Pilsmühle (fränkisch: Belts-milE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 154. Dort folgendermaßen transkribiert: „beltsmíl“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Rügland im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Pilsmühle liegt in der Gemarkung Rügland.
Geografie Die Einöde liegt am Mettlachbach. 0,25 km westlich mündet der Kautzenbach als rechter Zufluss in den Mettlachbach. Ein Anliegerweg führt nach Rügland zur Kreisstraße AN 17 (0,15 km nördlich) bzw. zur AN 9 (0,3 km südöstlich) zwischen Rügland (0,2 km nördlich) und Haasgang (0,8 km südöstlich).
Geschichte Der Ort wurde 1429 als „Peltzmüll“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist das mittelhochdeutsche Wort „belz“ (= Zweig, Rute, Gebüsch). Als im 19. Jahrhundert die Bedeutung des Wortes Belz nicht mehr bekannt war, wurde der Name mit Pilzen assoziiert.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 154.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Pilsmühle zur Realgemeinde Rügland. Die Mühle hatte das Rittergut Rügland der Herren von Crailsheim als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Pilsmühle die Hausnummer 23 des Ortes Rügland.Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 905.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 338. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1007.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Pilsmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Rügland und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Rügland zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand das Anwesen von 1820 bis 1848 dem Patrimonialgericht Rügland.
Ehemaliges Baudenkmal eingeschossiger Bau mit profilierten Fenstern und Mansarddach, am Portal bezeichnet mit „1793“G. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach. S. 133. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 4 5 5 9 8 4 6 5 5 5HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 1 1 1 1 1 1Quelle
Religion Pilsmühle ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Margaretha (Rügland) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Rügland) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1429