Chlorsulfuron ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe und Triazine.

Geschichte Chlorsulfuron wurde erstmals 1982 in den Vereinigten Staaten für den Einsatz auf Nahrungspflanzen (Weizen, Gerste und Futterpflanzen), Gräsern und Baumpflanzungen durch E. I. du Pont de Nemours and Company zugelassen und war damit der erste zugelassene Acetolactat-Synthase-Hemmer. Seit 1988 wurden zusätzliche Produkte registriert, meist ebenfalls durch DuPont.EPA: chlorsulfuron factsheet (PDF-Datei; 55 kB)

Gewinnung und Darstellung Chlorsulfuron kann aus o-Chloranilin durch mehrstufige Reaktion mit Natriumnitrit und Chlorwasserstoff und anschließende Reaktion der Zwischenprodukte mit Schwefeldioxid und Kupfer(I)-chlorid, Ammoniak, Chlorameisensäureethylester und anschließender Reaktion mit 2-Amino-4-methoxy-6-methyl-triazin gewonnen werden.

Verwendung Chlorsulfuron wird als Herbizid verwendet. Es ist ein Sulfonylharnstoff-Herbizid zur selektiven Vor- und Nachlaufbekämpfung von Unkräutern und Gräsern in Getreide.RSC: (PDF-Datei; 103 kB)

Zulassungsstatus In einigen Staaten der EU besteht für Chlorsulfuron eine Zulassung als Pflanzenschutzmittel, nicht jedoch in Deutschland, Österreich und in der Schweiz.

Weblinks U.S. Government Documents: Chlorsulfuron, Ecological Risk Assessment, Final Report, 11. Januar 2005

Einzelnachweise

Kategorie:Benzolsulfonamid Kategorie:Triazin Kategorie:Chlorbenzol Kategorie:Methoxyaromat Kategorie:Harnstoff Kategorie:Pflanzenschutzmittel (Wirkstoff) Kategorie:Herbizid