Rosenberg (fränkisch: RosnberchE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 159. Dort folgendermaßen transkribiert: „rōsnberch“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Rügland im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Rosenberg liegt in der Gemarkung Rügland.

Geografie Unmittelbar nördlich des Dorfes erhebt sich der Rosenberg (). Die Staatsstraße 2255 führt nach Rügland (0,4 km südwestlich) bzw. nach Frickendorf (1,6 km nordöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Götteldorf (2 km östlich), eine weitere nach Neustetten (5,5 km westlich).

Geschichte Der Ortsname leitet sich von der Burg Rosenberg ab, deren Besitzer Eberhart von Rosenbergk 1398 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Beim Burgnamen handelt es sich um einen Fantasienamen, der nicht auf eine reale Gegebenheit verweist, wie es bis ins 13. Jahrhundert noch üblich war. Daraus kann geschlossen werden, dass die Burg wohl erst im 14. Jahrhundert erbaut wurde, als solche Fantasiebezeichnungen aufkamen. Der Ort selbst wurde 1442 als „Roßenberg“ erstmals urkundlich erwähnt.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 159f.

Rosenberg war von Anfang an im Besitz der Herren von Vestenberg zu Rosenberg, bis diese Linie 1586 mit dem letzten Nachkommen Ritter Crafft von Vestenberg zu Rosenberg und Elpersdorf ausstarb. Zu diesem Zeitpunkt war die kleine Abschnittsburg bereits baufällig. Erhalten geblieben sind lediglich der Burgstall, einige Wälle und eine Eckturmruine aus Blasensandstein.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Rosenberg 13 Anwesen (1 Gut mit Wirtschafts- und Backgerechtigkeit, 2 Köblergüter, 10 Leerhäuser). Das Hochgericht übte das Rittergut Rügland der Herren von Crailsheim im begrenzten Umfang aus. Es hatte ggf. an das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Rittergut Rügland. Neben den Anwesen gab es herrschaftliche (Bauhof, Schafhaus) und kommunale Gebäude (Hirtenhaus).M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 903. Es gab zu dieser Zeit 14 Untertansfamilien. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1007.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Rosenberg dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Rügland und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Rügland zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand der ganze Ort von 1820 bis 1848 dem Patrimonialgericht Rügland.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 972, 1007.

Baudenkmäler In Rosenberg gibt es drei Baudenkmäler: Burgstall, wohl von einer ehemaligen Abschnittsburg, Eckturmruine mit Spitzbogenfenster, Bruchmauerwerk, Sandstein, mit Wällen, Mauern und Graben Haus Nr. 11, ein ehemaliger Gutshof der Herren von Crailsheim, ein zweigeschossiger Bau des 18. Jahrhunderts mit Walmdach, Ladeerker und Schleppgauben Ziehbrunnen zu Haus Nr. 4: wohl des 18. Jahrhunderts mit Rechteckbecken sowie Gebälkaufbau mit Brunnenrad und Ziegeldach

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2014Einwohner 92 96 105 106 117 82 86 144 113 104 66 58HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 16 17 19 21 18 20 20 18 Quelle

Religion Rosenberg ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Margaretha (Rügland) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.

Wanderwege Durch Rosenberg führen die Fernwanderwege Ansbacher Weg und Deutschherrenweg; ebenso der Rundwanderweg Bibertrundweg.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Rügland) Kategorie:Ersterwähnung 1442