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Die Liste gibt den Fortschreibungsstand vom 13. August 2016 wieder und umfasst 32 Baudenkmäler. mini|250px|Blick auf Speinshart und den Rauhen Kulm

Ensembles Ensemble Kloster Speinshart mit Kirche Maria Immaculata mini|Kloster Speinshart

Das Ensemble umfasst die Kirche und den Konventbereich des 1145 gegründeten Prämonstratenserklosters Speinshart sowie den nördlichen und westlichen Klosterhof mit den dazugehörigen Grundstücken und Nebengebäuden.

Die ungewöhnliche Anlage, deren Hauptzug von Norden auf das Kirchenschiff zuführt, ist geologisch bedingt. Sie entstand auf einer Muschelkalkplatte, die bis ins 19. Jahrhundert von Moor umgeben war. Sowohl die spätmittelalterlichen als auch die barocken Bauten entwickelten sich innerhalb dieser natürlichen Grenzen.

Der Verfall des Klosters, das 1566–1628 aufgehoben war, führte nach der Wiedereinführung des Katholizismus in der evangelischen Oberpfalz zu einer grundlegenden Erneuerung der gesamten Klosteranlage im späten 17. und der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts beginnend mit der Kirche und dem Konventbau. Die Spuren des mittelalterlichen Klosters sind in den Resten der ehemaligen Klosterwehrmauer zu finden: Klostergartenmauer, Süd- und Ostflügel; die sogenannte Konventgartenmauer im Norden gehört zur barocken Anlage, ein eingebauter, spätmittelalterlicher Rundturm ist an der Südwestecke (Klosterhof 4) zu finden, weitere Mauerreste im West- und Nordflügel des großen Klosterhofs. Der nördliche Hof wurde 1736–1747 als Wirtschaftshof errichtet, nach der Klosteraufhebung 1803 in einzelne Abschnitte aufgeteilt und durch Einbau von Wohnungen in eine Reihe von zweigeschossigen Wohnstallhäusern verwandelt, wobei jedoch der barocke Gesamtcharakter gewahrt blieb.

Die dreiseitig geschlossene Bebauung hat ihren architektonischen Höhepunkt in der Nordflanke der Klosterkirche mit den zwei Kuppeltürmen. Als zweites herausragendes architektonisches Element steht ihnen im Norden das turmbewehrte Torhaus gegenüber. Der westliche Klosterhof ist ein Rechteckplatz vor dem Klosterhauptgebäude und Kirchenportal, welcher sich aus einer Baulinie von 1804 und einer Flucht nach dem Brandwiederaufbau um 1870 ergibt.

Bezeichnend ist der Kontrast zwischen der repräsentativen dreigeschossigen Konventarchitektur im Osten und den einfachen zweigeschossigen Traufseithäusern und dem Walmdachgebäude der Gaststätte, mit denen die übrigen drei Seiten des Hofes bebaut sind. Bei aller späteren Erneuerung der Bausubstanz wurde hier die Platzraumidee beibehalten. Die Einbeziehung der hohen Klostermauer im Süden und Osten des Konventbaues erinnert an die ursprüngliche Befestigung der Klosteranlage.

Aktennummer: E-3-74-157-1

Ensemble Kirche St. Peter und Paul mit Umgebung

Das Kleinensemble umfasst die im erhöhten Friedhof stehende Chorturmkirche, den Rundturm der Friedhofbefestigung und den barocken Walmdachbau des ehemaligen Pfarrhofes und späteren Schulhauses. Das Zentrum des Ortsbildes wird von der über dem Pfarrhof aufragenden Gebäudegruppe entscheidend geprägt. Verschiedene historische Funktionen wie Ausbau zu Wehrhaftigkeit im Mittelalter und Ausbildung eines pfarrlichen und schulischen Mittelpunkts in der Neuzeit lassen sich anschaulich ablesen.

Aktennummer: E-3-74-157-2

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Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Speinshart

Anmerkungen

Literatur

Weblinks

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