Daubersbach (fränkisch: DaubaschbaE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 63. Dort folgendermaßen transkribiert: „daubəschba“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Rügland im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Daubersbach liegt in der Gemarkung Unternbibert.
Geografie Im Dorf entspringt der Mögelheubach, ein rechter Zufluss der Zenn. Südöstlich des Ortes liegt die Flur Winterleiten, 1 km nordwestlich liegt das Bergholz, 0,75 km südwestlich liegt das Weinskershölzl. Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft zur Staatsstraße 2245 (0,5 km südlich) bzw. zu einer anderen Gemeindeverbindungsstraße (1,75 km nordöstlich), die von Stöckach (0,6 km nördlich) nach Oberfeldbrecht führt (1,4 km südöstlich).
Geschichte Der Ort wurde 1296 im Rothenburger Ächtbuch als „Tauerspach“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Übername Duher (= der Schieber). Eine Person dieses Namens ist als Gründer dieser Siedlung anzunehmen.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 63. Ursprünglich übte die Deutschordenskommende Virnsberg das Herrschaftrecht aus. Es ist ein Kaufbrief aus dem Jahr 1345 erhalten, in dem Rapot von Kulsheim der Kommende Virnsberg den Ort samt Untertanen für 601 Pfund und 7 Schilling überließ. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde der Ort vollständig zerstört und musste neu aufgebaut werden.Daubersbach auf der Website www.bibert.de 1732 wurde die heutige Form „Daubersbach“ erstmals bezeugt.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Daubersbach 7 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das Obervogteiamt Virnsberg aus. Grundherren waren das Obervogteiamt Virnsberg (1 Hof, 1 Dreiviertelhof, 2 Halbhöfe, 1 Gut) und das brandenburg-ansbachischen Vogtamt Jochsberg (2 Güter).M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 847.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Daubersbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Buch und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Buch zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Am 1. Oktober 1821 wurde Daubersbach mit Fladengreuth und Kräft nach Unternbibert umgemeindet. Am 1. Januar 1977 wurde die Gemeinde Unternbibert im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Rügland eingemeindet.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 1011.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2014 2021Einwohner 69 73 67 72 72 56 50 68 66 40 38 56 50HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 10 10 12 13 7 11 10 11 Quelle
Religion Daubersbach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Laurentius (Trautskirchen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Mariä Himmelfahrt (Sondernohe) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Rügland) Kategorie:Ersterwähnung 1296