mini|hochkant|Pia Wieteck auf dem NANDA-I-Kongress (2006) Pia Wieteck (* 20. Mai 1965) ist eine deutsche Pflegewissenschaftlerin.
Lebenslauf Zu Beginn des beruflichen Werdegangs absolvierte Pia Wieteck die Krankenpflegeausbildung am Klinikum Ingolstadt. Nach fünf Jahren Berufserfahrung in verschiedenen Fachbereichen schloss sie 1990 die Ausbildung zum Lehrer für Pflegeberufe an der Katholischen Akademie für Pflegeberufe in Regensburg ab. Zunächst sammelte sie berufliche Erfahrungen als Lehrerin am Medizinischen Schulzentrum des Klinikums Ingolstadt und im Psychiatrischen Landeskrankenhaus Weissenau. 1995 bis 1998 war sie Leitung der Krankenpflegeschule am Kreiskrankenhaus Rinteln.
Ihr Studium mit pflegewissenschaftlicher Ausrichtung beendete Pia Wieteck 2001 an der Fachhochschule in Darmstadt. Von 2003 bis 2007 promovierte sie an der Universität Witten-Herdecke.
Seit 1989 begleitet und steuert Pia Wieteck als Leiterin der Abteilung "Forschung und Entwicklung" des Unternehmens Thieme RECOM (zuvor Recom GmbH) die Entwicklung von European Nursing Care Pathways (ENP), ein PflegeklassifikationssystemPia Wieteck: Praxisleitlinien Pflege : Planen und Dokumentieren auf Basis von Pflegediagnosen der Klassifikation ENP. RECOM Verlag, Bad Emstal 2009 bestehend aus Pflegediagnosen, -zielen und -maßnahmen zur EDV-gestützten Dokumentation des Pflegeprozesses. Später führte sie das Projekt als Leitung des ENP-Entwicklerteams fort. Sie ist auch für die Übersetzung der Pflegediagnosen der NANDA International in die deutsche Sprache mitverantwortlich.Simon Berger, Holger Mosebach, Pia Wieteck (Hrsg.): NANDA-I-Pflegediagnosen: Definitionen und Klassifikation 2009-2011 Recom Verlag, 2008, ISBN 978-3-89752-115-5
Arbeitsschwerpunkte Weiterentwicklung und Validierung von ENPWieteck, Pia: Validierung von Pflegediagnosen der Pflegeklassifikation ENP (European Nursing care Pathways). Crossmapping von ENP mit ICNP und NANDA. Bad Emstal: RECOM, 2008. Wieteck, Pia: Praxisleitlinien Pflege. Planen und Dokumentieren auf Basis von Pflegediagnosen der Klassifikation ENP. Bad Emstal: RECOM 2009, sowie Mapping von ENP mit anderen Klassifikationen des Gesundheitswesens wie ICNP, ICD-10, OPS, PKMS, LEP und Kriterien des MDK zur Pflegestufenfeststellung PKMS-Schulungen und Teilnahme an Arbeitsgruppen zur Weiterentwicklung der Abbildbarkeit der Pflege im DRG-System. Durchführung von Zertifizierungs-Audits für die DQS Branche 38 im Krankenhaus und Altenpflegebereich Fachberatung bei Fernlehrunterlagen zum Qualitätsmanagement Gastdozentin an der Tiroler Privatuniversität UMIT in Hall sowie weitere freie Dozententätigkeiten
Forschungsschwerpunkte Adäquate Abbildbarkeit von Pflege im DRG-System,Bartholomeyczik, Sabine, Hunstein Dirk, Haasenritter, Jörg; Pia Wieteck: Adäquate Abbildung des Pflegeaufwandes im G-DRG-System, Forschungsantrag zur Förderung durch das Bundesministerium für Gesundheit sowie Forschungsarbeiten zu dem Themenschwerpunkt Varianzaufklärung von Pflegezeit über Indikatoren wie Patientenzustände und/oder Pflegediagnosen Begleitung von Forschungsarbeiten zu ENP oder NANDA Validierung von Studenten unterschiedlicher Fachhochschulen/UniversitätenBeispiel: Gärtner, Regina: Von der Pflegeprozessdokumentation zur Leistungstransparenz? Überprüfung der mit ENP verbundenen LEP Nursing 3 (beta) Zeitwerte in einer orthopädischen Klinik. In: PrInterNet/Pflegewissenschaft Jg. 10, 06/2008 (Juni), S. 368–373. Pflegeklassifikationen wie ENP, NANDA-I, ICNP, ICF, LEP, NIC, NOC, POP und SNOMED CT mit den Schwerpunkten: Validierungsarbeiten, Personalberechnung, Fallkostenkalkulation sowie die Konstruktion der Systeme Outcome-Messung durch die Nutzung von Daten einer Pflegeprozessdokumentation mit standardisierter Terminologie Elektronische Patientenakte – Umsetzung von standardisierter Terminologie in der Pflegedokumentation, Schwerpunkte sind semantische und syntaktische Interoperabilität Qualitätsverbesserung durch Personalentwicklung, Pflegevisiten, hermeneutische Fallarbeit im Altenpflegebereich und Umsetzung des Pflegeprozesses
Berufliche Gremien, Kommissionen, Verbände Mitglied der Expertengruppe des 2. Pflegegipfels im Auftrag des DPR 2008-2009 Leitung der Arbeitsgruppe des Deutschen Pflegerates zur Entwicklung des OPS 9-20 von 2008 bis 2010 Begleitung der Expertenarbeitsgruppe der DMGP zur adäquaten Abbildung der Patienten mit Querschnittlähmung im DRG-System 2009-2011 Mitglied bei NANDA Mitglied des DBfK Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Medizincontrolling e.V. Vorstand der Fachgesellschaft Profession Pflege e.V.
Veröffentlichungen (Auszug)
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Pflegewissenschaftler Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1965 Kategorie:Frau