldistanz Zweite im Ironman 70.3 Los Cabos.Perterer bei IRONMAN 70.3 Los Cabos auf Rang 2 (6. November 2023)
Olympische Sommerspiele 2024 Im Mai 2024 qualifizierte sich Perterer zum vierten Mal für einen Startplatz bei den Olympischen SommerspielenKnabl, Kaindl, Perterer und Hauser fahren nach Paris 2024 26. Mai 2024 und sie belegte im Juli in Paris den 50. Rang. Im September gewann die 32-Jährige mit dem Ironman 70.3 Cozumel ihr erstes Rennen auf der Mitteldistanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen).
Langdistanz seit 2024 Bei ihrem ersten Start auf der Langdistanz (3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und 42,195 km Laufen) wurde sie im November Zweite im Ironman Mexico in Cozumel.Perterer holt WM Quali bei IRONMAN Premiere in Cozumel (24. November 2024) Anfang April 2025 erreichte Perterer im T100 Singapur, dem ersten Rennen der T100-Rennserie (2 km Schwimmen, 80 km Radfahren und 18 km Laufen) hinter der Britin Kate Waugh den zweiten Rang.Überraschendes Podium bei den Singapur T100: Favoritinnen ohne Chance (5. April 2025) Am 26. April wurde die damals 33-Jährige Dritte im Ironman Texas und sie stellte mit ihrer Zeit von 8:28:17 Stunden die schnellste Zeit einer österreichischen Athletin auf der Ironman-Distanz ein.Lisa Perterer bricht Österreichs Ironman-Rekord: "Habe nicht damit gerechnet, dass ich so abliefern kann" (3. Mai 2025) Im August wurde sie Zweite im Ironman 70.3 Zell am See-Kaprun. Im Oktober wurde die Kärntnerin Fünfte bei den Ironman World Championships im Ironman HawaiiLisa Perterer wird in Hitzeschlacht bei Ironman auf Hawaii WM-Fünfte (12. Oktober 2025) stellte damit das beste Ergebnis einer Österreicherin bei den Ironman World Championships ein – 2005 und 2006 war die Olympiasiegerin Kate Allen bereits ebenso zweimal auf Platz fünf gelandet. Im November 2025 konnte die 34-Jährige in Mexiko bei ihrem fünften Start auf der Ironman-Distanz ihr erstes Rennen gewinnen.LISA PERTERER GEWINNT BEIM IRONMAN COZUMEL IHRE ERSTE LANGDISTANZ (23. November 2025)
Im Juni 2026 wurde die 34-Jährige Fünfte in Hamburg bei den Ironman European ChampionshipsIronman Hamburg: Solveig Løvseth gewinnt EM-Titel, Laura Philipp wird Zweite nach großer Aufholjagd (7. Juni 2026) und sie stellte mit ihrer Zeit von 8:22:31 Stunden einen neuen österreichischen Rekord auf der Triathlon-Langdistanz ein. Im August wurde sie wie im Vorjahr Zweite im Ironman 70.3 Zell am See.Vierter Streich: Laura Philipp gewinnt Ironman 70.3 Zell am See (30. August 2026)
Auszeichnungen Österreichs Triathletin des Jahres 2019Perterer und Knabl zu Österreichs Triathleten des Jahres gekürt (16. November 2019)
Sportliche Erfolge
Datum/Jahr Rang Wettbewerb Austragungsort Zeit Bemerkung 7 ETU Sprint Duathlon European Championships Caorle 00:55:00 Europameisterschaft Sprint-Duathlon 1 ETU Duathlon European Championships Punta Umbría 00:58:45 Europameisterin Duathlon (5 km Laufen, 20 km Radfahren und 2,5 km Laufen)